Kategorie: Reviews & Previews

My Dying Bride – The Barghest O’Whitby

Am 11.11. beginnt mal wieder die Karnevalssaison. Zufälligerweise veröffentlichen die britischen Death-Doomer My Dying Bride an eben jenem Datum auch ihre neue Single „The Barghest O’Whitby“. Dieses Faktum ist glücklicherweise im Bereich der Kuriositäten einzuordnen, denn niemand muss befürchten, dass der Name der Band neuerdings für kleine lustige Karnevalsschlager steht. Im Laufe der letzten 20 Jahre haben My Dying Bride zwar schon den einen oder anderen Stilwechsel – inklusive eines kurzen Ausflugs in den TripHop-Bereich – hinter sich gebracht. Seit dem 2000er-Album „The Light At The End Of The World“ steht die Band aber wieder konsequent zu ihren doomigen Wurzeln und das ändert sich auch in diesem Jahr nicht.

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The BossHoss – Don’t Gimme That

Binnen kürzester Zeit haben sich The BossHoss etabliert, indem sie Welthits im Country- und Western-Gewand gecovert haben. Mittlerweile schreiben die Deutschen aber auch eigene Songs und sind damit ebenso erfolgreich, zuletzt mit „Do Or Die“ auf Platz 4 der deutschen Albumcharts und der Orchester-Platte „Low Voltage“ auf der #7. Für den 25. November kündigen die Wild West-Rocker nun ihr mittlerweile fünftes Studioalbum „Liberty Of Action“ an – eine mehr als beachtliche Leistung, wenn man sich vor Augen führt, dass ihre erste Platte „International Nashville Hymns“ vor sechseinhalb Jahren erschien. Die Vorabsingle „Don’t Gimme That“ schlägt jedoch überraschend ruhige Töne an.

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Eleanor Friedberger – Last Summer

Während sich die Fiery Furnaces eine kleine Auszeit nehmen, finden die Geschwister Friedberger Zeit für Soloausflüge. Soundtüftler Matthew arbeitet gerade an seiner „Solos“-Serie, einer Sammlung an Vinyl-Platten, die jeweils nur mit einem Instrument umgesetzt wurden und aktuell in fünf Teilen (weitere sollen folgen) erhältlich sind. Eleanor Friedberger kommt mit einem Album aus, „Last Summer“, das mit gerade einmal vier Monaten Verspätung nun auch in Deutschland erscheint. Besonders überzeugend: Hier gehen eine einzigartige Stimme und gelegentlich sperrige Arrangement perfekt Hand in Hand miteinander.

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Cage The Elephant – Aberdeen

Zwar galten Cage The Elephant nach ihrem selbstbetitelten Debütalbum 2008 als Geheimtipp in der Indie-Rock-Welt, doch mit dem aktuellen Erfolg ihres Zweitlings „Thank You, Happy Birthday“ – von Null auf Zwei in den US-Albumcharts – konnte man wohl nicht rechnen. Wenn man noch dazu bedenkt, dass drei der fünf Mitglieder bis zum Teenageralter aufgrund der religiösen Ansichten ihrer Eltern der Zugang zu Rockmusik komplett verwährt war, ist es schon mehr als bizarr, was mit den Herren aus Bowling Green, Kentucky binnen kürzester Zeit passiert. Hierzulande sind Cage The Elephant weiterhin nicht mehr als ein Geheimtipp, weswegen um den Release der mittlerweile dritten Auskopplung „Aberdeen“ auch kein großes Aufsehen gemacht wird.

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Foster The People – Pumped Up Kicks

Ein echter ‚Schläfer‘ schafft es nun endlich nach Deutschland. Bereits im Juni 2010 ließen erste europäische Indie-Stationen (unter anderem FM4) „Pumped Up Kicks“ von Foster The People rotieren, bis zu einem anständigen Deal und einem Release dauerte es jedoch. Erst vor wenigen Wochen schaffte es der Track, über ein Jahr nach Release, auf Platz 3 der Billboard 100, während ein Download-Release hierzulande komplett floppte. Angesichts des globalen Erfolgs kann man sich dem nur scheinbar unbeschwerten Hit des Trios aus Los Angeles, Kalifornien wohl auch in Deutschland endgültig nicht mehr entziehen, weswegen nun mehr, 17 Monate nach erstmaliger Radio-Rotation, eine CD-Single von „Pumped Up Kicks“ erscheint; ein Indie-Frühlings- bzw. Sommerhit im November, versteht sich.

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Culcha Candela – Hungry Eyes

Karrieretechnisch könnte es für Culcha Candela momentan kaum besser laufen: Die Berliner Reggae- / Dancehall-Truppe gewann dieses Jahr den COMET als beste Band, spielte eine ausverkaufte Tour und kratzte mit dem Song „Berlin City Girl“ an den Top 10. Eine Nominierung für den MTV Europe Music Award als bester deutscher Act gab’s zudem gratis oben drauf. Logisch, dass die Jungs noch ein Weilchen länger auf der Erfolgswelle reiten wollen und folglich noch dieses Jahr ihr neues Album „Flätrate“ veröffentlichen, welches voraussichtlich am 25. November erscheint. Die erste Single „Hungry Eyes“ kommt passend zur Jahreszeit recht düster daher, bietet den Fans insgesamt jedoch Altbewährtes.

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The Drums – How It Ended

Aus den Ruinen diverser Electro-Pop-Kombos – darunter Elkland, die 2005 ihr einziges Album „Golden“ via Sony BMG veröffentlichten – haben sich 2006 The Drums gegründet, von der BBC auf Platz 5 des Sound of 2010 gereiht. Motor dieses Erfolgs war vor allem die Single „Let’s Go Surfing“, die luftig-leichte Surf-Pop-Klänge mit finsteren, nachdenklichen Texten verband. Daran hat sich wenig geändert, ähnliche Kaliber finden sich auch auf ihrem aktuellen zweiten Album „Portamento“, aus dem mit „How It Ended“ nun die zweite Single ausgekoppelt wird.

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Jessie J – Domino

Vom Nobody zum Superstar: Einen kometenhaften Aufstieg, wie man ihn heutzutage selten erlebt, hat die britische Singer/Songwriterin Jessie J in Windeseile hingelegt. War sie bislang eher im Hintergrund tätig und zog für die Karrieren von Popgrößen wie Chris Brown oder Miley Cyrus die Fäden, schaffte sie 2010 mit ihrem Debütalbum „Who You Are“ und besonders der Single „Price Tag“ zusammen mit B.o.B auch selbst den internationalen Durchbruch. Nachdem sie bereits mit Gold- und Platin-Auszeichnungen überhäuft wurde, steht nun der nächste Streich ins Haus: Mit dem Gute-Laune-Song „Domino“ macht die 23-Jährige jeden noch so grauen Herbsttag vergessen.

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Is Tropical – Lies

Den Feinschmeckern von Kitsuné ist ein weiterer dicker Fisch ins Netz gegangen: Is Tropical, ein semi-unsichtbares Trio aus London, überzeugt aktuell mit dem smarten Debüt „Native To“ und dem tanzbaren Indie-Hit „The Greeks“, mit dem sie sich als eine Art Mischung aus Crystal Castles und Fenech-Soler zu etablieren versuchen. „Lies“ ist nun bereits die dritte Auskopplung aus ihrem kunterbunten Erstlingswerk und scheint ähnliches Crossover-Potential entwickeln zu können. Schließlich liegen leicht glammige, alternativ gehaltene Electro-Sounds nach wie vor im Trend.

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Atomic – Heartbeater

Seit über einem Jahrzehnt krebsen Atomic durch die deutsche Rock-Landschaft und haben immer noch den Status eines Geheimtipps intus. Schade eigentlich, denn die fünf Münchner um die Zwillinge Thomas und Rainer Marschel verstehen es – in etwa vergleichbar mit Mando Diao und den Kilians, nur noch eine Spur kantiger und verspielter – britische Gitarrenmusik aus Vergangenheit und Gegenwart authentisch und energiegeladen auf Bühne und Platte zu bannen. Auch ihr mittlerweile drittes Studioalbum „Heartbeater“ strebt nach höheren Ehren.

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