Kategorie: Reviews & Previews

The Kills – Blood Pressures

The Kills melden sich zurück. Drei Jahre sind seit „Midnight Boom“ vergangen, in denen Sängerin und Gitarristin Alison „VV“ Mosshart unter anderem zwei Alben mit Rock-Supergroup The Dead Weather (u.a. Jack White) veröffentlicht hat. So verwundert es auch nicht wirklich, dass der neue Streich „Blood Pressures“ in einigen Momenten an das Nebenprojekt erinnert, wobei Mosshart und Jamie „Hotel“ Hince natürlich den klassisch verzerrten Kills-Sound in seiner vollen Garage-Blüte zelebrieren.

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Cassandra Steen – Gebt alles

Wenn es um handgemachten, deutschen Soul geht, kommt man neben Joy Denalane besonders an einer kaum vorbei: Ex-Glashaus-Sängerin Cassandra Steen, die ihren Durchbruch als Solokünstlerin erst 2009 mit der Duettsingle „Stadt“ zusammen mit Adel Tawil von Ich + Ich und dem dazugehörigen Album „Darum leben wir“ feierte. Nun meldet sich die umtriebige Chanteuse, die bereits unter anderem mit Xavier Naidoo, Freundeskreis und Curse zusammengearbeitet hat, mit ihrem neuen Song „Gebt alles“  aus dem kommenden Longplayer „Mir so nah“ zurück und trifft dank appellierendem Songtext den Zahn der Zeit.

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Obits – Moody, Standard And Poor

Auch wenn die erst 2007 gegründeten Obits eine relativ junge Band sind, steckt hinter dem dialektal widersprüchlich wahrnehmbaren Namen mit Rick Froberg (Drive Like Jehu, Hot Snakes, Pitchfork) ein prominenter Name der Post-Hardcore-Liga. Die wütenden Schreie hat der Elder Statesman der Lautstürmerei längst in den Schrank eingesperrt und zockt mit seinen drei Mitstreitern nun eine relativ reduzierte Mischung aus Indie, Surf Rock und Garage Punk. „Moody, Standard And Poor“, das mittlerweile zweite Album, setzt ein grundsympathisches Lo-Fi-Ausrufezeichen.

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Sum 41 – Screaming Bloody Murder

Back in action melden sich nun auch Sum 41, bei denen zuletzt Frontmann Deryck Whibley durch seine Scheidung von Pop-Deatheater Avril Lavigne Schlagzeilen machte. Fast vier Jahre nach „Underclass Hero“ rückt nun wieder die Musik in dem Mittelpunkt. Die nun mehr offiziell wieder zu einem Quartett aufgestockten Kanadier – Tour-Gitarrist und Gob-Frontmann Tom Thacker wurde ‚übernommen‘, wird aber interessanterweise nicht beim Lineup im Booklet zur neuen Platte genannt – zeigen sich auf „Screaming Bloody Murder“ eine Spur erwachsener, was man mit Anfang 30 wohl auch darf.

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Within Temptation – The Unforgiving

Kraftvoller, symphonischer Metal aus den Niederlanden kann nur von einer Band stammen: Within Temptation, die sechsköpfige Combo rund um Sängerin Sharon den Adel, die mit Beginn des neuen Jahrtausends europaweit wie eine Bombe einschlug und mit drei Alben Spitzenpositionen in den Charts erreichte. 2011 meldet sich die höchst sympathische Gruppe mit ihrem insgesamt fünften Longplayer „The Unforgiving“ zurück, das auf dem gleichnamigen Comicbuch von Steven O’Connell basiert und zwölf starke Tracks beinhaltet, die die Fanherzen höher schlagen lassen.

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Dan Black feat. KiD CuDi – Symphonies

Anfang 2009 wurde über den ehemaligen The Servant-Frontmann Dan Black im Rahmen des BBC Sound of 2009 berichtet, bevor zumindet hierzulande die große Funkstille einsetzte. Gerade „Symphonies“, das nun hierzulande als ‚Debütsingle‘ angekündigt wird, hat einen ewig langen Weg hinter sich, wurde bereits 2008 als eine Art Mash-Up von Rihannas „Umbrella“ und „Hypnotize“ von Notorious B.I.G. gebastelt. Dessen Raps wurden rausgenommen, der Song umgeschrieben und später mit Alternative-Rapper KiD CuDi neu aufgenommen.

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Dikta – Get It Together

Island ist nicht gleich Island, Feenwelten sind nicht gleich Wirtschaftskrise. Dikta sind in ihrer Heimat überaus beliebt, obwohl man weder Sigur Rós noch Björk nachzueifern versucht. Stattdessen setzt das Quartett auf bewegende, emotionale Pop/Rock-Musik mit deutlich britischem Einschlag. Wer Snow Patrol, Coldplay und Feeder mag, sollte auch ihr aktuelles Album „Get It Together“ antesten.

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Glasvegas – Euphoria, Take My Hand

Ein kleines Wortspiel über rockende Schotten gefällig? Nein? Auch gut, denn bei Glasvegas spricht die Musik für sich. Ihr 2008 erschienenes, selbstbetiteltes Debütalbum hat mit „Geraldine“ und „Daddy’s Gone“ Riesenhits abgeworfen, und wurde für so ziemlich jeden Musikpreis nominiert. Nur kurz hat sich das Quartett um Ex-Profifußballer James Allan zurückgezogen, nur um mit dem von Flood (U2, The Killers, Depeche Mode) produzierten „EUPHORIC /// HEARTBREAK \\\“ den nächsten Großangriff zu wagen. Der Vorabsingle „Euphoria, Take My Hand“ nach zu urteilen, dürfte dieser auch gelingen.

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Firebird – Double Diamond

Seit der Rückkehr zur Rise Above Records liefern Firebird in großer Regelmäßigkeit starke Platten ab. Frontmann Bill Steer, ab und an mit den wiedervereinten Carcass unterwegs, kämpft weiterhin mit Lineup-Wechseln, was ihn aber scheinbar nicht daran hindert gute Musik zu schreiben. Das mittlerweile sechste Album „Double Diamond“ ist erneut ein echter Blues Rock-Leckerbissen geworden.

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The View – Bread And Circuses

Schon die römischen Kaiser wussten ihr Volk bei Laune zu halten. Brot und Spiele waren ab 100 Jahre Anno Domini ein probates Mittel gegen Verdrossenheit. The View betreiben ebenfalls Massen-Unterhaltung, welche die vier Schotten zumindest im Vereinigten Königreich schon anziehen, aber unter ganz anderen Vorzeichen: unverbrauchte Leidenschaft ist das Brot, stimmiger Indie Rock die Butter, beides zusammen ihr Spiel auf „Bread And Circuses“.

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