Kategorie: Singles & EPs

Die weiteren Aussichten

Die weiteren Aussichten – Das alles hier ist Liebe

Wie man Negatives spielerisch leicht in Positives verkehrt, zeigt Patrick Scheuermann. 100 % im Burnout-Test und frisch arbeitslos – beste weitere Aussichten, wenn man Mitte 20 ist, so die pointierte Reaktion. Daraus entstand Die weiteren Aussichten, erst als Singer/Songwriter-artiges Projekt im Alleingang, das 2024 mit der EP „Heiter bis wolkig“ Sympathisches fürs Herz vermittelte. Im Popkurs Hamburg fand er seine Live-Band, seither geht es deutlich lauter, energischer und beherzter ans Werk. „Das alles hier ist Liebe“ beeindruckt durch musikalische Evolution und hat verdammt gute Songs mit pochendem Indie-Herz im Gepäck.

Weiterlesen
Bright Eyes

Bright Eyes – Kids Table

Wenn es läuft, dann so richtig: „Five Dice, All Threes“ bannte alle Stärken der Bright Eyes auf eine Platte, so kauzig und harmoniebedürftig wie eh und je, begleitet von spannenden Gästen und nicht minder interessanten Ideen. Wenig überraschend haben Conor Oberst, Mike Mogis und Nate Walcott Nachschub im Gepäck. Von Anfang an sollte jenes Material, das nicht 100%ig zum Fluss des Albums passte, zu einem späteren Zeitpunkt nachgereicht werden. Begleitet von einigen weiteren Tracks, überrascht „Kids Table“ mit spannenden bis ungewöhnlichen Ansätzen, die sowohl die aktuelle Platte erweitern als auch komplett für sich selbst stehen können sollten.

Weiterlesen
Werewolf Etiquette

Werewolf Etiquette – Werewolf Etiquette

Als sich Mother Tongue nach sechsjähriger Auflösungsphase wieder zurückmeldeten, war Drummer Geoff Haba nicht an Bord. Über Jahre hinweg lud er Bassist und Mitbegründer David „Davo“ Gould zu Coffee & Conversation ein, der zögerte jedoch erst. Irgendwann traf man sich doch, jedoch unter ganz anderen Voraussetzungen: Instrumente einstecken und rocken. Daraus entstand Werewolf Etiquette, ein rhythmisches Duo komplett ohne Gitarren, das Bass und Schlagzeug in den Mittelpunkt rückt und zugleich musikalische Erwartungen ad absurdum führt. Bevor man gemeinsam mit Mother Tongue unter anderem zur Noisolution Party kommt, erscheint eine erste EP mit dem knappen wie einfachen Titel „Werewolf Etiquette“.

Weiterlesen
Aua

Aua – Painkiller No. 2

Es tut immer noch (etwas) weh: Vor etwa einem Jahr wagten sich Aua noch weiter in synthetische, elektronische Gefilde vor und trieben ihre krautige Entfremdung gen Spitze. „Painkiller No. 1“ zeigte das Duo von einer spannenden, erfrischenden und gerne mal mystischen Seite. Damit ist allerdings noch lange nicht alles gesagt, wie sich nun zeigt, denn im Zuge der dazugehörigen Sessions entstanden weitere Tracks, die es nicht auf das fertige Album, den Abschluss einer Trilogie, geschafft haben. Fabian Bremer und Henrik Eichmann legen frischen Stoff in Form der EP „Painkiller No. 2“ nach und erweitern den Klangkosmos ihrer jüngsten Platte ein wenig.

Weiterlesen
Ende

Ende – Utopia

Zu zweit als Kreativzelle, live als Quartett, zudem stets irgendwo zwischen Wien und Linz unterwegs: Ende stehen erst am Anfang, um dieses schwache wie offensichtliche Wortspiel zu bemühen. Seit Frühjahr 2023 veröffentlichen die Österreicher ihre Singles, die irgendwo zwischen Post Punk, dem aktuell grassierenden NDW-Mini-Revival, Indie und Pop angesiedelt sind. Nun wird erstmals ein klein wenig gebündelt: Mit „Utopia“ legt das Duo eine EP vor, die sich unter anderem mit kaputten Beziehungen, unerfüllten Sehnsüchten sowie dem oft fließenden Übergang zwischen Hoffnung und Untergang befasst.

Weiterlesen
Palila

Palila – Later

Rund um den Release ihres aktuellen Albums hatten Palila ein echtes Luxusproblem: zu viel Musik. Das angenehm vielschichtige „Children Will Be Furious“ zeigte zahlreiche neue Facetten der Indie-Multitalente, doch schaffte es längst nicht jeder Track auf die fertige Platte. Anstatt das Material im Archiv verschimmeln zu lassen, musste nachgelegt werden. Und so landet, nur fünf Monate später, eine EP mit vier weiteren Perlen aus den fruchtbaren Sessions. „Later“ bringt in aller gebotenen Kürze auf den Punkt, was diese Band so stark und so sympathisch macht.

Weiterlesen
Red Ocean

Red Ocean – Mad For It

Am Wasserfall geträumt, am Hafen gereift, in der Hauptstadt flügge geworden: Bernhard Pausch gründete seine erste Band im Alter von 15 Jahren in Gastein im Salzburger Pongau, bevor er vier Jahre später nach Hamburg zog, um Musikproduktion zu studieren. Nach einer experimentellen Phase konzentrierte er sich später wieder auf Rock, ging nach Berlin und gründete Red Ocean. Gemeinsam mit Drummer Danny Weber geht es um die elementaren Bestandteile des Genres, mit einem hörbaren Faible für die 60s, 70s und 90s. Exakt das zeigt sich auf „Mad For It“, der zweiten EP des Duos.

Weiterlesen
Elbow

Elbow – AUDIO VERTIGO ECHO elbow EP5

Direkt, unmittelbar, poppig und tanzbar: „Audio Vertigo“ war vielleicht nicht das, was man sich von Elbow erwartet hatte, doch entpuppte sich das zehnte Album der Briten als voller Erfolg – Platz 1 in England, hierzulande immerhin mit Platz 35 endlich wieder im Aufwind befindlich. Guy Garvey und Konsorten wollten den Rückenwind nutzen und spielten direkt neues Material ein. Was als kleine Standlone-Single begann, landet nun einerseits als Teil der Deluxe-Variante ihrer aktuellen Platte und andererseits als eng angebundenees und doch eigenständiges Kleinformat: „AUDIO VERTIGO ECHO elbow EP5“.

Weiterlesen
ZAHN

ZAHN – Seite E

Sind 80 Minuten Musik etwa nicht genug? Mit ihrem Mammutalbum „Adria“ sorgten ZAHN Ende 2023 verdientermaßen für Aufsehen. Auf rein instrumentale Weise beleuchteten sie Urlaubsbanalitäten und ließen den Sound weiter anwachsen, krautiger und experimenteller erscheinen. Tatsächlich besitzt das Trio wohl noch Reserven und reizt diese nun genussvoll aus. „Seite E“ besteht aus drei Songs, die nach eigenen Angaben zu gut sind, um einfach so unter den Tisch zu fallen, die das Konzept weiter beleuchten und es dennoch schaffen, gekonnt und bestimmt auf eigenen Füßen zu stehen.

Weiterlesen
Captain Planet

Captain Planet – Reste

Ausschussware gibt es bei Captain Planet nicht – maximal Material, das vielleicht gerade nicht auf ein Album passte oder nicht rechtzeitig fertig wurde. Das gilt natürlich auch für „Come On, Cat“, das im September 2023 die Band nach sieben Jahren Plattenpause in Bestform zurückholte. Übrig blieb laut Gitarrist Benni Sturm „ein bunter kleiner Haufen von Sachen, die nochmal gesagt werden mussten“. Frohsinn darf man sich natürlich nicht erwarten, wohl aber gewohnt wertigen, intensiven Indie-Punk, der demnächst auch wieder fleißig betourt wird. Dann ist garantiert auch der eine oder andere Track der EP „Reste“ dabei.

Weiterlesen

Wir verwenden Cookies. Cool?