Kategorie: Singles & EPs

ZAHN

ZAHN – Seite E

Sind 80 Minuten Musik etwa nicht genug? Mit ihrem Mammutalbum „Adria“ sorgten ZAHN Ende 2023 verdientermaßen für Aufsehen. Auf rein instrumentale Weise beleuchteten sie Urlaubsbanalitäten und ließen den Sound weiter anwachsen, krautiger und experimenteller erscheinen. Tatsächlich besitzt das Trio wohl noch Reserven und reizt diese nun genussvoll aus. „Seite E“ besteht aus drei Songs, die nach eigenen Angaben zu gut sind, um einfach so unter den Tisch zu fallen, die das Konzept weiter beleuchten und es dennoch schaffen, gekonnt und bestimmt auf eigenen Füßen zu stehen.

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Captain Planet

Captain Planet – Reste

Ausschussware gibt es bei Captain Planet nicht – maximal Material, das vielleicht gerade nicht auf ein Album passte oder nicht rechtzeitig fertig wurde. Das gilt natürlich auch für „Come On, Cat“, das im September 2023 die Band nach sieben Jahren Plattenpause in Bestform zurückholte. Übrig blieb laut Gitarrist Benni Sturm „ein bunter kleiner Haufen von Sachen, die nochmal gesagt werden mussten“. Frohsinn darf man sich natürlich nicht erwarten, wohl aber gewohnt wertigen, intensiven Indie-Punk, der demnächst auch wieder fleißig betourt wird. Dann ist garantiert auch der eine oder andere Track der EP „Reste“ dabei.

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Bloke

Bloke – Living Without Expectations

Fünf Jahre verbrachte der Berliner Künstler Jakob Buraczewski in der alternativen Musikszene Londons. Im Norden der britischen Hauptstadt fand sich seine Band Bloke, inzwischen wieder zurück nach Deutschland übersiedelt. Die Mischung aus Psych, Noise und Krautrock, durch Garage-Ausritte gekonnt gestreckt und erweitert, führte zu einer Fülle an Club-Konzerten und einem mehr als guten Namen in der Underground-Szene, durch zwei starke Singles unterstrichen. Inzwischen griffen die Feinschmecker von Tonzonen Records für eine erste EP zu. „Living Without Expectations“ verweigert die Erwartungshaltung und erfüllt diese dennoch auf allen Ebenen.

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Hot Water Music / Quicksand

Hot Water Music / Quicksand – Split

Dieser Release war quasi ein Vierteljahrhundert in the making: 1999 konnten Hot Water Music mit Walter Schreifels der kürzlich aufgelösten Quicksand eines ihrer Idole als Produzent für das Album „No Division“ gewinnen. Daraus entwickelte sich schnell eine Freundschaft, die nun auch auf Platte wandert. Zu dieser gemeinsamen Split-Platte steuert jede Band zwei Songs bei – einen eigenen Track sowie ein Cover der jeweils anderen Formation. Und das natürlich gewohnt forsch, energisch und zugleich geradezu unverschämt hymnisch.

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Deadly Magic

Deadly Magic – …As Nightmares Gorged The Earth

Ein kleines Revival erlebt derzeit der klassische Heavy Metal US-amerikanischer Prägung. Bands wie Fifth Angel, Heir Apparent, Crimson Glory oder die Großmeister von Queensryche befinden sich gerade mitten in ihrem zweiten Frühling. Besonders an letztgenannte Gruppen erinnert der Sound von Deadly Magic, einem Nebenprojekt des Messerschmidt-Gitarristen und -Sängers Maik Jegszenties. Von Sound her klingt das Quintett absolut nach den glorreichen Zeiten Us-amerikanischer Metalbands, garniert mit einer Prise Iron Maiden. Stilistisch ist der Kurs damit perfekt umschrieben – was die Band qualitativ auf ihrer EP „…As Nightmares Gorged The Earth“ zu bieten hat, wird in den folgenden Zeilen geklärt.

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Billy Zach

Billy Zach – Interferer

Ein kleines Lebenszeichen von Billy Zach ist mehr als willkommen, gerade nach zwei kurzweiligen Alben in Folge, auf denen das Quartett aus Hamburg seinen Post Punk-Sound konsequent und sehr unterhaltsam weiterentwickelte. Tauchte der Erstling „Struggle On“ immer wieder in der Wave-Garage unter, so wurde es auf „A Momentary Bliss“ eine Spur noisiger und ruppiger. Diesen Weg setzt die neue EP „Interferer“ nun im weitesten Sinne fort und bemüht sich nach eigener Auskunft um den direkten Umgang mit Wut, mit Melancholie und mit bedachter Aggression inmitten unwirklicher bis schauriger Atmosphäre.

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i Häxa

i Häxa – Part 4

Alles hat ein Ende: Achteinhalb Monate nach dem ersten Teil beschließen i Häxa ihr erstes Album und damit auch – zumindest vorerst – dieses Projekt. Die gemeinsame Spielwiese von Singer/Songwriterin und Visual Artist Rebecca Need-Menear (Anavae) und Produzent Peter Miles viertelte den Longplayer und präsentierte jeweils zur Sonnenwende vier Tracks. Beeindruckend daran war die musikalische Vielfalt, die nach experimenteller Elektronik etwas folkiger wurde, bevor kunstvolle Avantgarde bestehende Songmuster mehr denn je aufbrach. „Part Four“ ist in jeder Hinsicht ein logischer Abschluss geworden.

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Laura Jane Grace & The Mississippi Medicals

Laura Jane Grace & The Mississippi Medicals – Give An Inch

Laura Jane Grace hat aktuell einen Lauf. Knapp acht Monate nach dem Release ihres Albums „Hole In My Head“ hat sie erneut Nachschub im Gepäck, bloß wieder im Bandformat. Gemeinsam mit Mike Patton (Drive-By Truckers), der bereits auf besagter Platte mitwirkte, Mikey Erg (The Ergs) und Ehefrau Paris Campbell Grace wurden The Mississippi Medicals ins Leben gerufen. Musikalisch bedeutet das eine Spur frischen Windes mit gelegentlichem Country-Einschlag und einer markanten Zweitstimme, an die man sich erst gewöhnen muss. Und doch kann „Give An Inch“ zumindest über weite Strecken überzeugen.

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Poppy Wizard

Poppy Wizard – Holy Spirit Gang

Zwischen Düsseldorf und Köln entstand während den Lockdowns ein Zwei-Mann-Projekt, das nach und nach zur kompletten Band anwuchs. Hinter Poppy Wizard stecken vier langjährige Freunde mit einer gemeinsamen Leidenschaft für die Musik, die Alternative Rock und Grunge ebenso mitnehmen wie Fuzz und Shoegaze. Mal verträumt und melodisch, dann wieder roh und knüppelhart, so zeigt sich der schwelgende und intensive Sound des Quartetts. Mit ihrer ersten EP „Holy Spirit Gang“ beim Talenteschuppen Supervillain rennen sie nun offene Türen ein.

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i Häxa

i Häxa – Part 3

Die vor fünf Monaten begonnene Reise nähert sich langsam, aber sicher ihrem Ende: i Häxa um Sänger/Songwriterin und Visual Artist Rebecca Need-Menear (Anavae) und Produzent Peter Miles kosten die Möglichkeiten ihres Multimedia-Projektes auf allen Ebenen aus, von der Aufteilung ihres ersten Albums in vier Häppchen über die begleitende Video-Gestaltung bis hin zu den von Abschnitt zu Abschnitt teils stark variierenden musikalischen Umsetzungen. Exakt das gilt auch für den neuesten Streich, schlicht „Part 3“ genannt, der mehr denn je mit teils wilden Kontrasten hantiert.

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