Kategorie: Singles & EPs

Portishead – Magic Doors

Nach scheinbarer Auszeit auf Ewigkeit haben Portishead letztes Jahr mit ihrem Album „Third“ überrascht. Deutlich düsterer als die Vorgänger ausgefallen, kalt und maschinell. Die Stimme Beth Gibbons‘ hat das eisige „Machine Gun“ und das in Reih und Glied marschierende „We Carry On“ auf diese Ebene unbestreitbarer Faszination gehievt, auf die auch „Magic Doors“ hin will.

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Callejon – Phantomschmerz

Der Papierform nach müsste man Callejon verdammt skeptisch entgegen. Der Fünfer aus Köln zockt deutschsprachigen (!) Metalcore mit Zombieästhetik. Wer die Herren kennt, weiß allerdings um ihr konstantes Ausbrechen aus jeglichen engen Genregrenzen. Ihr Nuclear-Blast-Debüt „Zombieactionhauptquartier“ ist voll von Überraschungen. So auch die Videoauskopplung „Phantomschmerz“ – eine waschechte Ballade.

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Wiley feat. Daniel Merriweather – Cash In My Pocket

Irgendwann muss einem jeden der Durchbruch gelingen. 14 Jahre lang hat Richard Kylea Cowie aka Wiley HipHop weiterentwickelt und Grime mitbegründet. Als Mentor von Dizzee Rascal kennt man ihn genauso wie als Szenehelden. Zuletzt gelangen ihm mit den elektronisch angelegten Tracks „Wearing My Rolex“ und „Summertime“ (inkl. Daft-Punk-Sample) in Großbritannien große Hits. Leider hat es das Album „See Clear Now“ immer noch nicht nach Deutschland geschafft. Die aktuelle UK-Single „Cash In My Pocket“ könnte auch hierzulande gut gehen.

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Kevin Rudolf feat. Lil Wayne – Let It Rock

Wieder tritt ein Mann aus der vemeintlichen zweiten Reihe in den Vordergrund. Neben Produzenten wie Timbaland und Ian O’Brien-Docker sowie Songwriter Ryan Tedder (mit OneRepublic verdammt erfolgreich) versucht sich Sessiongitarrist Kevin Rudolf an einer Solokarriere. Der New Yorker veredelt normalerweise Studiotracks von eben jenem Timbaland, Nelly Furtado oder die Black Eyed Peas. Für seine erste Single „Let It Rock“ hat er sich mit Lil Wayne den momentanen Top-Rapper ins Boot geholt.

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Klez.e – Wir ziehen die Zeit

Die Zeiten ändern sich. Längst haben sich Klez.e von jeglichem Delbo-Hintergrund frei gemacht. Tobias Siebert und Mannschaft haben sich auf ihrem Drittling „Vom Feuer der Gaben“ endgültig von jeglichen Genre-Scheuklappen frei gemacht. Deutschprachige Indie-Mucke, eine kräftige Prise Rock, dazu ein Hauch von Pop und Electro. Vorab zeigt der Album-Opener „Wir ziehen die Zeit“, wohin die Reise geht.

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Mando Diao – Dance With Somebody

Mando Diao bitten zum Tanz. „Dance With Somebody“ heißt der neue Song der schwedischen Rock-Kombo, die 2009 ihren bereits fünften Lonplayer auf den Markt bringen werden. Der laut eigener Aussage „wohl simpelste Song“ in der fast 10jährigen Bandgeschichte bringt dabei so ziemlich alles Voraussetzungen für den ersten großen kommerziellen Erfolg mit. Kaiser Chiefs und The Killers lassen grüßen.

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The Asteroids Galaxy Tour – Around The Bend

Schon wieder dieser hippe, trendiger MP3-Player. Man kann sich dem portablen Abspielgerät des Apfels aber schon alleine wegen seines Soundtracks nicht entziehen. Neueste Entdeckung ist das dänische Quintett The Asteroids Galaxy Tour um Sängerin Mette Lindberg und Soundtüftler Lars Iversen. Zunächst kaum unbekannt, half die Kombination aus Werbehit und Lindbergs Auftritt beim berühmt berüchtigten britischen Comedy-Pop-Quiz „Never Mind The Buzzcocks“ zu Szene-Berühmtheit.

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Pain feat. Anette Olzon – Follow Me

Wird es im Leben zu eintönig, erschafft sich ein Musiker Nebenprojekte. So geschehen beim schwedischen Songwriter Peter Tägtgren, eigentlich Frontman der Death-Metaller Hypocrisy. Er folgt hier mit Pain seinem Trieb nach angenehm harten Industrial-Rock. 1996 erschien das selbstbetitelte Debüt. Geschrieben, arrangiert und alle Instrumente selbst eingespielt – eine One-Man-Show. Der heimische Durchbruch erfolgte 2000, ehe fünf Alben später langsam auch der Rest Europas aufmerksam wurde. Man tourte mit Nightwish und „Psalms Of Extinction“ schaffte gar den Einstieg in die deutschen Albencharts. Mittlerweile ist Pains sechstes Studiowerk „Cynic Paradise“ auf dem Markt. Auf diesem erklingt krachender Industrial-Metal, etwas experimenteller sowie noch eine Spur elektronischer.

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Rihanna – Rehab

Einer geht noch. Mit „Rehab“ koppelt Rihanna den mittlerweile siebten Song aus ihrem Megaseller-Album „Good Girl Gone Bad“ aus. Der Erfolg gibt ihr dabei Recht, scheiterte doch lediglich das Duett mit Ne-Yo knapp an den deutschen Top 10. Nach dem tanzbaren Club-Track „Disturbia“ klingen bei der Midtempo-Ballade „Rehab“ nun wieder sanftere Töne an.

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Deathstars – Death Dies Hard

Ernst genommen wurden die Deathstars jenseits der schwarzen Szene bisher nicht wirklich. Außenstehende Magazine und Schreiberlinge äußerten sich teils doch eher amüsiert angesichts der durchaus abnormen Bandoptik, auch die musikalische Verwurzelung wurde ab und an aufs Korn genommen: Nicht ironisch genug für Rammstein-Verhältnisse, nicht grotesk genug für Marilyn Manson-Vergleiche. Mag man möglichweise so auslegen – dennoch hat die Band aus Stockholm einiges auf dem Kasten, bandinterne Hits wie „Synthetic Generation“ oder „Cyanide“ erweisen sich bei näherer Betrachtung als höchst eingängige Werke, die geschickt im Zwischenraum zwischen Industrial und Gothic Rock agieren und dazu eine schmonzig-dicke Lasur Glam aufgelegt haben. Ganze drei Jahre mussten die Fans der Truppe nun auf neues Material warten – die gute Nachricht vorweg: 2009 gibt es musikalischen Nachschub.

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