Pain Magazine

Pain Magazine – Violent God

Mitten im Winter gingen das französische Post-Hardcore-Trio Birds In Row sowie das französisch-amerikanische Industrial-Techno-Duo Maelstorm & Lousiahhh gemeinsam ins Studio. Einfach mal machen und schauen, was dabei rauskommt, das war der ursprüngliche Plan. Aus einem ersten Track wurde schnell ein gemeinsames Album. Pain Magazine klingen in etwa so, wie man sich das ob der beteiligten Musiker erwartet – laut, aufbrausend, heavy, aber auch unterkühlt und synthetisch. All das wird schon bald auf die Bühne gebracht. Bis dahin hält der Einstand „Violent God“ bei Laune.

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Ende

Ende – Utopia

Zu zweit als Kreativzelle, live als Quartett, zudem stets irgendwo zwischen Wien und Linz unterwegs: Ende stehen erst am Anfang, um dieses schwache wie offensichtliche Wortspiel zu bemühen. Seit Frühjahr 2023 veröffentlichen die Österreicher ihre Singles, die irgendwo zwischen Post Punk, dem aktuell grassierenden NDW-Mini-Revival, Indie und Pop angesiedelt sind. Nun wird erstmals ein klein wenig gebündelt: Mit „Utopia“ legt das Duo eine EP vor, die sich unter anderem mit kaputten Beziehungen, unerfüllten Sehnsüchten sowie dem oft fließenden Übergang zwischen Hoffnung und Untergang befasst.

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From Fall To Spring

From Fall To Spring – Entry Wounds

Jede Musikrichtung hat ihre Zeit – und ihr Revival. So lässt sich die Hochphase des Nu Metal zeitlich in den späten 90er Jahren verorten, während zu Beginn dieses Jahrtausends sämtliche Core-Richtungen angesagt waren – von Metalcore über Post-Hardcore bis hin zu Trancecore. Während Metalcore eigentlich nie so ganz weg war, gewann der zwischenzeitlich ziemlich tote NumMetal-Sound in den letzten Jahren wieder an Beliebtheit. Was das alles mit From Fall To Spring zu tun hat? Nun, die Saarländer vermengen die beiden Musikrichtungen zu ihrem ureigenen Sound und das seit 2017 zunehmend erfolgreicher – der diesjährige ESC-Vorentscheid, bei dem es das Sextett ins Halbfinale schaffte, dürfte da auch noch seinen Teil zu beigetragen haben. Ihr neues Album „Entry Wounds“ sollte somit eine nicht gerade kleine Hörerschaft erreichen können.

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Robert Plant

Robert Plant – Saving Grace

Eine musikalische Reise mit Robert Plant ist immer ein Grund zur Freude. Von seinen großen Hard-Rock-Stadion-Tagen ist er inzwischen weit entfernt, erforscht mit seinen Alben und wechselnden Begleitungen sämtliche Ecken des Erdballs und findet doch immer wieder zurück zu seiner alten Liebe für Blues, Folk, Country und Gospel. Exakt das sind die Eckpfeiler für das neueste Werk seiner Band Saving Grace, mit der er inzwischen seit sechs Jahren zusammenspielt, die er in seiner walisischen Heimat fand. Gemeinsam widmet man sich einer Serie an Cover-Versionen, unter dem Titel „Saving Grace“, das Plant und die fantastische Sängerin Suzi Dian nebeneinanderstellt.

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ClickClickDecker

ClickClickDecker – Wir waren immer schon da

Kurze Pause, langer Seufzer, Beinahe-Auflösung und triumphale Rückkehr: Die Jahre seit dem Release vom „Am Arsch der kleinen Aufmerksamkeiten“ waren für ClickClickDecker spannend, um es höflich auszudrücken. Verluste und Lebensumbrüche sorgten zudem für Veränderungen in der Musik, denn Kevin Hamann geht seine Texte weniger zynisch an und gibt sich fast schon sanft, altersmilde. Diese Klarheit bringt das Trio in eine halbe Stunde „Wir waren immer schon da“ ein, das gleichermaßen Platz für das Gemeinsame im Leben findet und doch immer wieder unterstreicht, dass der Status Quo dieser Welt eigentlich nicht in Ordnung ist.

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Sprints

Sprints – All That Is Over

Eines der ersten Alben des Vorjahres war auch eines der besten: „Letter To Self“ erschien direkt zu Jahresbeginn 2024 und machte Sprints aus dem Stand zu einer der Bands to watch, was die Touren und Festival-Auftritte der Folgezeit bestätigten. Gitarrist Colm O’Reilly zog sich früh zurück, weil die öffentliche Aufmerksamkeit nichts für ihn war, mit Zac Stephenson wurde ein mehr als adäquater Ersatz gefunden. Gemeinsam wollte man den eigenen Sound weiter ausreizen und neue Extreme finden, zudem den großen Graben zwischen einer Zeit voller Erfolge und Veränderungen sowie der immer hässlicher werdenden Welt ringsum entsprechend ausleuchten und verarbeiten. „All That Is Over“ versucht sich daran.

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Automatic

Automatic – Is It Now?

Erst sorgten sie mit ihrem Motorik-Pop für Bewegung, nun soll Deviant-Pop dem Brainrot im Hier und Jetzt entgegenwirken: Automatic mögen es gerne ungewöhnlich und doch eingängig, das zeigten sie zuletzt vor gut drei Jahren auf „Excess“. In der Zwischenzeit haben sie ihren synthetischen Ansatz noch weiter auf ein absolutes Minimum heruntergebrochen, zynisch und schwarzhumorig, betont respektlos. „Is It Now?“ will Unterdrückungsstrukturen durch neue Dringlichkeit aufbrechen und ruft zu einer Art kleinen Revolution gegen Konsum und zerstörerische Strukturen auf, begleitet von minimalistischer Eingängigkeit.

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Rage

Rage – A New World Rising

Peavy Wagner ist ein echtes Arbeitstier. Anders ist es nicht zu erklären, dass der Rage-Vokalist mit seiner Band in 40 Jahren bereits 27 Alben rausgehauen hat – und das trotz einer phasenweise sehr wechselhafter Bandbesetzung. Auch wenn die Hochphase des Herner Trios ganz klar in den 90er und 00er Jahren zu verorten ist, steht die Band auch heute noch voll im Saft – immerhin haben Rage im letzten Jahr mit dem sehr abwechslungsreichen „Afterlifelines“ ein spätes Karrierehighlight abgeliefert. Und jetzt, nur ein Jahr später, kommt mit „A New World Rising“, dem 28. Studiowerk, schon der Nachfolger in die Läden.

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Coach Party

Coach Party – Caramel

Erst ein Paukenschlag von einem ersten Album, nun das energische Follow-up: Binnen kürzester Zeit haben sich Coach Party von der Isle of Wight in die kollektive Herzen von Rock- und Punk-Fans gespielt. Auf ihre bereits umjubelten drei EPs folgte mit „Killjoy“ der Einstieg in die britischen Top 75, selbstverständlich auf betont kompromisslose Weise. Irgendwo zwischen Indie-Charme, Riot-Grrrl-Wucht, noisigem Punk und poppigen Songs für die große Bühne baute sich das Quartett schnell seine Identität auf. Der Zweitling könnte kaum besser zum Hier und Jetzt passen, denn „Caramel“ beleuchtet Isolation und Einsamkeit trotz konstanter Erreichbarkeit, aber auch den Weg zurück ins Leben dank Freunden.

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Hunny

Hunny – SPIRIT!

Nach dem sympathischen „Hunny’s New Planet Heaven“ konzentriert sich Jason Yarger nun auf das Wesentliche und macht Hunny zum Soloprojekt. Klar, die Prioritäten haben sich geändert, er ist glücklich verheiratet und hat ein Kind, was sich auch auf die verarbeiteten Themen auswirkt. Die alten freundschaftlichen und kreativen Bande bleiben jedoch bestehen – Ex-Bassist Kevin Grimmett tritt als Co-Producer auf, Ex-Drummer Joey Anderson spielte das Schlagzeug ein – und geben der Platte einen einigermaßen vertrauten Anstrich. Gleichzeitig möchte Yarger sein Projekt in eine bewusst abstraktere und verspieltere Richtung lenken, genoss die Freiheit, seine Ideen einfach zu verfolgen. Das bekommt „SPIRIT!“ hörbar gut.

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