Marcus Marr & Chet Faker – Work

Angefangen hat alles über Twitter, als Chet Faker einen Song des Süd-Londoner DJs Marcus Marr teilte. Schnell kam man miteinander ins Gespräch, entlarvte sich gegenseitig als Musik-Nerd und schloss Freundschaft. Faker, im bürgerlichen Namen Nicholas Murphy, besuchte den Briten schließlich dieses Jahr im Studio. Dabei entstand eine 4-Track-EP, die House-Klänge in all ihrem Facettenreichtum mit der weichen, durchaus souligen Stimme des Australiers vereint. Unter dem Titel „Work“ ist sie nun digital über Marrs eigenes Label Detail Records erhältlich.

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Lea Porcelain – Lea Porcelain EP

Unter dem Banner Lea Porcelain kollidieren zwei Welten im Rhein-Main-Gebiet: Markus Nikolas, seit Jahren erfolgreich in der europäischen Independent-Szene unterwegs, und Julien Bracht, der einst bei Sven Väths Plattenfirma unter Vertrag war. Ihr gemeinsamer Sound basiert auf finsterer, alles verschlingender Elektronik in Verbindung mit Post Punk, depressiver Popmusik, Echokammer und tiefster Hochachtung vor Joy Division. Die erste EP trägt den Titel der Band und wagt sich in vier Kapiteln auf eine höchst faszinierende Forschungsreise.

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Pelzig – Medium Cool World

Da sind sie auf einmal wieder, urplötzlich, als hätte es die letzten elf Jahre nicht gegeben. Tatsächlich ist mittlerweile mehr als eine Dekade seit dem letzten Pelzig-Album vergangen. Zwischen Ingolstadt und München schien es zuletzt ruhig geworden zu sein um die zur Hälfte aus Slut-Mitgliedern bestehende Band. Warum diese Jahre des Nichts? Letztlich ist es egal, denn „Medium Cool World“ offenbart nun eine spannende Momentaufnahme und präsentiert Songs, die über einen längeren Zeitraum geschrieben wurden. Ob die Platte bereits zum Release hin altbacken ist?

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Silbermond – Leichtes Gepäck

Seit mittlerweile elf Jahren gehört die Pop-Rock-Band Silbermond aus Bautzen in Sachsen zu den erfolgreichsten deutschsprachigen Künstlern. Weit mehr als fünf Millionen verkaufte Platten, jeweils zwei Nr. 1-Alben und -Singles sowie unzählige Auszeichnungen sind nur einige Belege für ihr herausragendes Standing im hiesigen Musikbusiness. Nach exakt drei Jahren Pause kehrt die Truppe um Frontfrau Stefanie Kloß, die derzeit erneut in der Jury von „The Voice of Germany“ sitzt, mit ihrem fünften Studioalbum zurück. Der Name „Leichtes Gepäck“ ist dabei absolut Programm, setzt man doch weniger auf bleischwere und bedeutungsschwangere Songs, denn auf alltägliche Themen mit erfrischendem Sound.

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Sans Parade – Artefacts

Alles begann mit den Überresten eines Briefs, den das Trio Sans Parade während eines Videodrehs fand. Die zusammengestückelten Artefakte boten herzzerreißende Einblicke in eine zerbrochene Liebe und wurden zur Inspiration für das neue Album der finnischen Band. „Artefacts“ behandelt eine Reihe an Fundstücken und Fragmenten – Gesprächsfetzen vom Nachbartisch im Restaurant, alte chinesische Sprichwörter, religiöse Zitate aus dem Fernsehen – im gewohnt anspruchsvollen, herausfordernden Art-Pop-Format.

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Placebo – MTV Unplugged

Einst war ein „MTV Unplugged“-Album großer Karrierehöhepunkt und gleichzeitig Krönung für Bands und Musiker. Diese Ausnahmestellung hat die Reihe längst verloren. Wenn sie aber glänzt, dann dafür richtig – siehe zuletzt beispielsweise Max Herre und Gentleman. Auch Placebo werden nun in den nicht mehr ganz so elitären Kreis aufgenommen, und das pünktlich zum 20jährigen Jubiläum. Zu hören ist eine Band, die es sich verdient hat und so manche starke Idee aufs Parkett bringt.

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Kneebody + Daedelus – Kneedelus

Die Theorie der technischen Singularität geht davon aus, dass der Mensch mehr und mehr mit Computer-Technologie verschmelzen wird. Ähnliche Bestrebungen lassen sich bereits in der Jazz-Welt beobachten, wo Electro-Künstler mit Jazz-Formationen kollaborieren, oftmals aber nur ein paar schüchterne Synthis liefern. Das Jazz-Quartett Kneebody und das elektronische Duo Daedelus gehen nun aber neue Wege. „Kneedelus“ beruht von vorne bis hinten auf vollständiger Gemeinschaftsarbeit in Arrangierung und Ausführung.

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Blank & Jones present Chilltronica N°5

Wenn der Herbst langsam aber sicher in den Winter übergeht und nasskaltes Wetter das Land fest in seinen Klauen hat, dann ist es Zeit für eine neue Ausgabe der beliebten „Chilltronica“-Reihe. Blank & Jones zeigen sich auch dieses Mal wieder von ihrer Schokoladenseite, wenn sie mit einer Mischung aus eigenen Tracks und Beiträgen von Talenten dem allgegenwärtige Grau den Kampf ansagen. Auf der mittlerweile fünften Ausgabe hat sich auch ein Klassiker im besonderen Gewand eingeschlichen.

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Forbidden Seed – From Sand To Eternity

Richtet man seinen Blick dieser Tage auf Griechenland, liegt der Fokus zumeist auf der Griechenlandkrise und den Folgen wie Privatisierung, Verarmung und Radikalisierung. Geht es hingegen um griechische Musik, werden die meisten Deutschen bestenfalls mal was vom Sirtaki oder von deutschen Schlagersängern griechischer Herkunft gehört haben. Doch Griechenland hat mehr zu bieten als Alexis Sorbas und Costa Cordalis – sogar eine funktionierende Heavy-Szene konnte sich dort etablieren, inklusive großartiger Bands wie Firewind, Rotting Christ und Septicflesh. Und auch in Zeiten der Krise gibt es dort hoffnungsvollen musikalischen Nachwuchs. Eines der besten Beispiele sind Forbidden Seed, die sich auf ihrer Debütscheibe „From Sand To Eternity“ ganz dem Power Metal amerikanischer Prägung verschrieben haben.

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Blue – Colours

Seit mittlerweile 15 Jahren ist die britische Boyband Blue eine feste Größe im europäischen Musikgeschäft. Songs wie „All Rise“, „U Make Me Wanna“, „Breathe Easy“ oder „Sorry Seems To Be The Hardest Word“ zusammen mit Elton John entwickelten sich nicht nur zu riesigen Radiohits, sondern waren auch kommerziell höchst erfolgreich. Passend zum Bandjubiläum veröffentlichen die vier Jungs aus London nun auch in Deutschland ihr fünftes Studioalbum „Colours“, welches in ihrer Heimat Großbritannien bereits im März erschienen ist. Darauf präsentieren sie sich musikalisch merklich gereift und mischen betont lässige RnB- und Soul-Nummern mit klassischen Balladen, die zu einem insgesamt stimmigen Gesamtpaket führen.

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