The Fratellis – Eyes Wide, Tongue Tied

„Chelsea Dagger“, „Flathead“, „Mistress Mabel“ – der große Durchbruch der Fratellis, deren ersten beiden Alben es in die britischen Top 5 schafften, ist bereits etliche Jahre her. Nach einer kleinen Bandpause fiel das Mini-Comeback mit „We Need Medicine“ vor zwei Jahren eher durchwachsen aus. Und doch lässt sich das schottische Trio von solchen Rückschlägen nicht beeindrucken. Für „Eyes Wide, Tongue Tied“ holte man sich abermals Produzent Tony Hoffer an Bord, der bereits beim Debütalbum „Costello Music“ an den Reglern saß.

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BOY – We Were Here

BOY, die musikalische Ebene der Freundschaft von Valeska Steiner und Sonja Glass, findet endlich eine Fortsetzung. Vier Jahre ist es bereits her, dass das Debütalbum „Mutual Friends“ sich in den deutschen Charts festsog und sogar die Top 10 erreichte. Airplay-Hits in Dänemark und Japan sowie eine kleine Nordamerika-Tour sollten folgen. Abermals durch Produzent Philipp Steinke unterstützt, widmet sich „We Were Here“ der Weiterentwicklung und bleibt dabei stets dem eigenen Sound treu.

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The Wild Wild – Into The Sea, Into The Stars

Benjamin Dunn war auf Reisen, trampte, machte Straßenmusik, lebte, liebte und verlor, fand zur Religion und wandte sich wieder davon ab. Seine gebündelte Lebenserfahrung veröffentlicht der US-Amerikaner nun unter dem Pseudonym The Wild Wild. Für sein Debütalbum „Into The Sea, Into The Stars“, ein Zweiteiler, ließ er sich ebenso von den „Chroniken von Narnia“, der griechischen Mythologie und den unendlichen Weiten des Weltraums inspirieren.

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Radkey – Dark Black Makeup

Eminem, Jesse James, Jane Wyman – die Liste der berühmten Töchter und Söhne der Stadt St. Joseph im US-Bundesstaat Missouri könnte unterschiedlicher kaum sein. Auch die drei Brüder Darrion, Isaiah und Solomon Radke, 22, 20 und 18 Jahre jung, wuchsen dort auf, zogen mit ihrer 2010 gegründeten Band Radkey aber kürzlich nach Kansas City, wo nach ihren Angaben deutlich mehr los sein soll. Vermeintliche ländliche Zurückgezogenheit hört man ihrem Debütalbum „Dark Black Makeup“ sowieso nicht an. Stattdessen lehren sie unter anderem alten Danzig-Anhängern das Fürchten.

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Madsen

Madsen – Kompass

Von wegen One-Hit-Wonder: Auch zehn Jahre nach ihrem Einstand und „Die Perfektion“ haben Madsen weiterhin einen Fixplatz in der deutschen Indie-Landschaft. „Wo es beginnt“ schaffte es gar auf Platz 2 der Album-Charts, mit „10 Jahre Madsen Live“ würde überdies ein sympathsicher Bühnen-Rückblick eines legendären Show-Reigens veröffentlicht. Ob die Wendländer mit ihrem sechsten Album „Kompass“ noch aufregen oder gar überraschen können? Die kurze Antwort: ja und nein.

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Empire Of Sound – Out Of The Norm

The Roots, Robert Glasper Experiment und nun Empire Of Sound – die Kombination von HipHop und Jazz entlockt dem guten, alten Sprechgesang neue Facetten zwischen Feuilleton und Massenkompatibilität. Hinter dem internationalen Imperium stecken unter anderem der US-amerikanische MC Mattic und Komponist / Keyboarder Juke aus Frankreich, die gemeinsam mit einer Jazz-Band und zahlreichen Gästen den Erstling „Out Of The Norm“ – nomen est omen – auf die Beine stellen.

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Le Very – V

Le Very wollen nicht nur „larger than life“ sein, sie sind bereits auf dem besten Weg dazu. Drei Musiker und zwei Tänzerinnen konnten sich auf eine große Pop-Bandbreite einigen, die von Electro über RnB bis zu Jazz reicht. Cheesiness trifft auf Tiefgang und brachte dem deutschen Quintett unter anderem bereits eine gemeinsame Tour mit Zoot Woman ein. Nun erscheint das Debütalbum „V“ und versucht die komplexe wie eingängige Mischung aus Musik, Licht und Tanz auf Platte zu bannen.

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Frank Turner – Positive Songs For Negative People

Frank Turner, das ist der gute Kumpel, mit dem man gerne ein Bierchen zischen geht. Nach dem Ende seiner Band Million Dead wurde der Brite zum geschätzten Singer/Songwriter, der mit seiner nunmehrigen Band The Sleeping Souls weit über die gängige Wahrnehmung als Folk-Punker hinausschießt. Tatsächlich war das 2013 erschienene „Tape Deck Heart“ Turners Bandplatte mit Radioformat. Für „Positive Songs For Negative People“ hingegen arbeitete er unter Live-Bedingungen, weicht aber keineswegs vom überlebensgroßen Indie-Pub-Sound ab.

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Deaf Wish – Pain

„Sollten wir nur zwei gemeinsame Shows spielen, dann ist das eben so.“ – acht Jahre später veröffentlichen Deaf Wish aus Australien ihr erstes Album bei Sub Pop und zeigen, dass sie überleben können, auch wenn nichts für die Ewigkeit geschaffen werden sollte. Der laute, kratzbürstige Ansatz von „Pain“ bewegt sich irgendwo zwischen Punk, Noise, Shoegaze und Alternative Rock mit einem Hauch Neo-Grunge.

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Herrenmagazin – Sippenhaft

Seit zehn Jahren schwimmen Herrenmagazin in der durchaus weiten deutschsprachigen Indie-Rock-Welt mit, warten aber nach wie vor auf den großen Wurf. Sie sind Söhne prominenter Eltern, beackern die Bühnen des Landes und spüren langsam den eigenen Wechsel in die Elterngenerationen. ‚Druck‘ ist somit ein Schlagwort für den Nachfolger von „Das Ergebnis wäre Stille“; Druck, den man sich selbst macht; Druck, der „Sippenhaft“ zu einer weiteren starken Platte reifen lässt.

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