Dragonforce – Maximum Overload

Beim heutzutage weitestgehend in Vergessenheit geratenen Downloadportal Mp3.com nahm vor 15 Jahren eine Erfolgsgeschichte ihren Anfang, die ihren bisherigen Höhepunkt im 2012 veröffentlichten, durchweg überzeugenden Album „The Power Within“ fand. Die Rede ist natürlich von Dragonforce, jenem britischen Metal-Sextett, das sich nach Auswechslung ihres Ledsängers qualitativ noch einmal ordentlich steigern konnte. Aufsehen erregte das britische Sextett von Beginn an durch die fulminante Kombination aus der hohen Geschwindigkeit des Speed Metals mit dem Cheese-Faktor des Melodic Metals – wobei Dragonfoce beide Elemente deutlich auf die Spitze getrieben haben. Diesem Geheimrezept ist die Band auch bis heute weitestgehend treu geblieben und wird dafür sowohl geliebt als auch gehasst – woran sich wohl auch nach Veröffentlichung des sechsten Albums „Maximum Overload“ nichts ändern wird.

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DZ Deathrays – Black Rat

Es ist kurios, die Wiederauferstehung einer anderen Band zu beschreiben, während man eine Review einleitet (beste Grüße an die Meta-Ebene), doch letztlich gäbe es DZ Deathrays wohl nicht ohne Death From Above 1979, die nächstes Monat ihr Comeback-Werk veröffentlichen. Dennoch, die beiden Australier, um die es hier eigentlich gehen sollte, sind längst mehr als nur potentielle Thronfolger. Das Debütalbum „Bloodstreams“ arbeitete mit jener fatalen Mischung aus Dancepunk, Noise Rock und Indie Pop, die einst Keeler und Grainger popularisierten, vielleicht noch eine Spur direkter und gefährlicher. Nun ist das zweite Album „Black Rat“ da, natürlich mit Verspätung von der südlichen Halbkugel übersetzend – wie sollte es auch anders sein.

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JJ – V

Es muss etwas im Wasser sein – oder in der Luft. Egal, was es ist: Kaum eine andere Nation versteht sich derart präzise auf luftigen Pop jedweder Couleur wie Schweden. JJ, das Duo um Elin Kastlander und Joakim Benon, debütierte 2009 mit einer Mischung aus Indie Pop und HipHop, legte letztere Einflüsse im Laufe der Jahre aber nach und nach ab. Heute sind davon bestenfalls noch Reste zu erkennen, dafür ist die klare Schönheit ihrer Musik geblieben. Ihr drittes Album trägt den etwas kuriosen Titel „V“ und zelebriert die Kraft der Pausen.

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Julian Nantes – So Walk Slow

Nach der freundschaftlichen Trennung von High Level Headphones wagte sich Julian Leixnering als Julian Nantes auf Solopfade. Gitarre, Bassdrum, Kick Tambourine – mit einfachsten Mitteln wurde aus dem Salzburger Singer/Songwriter eine One-Man-Band. International geprägt und fern von jeglichem Lokalkolorit, hat Nantes gleich zwei heiße Eisen im Feuer: Neben seiner Tätigkeit bei The Helmut Bergers, die aktuell neues Material anteasern, erscheint die zweite Solo-EP „So Walk Slow“ im kompakten Digipak-Format.

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Klangkarussell – Netzwerk

Es ist schon ein wenig schräg, was die beiden Österreicher Adrian Held und Tobias Rieser a.k.a. Klangkarussell gleich zu Beginn ihrer Karriere geschafft haben. Als ihr „Sonnentanz“ 2012 – oh ja, es ist schon zwei Jahre her – zum Sommerhit avancierte und bis zum Jahreswechsel in den Top 10 der deutschen Charts verweilte, bot sich eine einmalige Gelegenheit: den Tanz noch eine weitere Saison zu tanzen. Mit Will Heards Vocals erlebte „Sonnentanz (Sun Don’t Shine)“ tatsächlich einen zweiten Sommer und wird erst jetzt – pünktlich zum Release des Debütalbums „Netzwerk“ – durch die zweite Single abgelöst.

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Marlon Roudette – Electric Soul

Sich von seiner erfolgreichen Band zu trennen und auf Solopfaden zu wandeln, stellt nicht nur für Ex-Boy- oder Girlgroup-Mitglieder ein oftmals risikoreiches Unterfangen dar. Auch Marlon Roudette, der 2005 als Mitbegründer des Duos Mattafix mit dem Hit „Big City Life“ die Musikwelt im Sturm eroberte, wagte im Jahr 2011 den Schritt in die Selbstständigkeit. Das Ergebnis ist bekannt: Platz 1 in Deutschland für die Debütsingle „New Age“ und ebenso hohe Chartplatzierungen in weiteren europäischen Ländern; auch das Album mit dem bezeichnenden Titel „Matter Fixed“ schaffte den Sprung in die Top 10. Fast exakt auf den Tag genau drei Jahre später versucht der Stiefsohn der schwedischen HipHop-Künstlerin Neneh Cherry, die ihrerseits zusammen mit Youssou N’Dour und „7 Seconds“ 1994 einen Welthit hatte, an ebenjenen Erfolg anzuknüpfen. Der Nachfolger „Electric Soul“ jedenfalls geht mit hohen Erwartungen ins Rennen.

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The Bulletmonks – No More Warnings

Rotzig, ruppig, entfesselt – nicht gerade still und kaum heimlich haben sich The Bulletmonks ihren Ruf als treibende Kraft im Hard Rock-Sektor erarbeitet. Mittlerweile sind die Nürnberger zu fünft. Da sich Tyler Voxx nun voll und ganz auf den Gesang konzentrieren will, übernimmt mit Shark Shooster ein neuer Mann die Gitarre. Dazu ist seit Sommer 2013 Neuschlagzeuger Bristle Brush Johnson, ein Absolvent der L.A. Music Academy, an Bord. Gemeinsam nahm man das mittlerweile dritte Album „No More Warnings“ im Kellerstudio von DESSS Recordings auf.

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Beatsteaks – Beatsteaks

Der Anfang wäre beinahe zum Ende geworden: Nach einem Produktionstreffen zum DVD-Projekt „Muffensausen“ stürzte Schlagzeuger Thomas Götz über eine Wendeltreppe und brach sich den Schädel. Die Rhythmusmaschine der Beatsteaks hat sich nach langer Reha-Phase mittlerweile komplett erholt und verprügelt die Schießbude mit gewohnter Vehemenz. Für die Band wurde dieser Unfall zum Weckruf: Nach den schier endlosen Arbeiten an „Boombox“ wurde das siebte, schlicht „Beatsteaks“ betitelte Album in aller Kürze eingespielt. Elf Songs in zehn Tagen – ein spontanes Statement der ungemein populären Berliner Rocker.

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Hanne Kolstø – Stillness And Panic

Seit 2012 veröffentlicht Hanne Kolstø (ehem. Thelma & Clyde) im Jahresrhythmus neue Musik, doch außerhalb ihrer norwegischen Heimat hat man davon bislang kaum Notiz genommen. Die in Sunnmøre residierende Künstlerin wurde unter anderem bereits für den norwegischen Grammy nominiert und durfte für ihre mittlerweile dritte Platte „Stillness And Panic“ gleichermaßen großes Lob von Fans und Kritikern einheimsen. Verdienter Lohn: ein Deutschland-Release dieser faszinierenden Pop-Platte zwischen Indie, Electro und Kammermusik.

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Unisonic – Light Of Dawn

Nicht weniger als den legitimen Nachfolger der Keeper-Alben erhofften sich einige Helloween-Fans von der Kai Hansen- / Michael Kiske-Zusammenarbeit unter dem Namen Unisonic. Die vorab veröffentlichte, ziemlich metallische EP „Ignition“ nährte diese Hoffnungen noch zusätzlich. Tatsächlich war das selbstbetitelte Debütalbum dann eher im Hard Rock-Sektor angesiedelt und entwickelte sich angesichts der überzogenen Erwartungshaltungen zu einer kleinen Enttäuschung. Qualitativ konnte man der Band jedoch schon damals keinen Vorwurf machen, zumal „Unisonic“ ganz klar zu den stärksten Hard Rock-Alben des Jahres 2012 gehört. Im Juni diesen Jahres meldeten sich Unisonic schließlich abermals mit einem metallischen wie genialen Vorgeschmack in Form der „For The Kingdom“-EP zurück. Sollte sich die Geschichte mit dem Zweitwerk „Light Of Dawn“ also abermals wiederholen?

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