Schlagwort: Alternative Pop

Field Music – Commontime

Vier Jahre sind seit dem letzten Field Music-Album vergangen. Auf dem Papier ist das einiges, sieht man sich aber die Aktivitäten der Gebrüder Brewis in der Zwischenzeit an, so geht das vollkommen in Ordnung. Peter vertonte gemeinsam mit Paul Smith (Maximo Park) Reiseberichte, David brachte mit School Of Language eine starke Platte raus. Nun also das erneute Zusammentreffen der beiden auf „Commontime“ – 58 Minuten Musik mit kunstvollem, hibbeligem Indie-Pop und tanzbarer Gitarren-Mucke.

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Mass Gothic – Mass Gothic

Ein Ende, um fünf Euro fürs Phrasenschwein aufzuwärmen, kann manchmal auch ein Anfang sein. Als sich Noel Heroux mit Depressionen und kreativem Frust konfrontiert sah, blieb ihm nichts anderes übrig, als seine Band Hooray For Earth aufzulösen. Der verschobene Fokus auf das eigene Solo-Schaffen machte den Kopf frei und brachte neue Energie; Energie, die Heroux nun in sein Soloprojekt Mass Gothic investiert. Der in New York wohnende Künstler setzt auf dem eponymen Debüt auf Gitarrenpop in besonders kruder, experimenteller Form.

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Abu – Reset

Das Debütalbum vergessen, ausgeblendet und ganz anders an den eigenen Sound herangegangen: Genau das versucht Abu im Vorfeld seiner neuen Platte. Mit dem Einstand „Earn & Seed“ soll das neue Werk des Schweizers nicht zu tun haben, von bislang unerkundeten Wegen und Experimentierfreudigkeit ist die Rede. Tatsächlich passt „Reset“ als Titel wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge und setzt smarte Alternative-Impulse mit Hang zu elektronischen Ausflügen.

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Sans Parade – Artefacts

Alles begann mit den Überresten eines Briefs, den das Trio Sans Parade während eines Videodrehs fand. Die zusammengestückelten Artefakte boten herzzerreißende Einblicke in eine zerbrochene Liebe und wurden zur Inspiration für das neue Album der finnischen Band. „Artefacts“ behandelt eine Reihe an Fundstücken und Fragmenten – Gesprächsfetzen vom Nachbartisch im Restaurant, alte chinesische Sprichwörter, religiöse Zitate aus dem Fernsehen – im gewohnt anspruchsvollen, herausfordernden Art-Pop-Format.

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It’s The Lipstick On Your Teeth – No Youth EP

Nach dem etwas anderen Sommerhit melden sich It’s The Lipstick On Your Teeth in erweiterter Form zurück. Das Wiener Quartett macht sich musikalische Gegensätze zu eigen und verbinden punkige Hektik mit Pop-Appeal, Math-Kalkül mit Kunst-Installation. Was sich abstrakt liest, funktioniert auf Platte, zumindest mit etwas Geduld. Auf „No Youth“ sind nun gleich sechs Tracks zu finden, teils bereits bekannt, nach wie vor bärenstark.

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Kitsuné Maison 17 – World Wild Issue

Die Kitsuné-Sampler-Reihe geht bereits in ihre 17. Newcomer-Runde. Ein Blick auf die Liste jener Künstler und Bands, die zu Beginn ihrer Karriere von dieser französischen Institution gefördert wurden, zeugt von Qualität und Gespür: Bloc Party, Foals, Crystal Castles, Hurts, Digitalism und Citizens! sind nur einige von ihnen. 15 (plus zwei) neue Pop-Talente aus aller Welt wollen nun auf der sogenannten „World Wild Issue“ auf sich aufmerksam machen. Die Sterne dieser Newcomer zwischen Indie, Electro, Dance, Soul und Alternative stehen gut.

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Suralin – No Star

Bloß keine Zeit verlieren: Schnell und zielgerichtet begaben sich die vier Chemnitzer Suralin nach Graz ins Studio, um unter der Regie von Wolfgang Möstl ihr drittes Album einzuspielen. In vier Tagen waren 13 Songs im Kasten, zehn davon haben es letztlich auf „No Star“ geschafft, das nun auf dem neugegründeten Chemnitzer Label Atomino Tonträger erscheint. Alles bleibt in der Szene, und doch ist von Tunnelblick nichts zu hören.

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Empire Escape – You Are Not Alone

Zugegeben, langweilig wird es bei Empire Escape nicht so schnell. Nach Neugründung 2011 wurde das Post-Rock-Gewand des Vorgängerprojekts abgelegt und gegen melancholisch-poppige Indie-Töne eingetauscht. Nach dem Debütalbum „Colours“ stieg einer der Gitarristen aus, man machte zunächst zu dritt weiter und veröffentlichte eine EP. Nun offensichtlich wieder als Quartett unterwegs, schlägt der Zweitling „You Are Not Alone“ neue Töne an, wirkt insgesamt klarer und geordneter, kitschbefreiter.

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It’s The Lipstick On Your Teeth – Summer Suicide

Moderne Misanthrophie, Sturm und Drang, Paramore und The Dillinger Escape Plan – It’s The Lipstick On Your Teeth umgeben sich mit blumiger Sprache und sich auf die Füße tretenden Querverweisen; möchte man meinen, bis die Wiener zu spielen beginnen. Tatsächlich verbinden sie komplexen Mathcore mit Indie-Klängen und unwiderstehlichen Popmelodien. „Summer Suicide“ ist erst der zweite Song in der noch jungen Karriere dieses Quartetts, wohl aber ein erstes gewaltiges Ausrufezeichen.

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Everything Everything – Get To Heaven

Everything Everything sind sträflich unterschätzte Pop-Architeckten, die es, wie wenige andere Bands verstehen, einprägsame Songs mit Anspruch zu schreiben, die irgendwie anders sind. Für den Nachfolger zu „Arc“ standen die Briten vor der Aufgabe Jonathan Higgs‘ nachdenkliche, zerstörerische Texte mit eingängigen Refrains zu versehen. „Get To Heaven“ wagt den Spagat und zelebriert eine geschickte Punktlandung.

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