Schlagwort: Alternative Pop

Shura

Shura – Forevher

BKLYNLNDN. Was im ersten Moment wie eine wilde Aneinanderreihung von Buchstaben aussehen mag, ist in Wahrheit eine Kurzform von Brooklyn London – und eine gute Umschreibung, worum es auf Shuras neuem Album „Forevher“ geht. Kürzlich ist die gebürtige Britin nämlich von London nach Brooklyn gezogen, um näher bei ihrer Liebsten zu sein, die sie über eine Dating-App kennen lernte. Weite Teile der Platte handeln von dieser intensiven Liebe, und eben drauf bezieht sich auch eine weitere Kurzform innerhalb des Albumtitels: „Forevher“ bedeutet nämlich nicht weniger als „Forever (With) Her“.

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Los Retros

Los Retros – Retrospect

Mauri Tapia ist kaum aus der High School raus, schon nähert er sich dem großen Durchbruch. Bereits seit seinem 16. Lebensjahr veröffentlicht er als Los Retros Musik, irgendwo zwischen Soft Rock und Alternative Pop angesiedelt. Der Retro-Vibe steckt bereits im Künstlernamen – die 60s und 70s lassen grüßen – jetzt kommt er auch auf Platte. Zwei Monate nach dem digitalen Release erscheint die erste EP „Retrospect“ endlich auch auf Vinyl.

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Night Moves

Night Moves – Can You Really Find Me

Nach dem starken „Pennied Days“ wollten John Pelant und Micky Alfano ein Album voller Singles aufnehmen. Night Moves konzentrieren sich auf Hits und setzen auf sommerliche Sounds, die, man glaubt es kaum, im frostigen, unwirtlichen Winter von Minneapolis entstanden. Auch „Can You Really Find Me“ widmet sich der Vision des Duos von moderner Popmusik, die natürlich alles andere als gewöhnlich und glatt gebügelt klingt.

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Loma – Loma

Loma lernten sich auf Tour kennen, als das Ehepaar Emily Cross und Dan Duszynski aka Cross Record 2016 Shearwater supportete. Deren Sänger Jonathan Meiburg war ungemein angetan vom Sound der beiden, eine Session in einem Haus in Austin sollte folgen. Über die nächsten Monate setzten sich die Arbeiten fort, obwohl Cross‘ und Duszynskis Ehe zwischenzeitlich zerbrach. Beflügelt von dieser ungewissen Atmosphäre, entstand das schlicht „Loma“ betitelte Debüt.

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And The Golden Choir – Breaking With Habits

Nach einem überaus produktiven Jahr mit Klez.e widmet sich Tobias Siebert nun wieder And The Golden Choir, seiner zweiten großen musikalischen Liebe. Hier trifft Pop auf verschiedenste avantgardistisch angehauchte Indie- und Art-Zustände, die schon mal an Radiohead oder Everything Everything erinnern. Klingt kauzig, weiß aber zu funktionieren: Auf „Breaking With Habits“ ist der Name Programm und das Überschreiten von Grenzen willkommene Begleiterscheinung.

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Everything Everything – A Fever Dream

In ihrer britischen Heimat seit geraumer Zeit in den oberen Regionen der Album-Charts vertreten, fristen Everything Everything in weiten Teilen Europas weiterhin ein unverdientes Rand-Dasein. Dabei versteht es neben alt-J kaum eine zweite Band so gut, cleveren Pop mit anspruchsvollen Arrangements und durchdachten Texten zu verbinden. „A Fever Dream“ das nunmehr vierte Studioalbum, kombiniert Math und Alternative abermals mit einer überaus kritischen Beobachtung des Weltgeschehens.

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Fyfe – The Space Between

Eigentlich wollte Paul Dixon kein neues Album schreiben, sondern sich bloß sein Gefühlschaos von der Seele schreiben. In den beiden Jahren nach seinem starken Debüt „Control“ waren die Großmutter und mehrere enge Freunde verstorben. Auch wurde der Brite in dieser Zeit gleich dreimal Onkel. Von Geburt und Tod gezeichnet, nahm er Songs zwischen diesen beiden Extremen des Lebens auf. Herausgekommen ist dabei „The Space Between“, trotz allem weder Trauer- noch Jubelalbum.

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Spring King – Tell Me If You Like To

Als Teenager veranstaltete Tarek Musa Partys in seinem Elternhaus, teils ohne Gäste, und spielte Gitarrensongs, die er aus vorbeifahrenden Autos hörte. Heute ist er als Produzent und Frontmann von Spring King endlich mit einer Hörerschaft gesegnet. Das US-Quartett versteht sich auf durchaus feiertaugliche Rockmusik mit Garage- und Pop-Elementen, bleibt textlich aber eher düster. Auf „Tell Me If You Like To“ setzt es gleich zehn solcher kleiner Kunstwerke.

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Phoria – Volition

Trewin  Horward hat mit einer Erkrankung zu kämpfen, die viele Menschen in den Wahnsinn treiben würde, für Musiker aber besonders schlimm ist: Er nimmt jedes Geräusch um sich wahr, und zwar verstärkt. Dennoch, auch durch die Unterstützung und den Zusammenhalt in seiner Band Phoria bedingt, macht der Songwriter und Produzent weiter. Auf „Volition“ betreibt das britische Quintett Klangforschung der besonderen Art, die mit ihrer verspielten und beinahe avantgardistischen Herangehensweise für Vergleiche mit James Blake und Sigur Rós sorgte.

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Recreations – Baby Boomers 2

Get Cape. Wear Cape. Fly ist tot, es lebe Recreations. Sam Duckworth hat sich ein neues Pseudonym zugelegt, das musikalisch eine Spur lockerer und elektronischer unterwegs ist, sich dabei seinen Songwriter-Ethos aber bewahrt. Unter neuem Moniker kündigt er nun direktere, emotionalere Texte an, nimmt sogar das Unwort ‚Emo‘ in den Mund. „Baby Boomers 2“ könnte sein „Digital Ash In A Digital Urn“ werden.

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