Schlagwort: Alternative Rock

Black Orchid Empire – Yugen

Großbritannien, deine Alternative Rock-Bands. Gerade im etwas kantigeren Umfeld sprießen Nachwuchstalente im, pardon, Akkord aus dem Boden und bringen kraftvolle Hymnen en masse mit. Black Orchid Empire traten unter anderem bereits mit Giganten wie Biffy Clyro und Skunk Anansie auf – zwei Bands, die herrlich als Referenzen passen. Emotional und doch knackig geht das Trio sein mittlerweile zweites Album „Yugen“ an. Parallel dazu kommen sie mit Black Map für sechs Konzerte nach Deutschland.

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Courtney Barnett – Tell Me How You Really Feel

Binnen kürzester Zeit reifte Courtney Barnett von einer lokalen australischen Größe zu einer der wichtigsten weiblichen Rock-Stimmen der Gegenwart. Ihr charmantes Debüt und das gemeinsame Album mit Kurt Vile waren der perfekte Doppelschlag, um die Karriere der 30jährigen so richtig anzukurbeln. Auf „Tell Me How You Really Feel“ entdeckt Barnett nun eine neue musikalische Direktheit, die sich in pointierterem Songwriting äußert.

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Second Letter – Cicatrix

15 Jahre lang hatte Rob Haworth seine Songwriter-Feder beiseitegelegt. Von seinen einstigen (Post-)Hardcore-Schauplätzen blieb nur noch Staub, stattdessen trieb der US-Amerikaner vornehmlich seine Karriere als Author und Akademiker voran. Mit seinen alten Bands hat Second Letter allerdings nicht sonderlich viel gemein. Der deutlich entschlacktere Rock-Sound erinnert eher an Guided By Voices oder den jüngsten Versuch der Foo Fighters, ein großes AOR-Album zu schreiben. Das Debütalbum „Cicatrix“ setzt sich, wie bei Haworth nicht anders zu erwarten, pointiert und kritisch mit etablierten wirtschaftlichen und (sozial-)politischen Strukturen auseinander.

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Fuck Yeah – Funny Farm

Fuck Yeah – der Name ist Programm. Anlaufschwierigkeiten kennt das Quartett aus München nicht, denn kurz nach Bandgründung erschien eine erste EP, wenige Monate später das Debütalbum „Fuck Yeah“. Was dort zu hören war, torpedierte Gevatter Rock mit Presslufthämmern und Bontempi-Orgeln: Freigeist pur mit guten Songs und gutgemeinten Experimenten. Mehr von dieser unorthodoxen wie kurzweiligen Mischung landet nun auf „Funny Farm“.

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Black Light White Light – Horizons

Manchmal darf es auch einfach nur ein wenig vor sich hinblubbern. So oder so ähnlich scheint das Motto von Black Light White Light zu sein. Mittlerweile vornehmlich ein Projekt des in Malmö ansässigen Martin Ejlertsen, der mit diversen Gästen zusammenarbeitet, widmen sich die Licht- und Schattenspiele einer bekömmlichen Mischung aus Indie, Psychedelia und Fuzz mit 60s- und 70s-Schlagseite, begleitet von gemächlichem Pop-Charme. Auf „Horizons“ geht es schon mal herrlich heimelig vor sich.

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Nerd School – Blue Sky For White Lies

Knapp sechs Jahre nach ihrem Debütalbum „Ready Set Go“ meldet sich das Power-Duo Nerd School wieder zurück aus dem Studio. Tom und Lars machen aus instrumentalem Minimalismus reihenweise starke Tracks zwischen Blues, Alternative, Punk und einem Hauch von Metal – vergleichsweise schlicht, ordentlich nach vorne und verdammt hymnisch. Zwischen Rock-Ohrwurm und unbequemen Gedankenreisen platziert sich das bärige „Blue Sky For White Lies“.

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Black Foxxes – Reiði

Erst vor vier Jahren gegründet, gingen Black Foxxes mit ihrem Debütalbum „I’m Not Well“ binnen kürzester Zeit durch die Decke. Ihr emotional aufgeladener Alternative Rock, unter anderem vom Gesundheitszustand von Frontmann Mark Holley beeinflusst (der Brite leidet an Morbus Chron), kratzte und harmonisierte sich zu Radio-Airplay, gut besuchten Tourneen und Festival-Gigs. Vor den Aufnahmen zum Nachfolger reiste er nach Island, um sich frische Inspiration zu holen. Mit „Reiði“ (dt. „Wut“) trägt die Platte sogar einen isländischen Titel.

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Turbowolf – The Free Life

Dicke Gitarren, mächtige Drums und der omnipräsente Schalk im Nacken: Turbowolf befinden sich seit jeher auf dem Sprung und sind zu höheren Weihen berufen. Ihr letztes Album „Two Hands“ donnerte vor drei Jahren durch sämtliche Rock- und Punk-Spielarten, von präzisem Synthi-Einsatz begleitet. Davon gibt es nun mehr, wobei die Briten bei den Aufnahmen zu „The Free Life“ fast wahnsinnig wurden. Sich komplett von der Außenwelt abzuschotten, mag vielleicht keine allzu gute Idee gewesen sein, das Ergebnis spricht allerdings für sich.

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Scraps Of Tape – The Will To Burn

Die schönsten musikalischen Momente tauchen oft aus dem kompletten Nichts auf. Wobei, ganz unbekannt sind Scraps Of Tape nun auch nicht. Seit 2000 veröffentlichen die Schweden in schöner Regelmäßigkeit süßlich-sperrigen Post Rock mit Alternative-, Math- und sogar Post-Hardcore-Einschlag. Für das mittlerweile sechste Studioalbum „The Will To Burn“ verbarrikadierte sich das Quintett in einer alten Schule auf dem Land und nahm ihr bislang stärkstes Werk auf.

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Ghostmaker – Buzz

Das Mini-Album nach dem Mini-Album ist zugleich das Mini-Album vor dem Mini-Album. Was nach einem Albtraum aus den Untiefen des Konfuzianismus klingt, umschreibt die Release-Politik von Ghostmaker. Als vergangenen Juni ihr erstes Halb-Album „Aloha From The Dark Shore“ erschien, wurde eine volle Platte, die eigentlich zuvor aufgenommen wurde, für die zweite Jahreshälfte ankündigt. Letztlich ist es Februar 2018 geworden, und dann ist „Buzz“ auch noch das zweite Kapitel einer Mini-Album-Serie. Klingt verwirrend? Eine bärenstarke halbe Stunde Rock mit Ecken und Kanten entschädigt für den Gehirnschwurbel.

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