Schlagwort: Alternative Rock

Cursive – Vitriola

Die bislang längste musikalische Dürreperiode in der gut zwei Jahrzehnte andauernden Bandgeschichte von Cursive ist vorbei: Stolze sechs Jahre vergingen seit „I Am Gemini“. Die Band aus Omaha, Nebraska war aber weiterhin aktiv, u.a. veröffentliche Tim Kasher mehrere Soloalben. Nun, erstmals seit „Happy Hollow“ 2006, arbeitet man wieder mit Saddle Creek-Ikone Mike Mogis zusammen, außerdem ist Schlagzeuger und Gründungsmitglied Clint Schnase zurück an Bord. „Vitriola“ zeigt das Quartett von seiner besten Seite mit dem vielleicht stärksten Album seit 15 Jahren.

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The Holy – Daughter

The Holy – nicht gerade ein Bandname, der besonders Google-freundlich wirkt. Dahinter verbirgt sich ein junges Quintett aus Finnland, erst vor wenigen Jahren gegründet und musikalisch in schroffen bis hymnischen Alternative- und Indie-Rock-Gefilden verankert. Auf dem Debütalbum „Daughter“ verarbeitet Frontmann Eetu Henrik Iivari in groben Zügen seine Kindheit und Jugend, seinen Umgang mit Depressionen und den politischen und sozialen Faktoren, die dafür mitverantwortlich waren.

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Black As Chalk – Ouro

Black As Chalk sind reif für den großen Wurf. Die Göttinger bereichern seit Jahren die heimische Rockszene, die große und verdiente Explosion blieb dem Indie-Trio bis dato jedoch verwehrt. Und so geben sie sich auf ihrer mittlerweile vierten Platte noch eine Spur härter und bissiger. „Ouro“ entdecken eine neue Klangästhetik und spielten ihre Songs live ein. Dieser Mut zu Blut, Schweiß, Tränen und ungeschönter Präsentation macht sich bezahlt.

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EMP!RE – Glue

Seit dem großen kommerziellen Durchbruch von Biffy Clyro drängen mehr und mehr britische Alternative-Rock-Bands gen Genre-Speerspitze; zumindest wirkt es so. Aktuellstes Beispiel für diesen Trend sind EMP!RE. Das Quintett teilte sich unter anderem bereits die Bühne mit HIM, Arcane Roots und InMe, und gilt unter der britischen Fachpresse als heißer Newcomer-Tipp. Kann das Debütalbum „Glue“ diese Vorschusslorbeeren erfüllen?

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Blackout Problems – Kaos

Kraft aus dem Rückschlag, Kontrolle gegen Unstetigkeit eintauschen: Die zwei Jahre seit dem Release von „Holy“ waren für Blackout Problems alles andere als einfach. Zwischen Tourstress und emotionaler Dauerbelastung entstanden reihenweise Songs im beinahe klaustrophoben Verhältnis zwischen Schein und Sein. Auf „Kaos“ ist der Name Programm – und der dem Alternative Rock entstammende Sound breiter aufgestellt denn je.

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Black Orchid Empire – Yugen

Großbritannien, deine Alternative Rock-Bands. Gerade im etwas kantigeren Umfeld sprießen Nachwuchstalente im, pardon, Akkord aus dem Boden und bringen kraftvolle Hymnen en masse mit. Black Orchid Empire traten unter anderem bereits mit Giganten wie Biffy Clyro und Skunk Anansie auf – zwei Bands, die herrlich als Referenzen passen. Emotional und doch knackig geht das Trio sein mittlerweile zweites Album „Yugen“ an. Parallel dazu kommen sie mit Black Map für sechs Konzerte nach Deutschland.

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Courtney Barnett – Tell Me How You Really Feel

Binnen kürzester Zeit reifte Courtney Barnett von einer lokalen australischen Größe zu einer der wichtigsten weiblichen Rock-Stimmen der Gegenwart. Ihr charmantes Debüt und das gemeinsame Album mit Kurt Vile waren der perfekte Doppelschlag, um die Karriere der 30jährigen so richtig anzukurbeln. Auf „Tell Me How You Really Feel“ entdeckt Barnett nun eine neue musikalische Direktheit, die sich in pointierterem Songwriting äußert.

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Second Letter – Cicatrix

15 Jahre lang hatte Rob Haworth seine Songwriter-Feder beiseitegelegt. Von seinen einstigen (Post-)Hardcore-Schauplätzen blieb nur noch Staub, stattdessen trieb der US-Amerikaner vornehmlich seine Karriere als Author und Akademiker voran. Mit seinen alten Bands hat Second Letter allerdings nicht sonderlich viel gemein. Der deutlich entschlacktere Rock-Sound erinnert eher an Guided By Voices oder den jüngsten Versuch der Foo Fighters, ein großes AOR-Album zu schreiben. Das Debütalbum „Cicatrix“ setzt sich, wie bei Haworth nicht anders zu erwarten, pointiert und kritisch mit etablierten wirtschaftlichen und (sozial-)politischen Strukturen auseinander.

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Fuck Yeah – Funny Farm

Fuck Yeah – der Name ist Programm. Anlaufschwierigkeiten kennt das Quartett aus München nicht, denn kurz nach Bandgründung erschien eine erste EP, wenige Monate später das Debütalbum „Fuck Yeah“. Was dort zu hören war, torpedierte Gevatter Rock mit Presslufthämmern und Bontempi-Orgeln: Freigeist pur mit guten Songs und gutgemeinten Experimenten. Mehr von dieser unorthodoxen wie kurzweiligen Mischung landet nun auf „Funny Farm“.

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Black Light White Light – Horizons

Manchmal darf es auch einfach nur ein wenig vor sich hinblubbern. So oder so ähnlich scheint das Motto von Black Light White Light zu sein. Mittlerweile vornehmlich ein Projekt des in Malmö ansässigen Martin Ejlertsen, der mit diversen Gästen zusammenarbeitet, widmen sich die Licht- und Schattenspiele einer bekömmlichen Mischung aus Indie, Psychedelia und Fuzz mit 60s- und 70s-Schlagseite, begleitet von gemächlichem Pop-Charme. Auf „Horizons“ geht es schon mal herrlich heimelig vor sich.

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