Schlagwort: Alternative Rock

Daily Thompson

Daily Thompson – Glue

Sie waren wieder in Seattle, Dirk: Nach dem gewaltigen „Chuparosa“ ging es für Daily Thompson erneut in den Nordwesten der USA, wo sie den Sound der Region und der 90er Jahre an sich weiter kultivierten. Gemeinsam mit Tony Reed entstand das achte Album, man spielte ein paar Konzerte und erkundete die Stadt sowie die Umgebung. Das ist nicht zu überhören: „Glue“ findet seine eigene Mitte zwischen Grunge und Alternative, kultiviert erstaunliche Gelassenheit und setzt mehr denn je auf intensive, beherzte Atmosphäre. Und doch werden die Klänge der Heimat, der eigenen kreativen DNA zu keiner Zeit vergessen.

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Joyous Wolf

Joyous Wolf – In Between

Rockende Urgewalt aus dem kalifornischen Süden: Seit 2014 sorgen Joyous Wolf vor allem lokal für Aufmerksamkeit. Sie spielten zahlreiche Gigs, veröffentlichten eine EP und diverse Singles, später sollten diverse internationale Auftritte folgen. Das verwundert keinesfalls, denn ihr recht traditioneller und zugleich energischer Sound klingt wie aus der Zeit gefallen, zitiert alte Meister und wirkt dennoch angenehm modern. Zwischen Alternative, Blues, Hard Rock und sogar etwas Soul und Grunge landet nun „In Between“ als komplettes Album in aller fieberhafter Urgewalt.

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Grandmas House

Grandmas House – Baby You’re A Winner

‚Gut, ihr habt einen Slot‘ – so reagierte der Besitzer einer Bar auf die Ankündigung von Grandmas House, sie würden an eigenen Songs schreiben. Dieser kleine Push gab dem Quartett aus Bristol die nötige Motivation. Die Gründerinnen Yasmin Berndt und Poppy Dodgson trafen sich auf der Uni und fanden in ihrem Faible für Bands wie shame und Goat Girl eine Verbindung. Zoë Zinsmeister und Polly Jessett kamen hinzu, seither erschienen diverse Songs im spannenden Umkreis von Post Punk, Indie Rock, etwas Alternative und sogar einer Prise Grunge. „Baby You’re A Winner“ befasst sich mit dem Leben an sich und all den begleitenden Wirren.

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Brennan Wedl

Brennan Wedl – Brennan Wedl

In Minnesota aufgewachsen und mittlerweile in Nashville residierend, erarbeitete sich Brennan Wedl seit ihren ersten Solo-Releases 2012 eine treue, zunehmend wachsende Fangemeinde. Seither gab es diverse Releases, auch mit den viel zu früh verschwundenen Dazey & The Scouts, zuletzt vor zwei Jahren eine Serie an Singles. Inzwischen steht Wedl bei ANTI- Records unter Vertrag und widmet sich all den kleinen und großen Sollbruchstellen des Lebens und den Lehren, die damit einhergehen. Schlicht und ergreifend „Brennan Wedl“ betitelt, geht der Mix aus Rock, Americana und Folk in eine spannende nächste Runde.

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Sweet Teeth

Sweet Teeth – The Void That Eats The Heart

Finspångs feinste Söhne rotieren wieder. Sweet Teeth verwalten seit einigen Jahren das Erbe von Hüsker Dü aus der Ferne. Die schwedische Band verbindet Punk, Alternative und etwas Power Pop mit großen Melodien und dreckigen Gitarren. Dass dahinter eigentlich Hardcore- und Metal-Veteranen von Bands wie Disfear und Tormented stecken, muss man dazusagen. Nach einer kleinen Kunstpause setzt es nun das zweite reguläre Album. „The Void That Eats The Heart“ spuckt 13 kurzweilige Songs in einer halben Stunde aus und reist mit seinen Ohrwürmern durch die Jahrzehnte.

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Quicksand

Quicksand – Bring On The Psychics

Seit ihrer jüngsten Reunion 2012 melden sich Quicksand alle paar Jahre mit neuer Musik, und das zuletzt ein Tacken experimenteller als zu ihrem Post-Hardcore-Heyday in den 90ern. Ihr drittes Album nach der Wiedervereinigung will nun bewusst eine Brücke zwischen beiden Phasen schlagen – härter und kompromissloser auf der einen, verplant und gerne mal etwas schräger auf der anderen Seite. „Bring On The Psychics“ bemüht sich darum, neue Wege zu beschreiten, auch wenn das Leben gerade etwas härter zulangt. Auch für die eine oder andere kleinere Überraschung bleibt Platz.

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Citizen

Citizen – Halcyon Blues

Zarte Veränderungen und konstante Bewegung begleiten Citizen seit ihrem ersten, vor 13 Jahren veröffentlichten Album. Das Quintett aus Toledo im US-Bundesstaat Ohio entfernte sich zuletzt noch weiter von Emo und Post-Hardcore, gestaltete den Rock auf „Calling The Dogs“ zuletzt immer wieder angenehm und sympathisch poppig. Ihr mittlerweile sechstes Studioalbum, das sich unter anderem mit den bittersüßen Aspekten des Erwachsenwerdens befasst, verzichtet auf eine direkte musikalische Antwort auf den Vorgänger und macht stattdessen einfach. „Halcyon Blues“ klingt über weite Strecken wie ein kleiner Streifzug durch das bisherige Schaffen.

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Violet Grohl

Violet Grohl – Be Sweet To Me

Bekannter Name, große Fußstapfen: Der Name Grohl lässt mehr als nur eine Augenbraue hochgehen, keine Frage. Ob als Drummer für Nirvana, mehr als 30 Jahre als Anführer der Foo Fighters oder in einer Fülle anderer Projekte und Guest-Slots, Dave Grohl zählt zu den bekanntesten Rockmusikern der Gegenwart. Tochter Violet Grohl stand bereits das eine oder andere Mal mit ihm auf der Bühne, schreibt aber auch eigene Songs. Nun landet ein erstes Album der 20jährigen, direkt bei einem Major, was natürlich gewisse Nepo-Unkenrufe auf den Plan wirft. Dabei hatte der Papa mit „Be Sweet To Me“ rein gar nichts zu tun; aufgenommen wurde mit Justin Raisen (u. a. Charli XCX, Kim Gordon), unterstützt durch dessen Freunde und musikalischen Begleiter.

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Edgär

Edgär – Behind The Wall

Nach einem sympathischen zweiten Album demonstrieren Edgär eindrucksvoll, dass Totgesagte gelegentlich deutlich länger leben. Dafür brauchte es aber eine kleinere Metamorphose für das Duo aus Amiens, das seinen musikalischen Fokus verschob. Der Pop-Charme der Vorgänger hat (vorerst) ausgedient, stattdessen rücken die Gitarren komplett in den Mittelpunkt und langen beherzt zu. „Behind The Wall“ verpackt Ängste und Klaustrophobie in stark verzerrte Wände und Frontalattacken und schneidert daraus eine Art Mini-Anleitung für Katharsis, während der gewisse Funke Hoffnung immer wieder durchzuscheinen versucht.

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Red Dwarf Star

Red Dwarf Star – LP1

Seit seinem Umzug von den USA in die Schweiz läuft das Leben bei Coley Dennis etwas anders. Der Alltag ist von Familie und Beruf geprägt, seine Band Maserati veröffentlichte sein letztes Album vor über sechs Jahren und schraubt seit geraumer Zeit an einem Film-Soundtrack, der heuer erscheinen soll. Zwischenzeitlich schrieb er eigene Songs, inspiriert durch den Alternative- und Post-Hardcore-Sound der 90er, jedoch zusehend krautig und elektronisch verfremdet. Red Dwarf Star wachsen aktuell vom Solo-Projekt zur kompletten Band an (u. a. mit aktuellen und ehemaligen Mitgliedern von Jeffk, Kruger, Orso und Lenore), der Einstand heißt schlicht und ergreifend „LP1“.

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