Schlagwort: Folk Pop

Maple & Rye

Maple & Rye – For Everything

Schon wieder eine Folk-Band aus Schweden, möchte man sagen. Ist es die wunderschöne Natur? Sind es die zahlreichen Dichter und Denker, die selbst Mando Diao zu einer entsprechend gelagerten Platte inspirierten? Maple & Rye betonen die zentrale Rolle der emotionalen Ebene. Das Quartett aus der Metal-Hauptstadt Göteborg schreibt über eigene Gefühlswelten und lässt die Musik den Rest tun. Wohin die Reise geht, zeigt sich immer erst im Laufe des Songwritings, der Aufnahmen. „For Everything“ erweist sich als kurzweiliges Debütalbum zwischen Realität und Fantasiewelt.

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Baldabiou

Baldabiou – Hélène

Gute Musik ist ohne gute Texte undenkbar, auch wenn man noch so gerne daran vorbeihören möchte und das bei manchen Künstlern auch gerne täte. Baldabiou verschreiben sich dem Crossover zwischen Ton und literarischem Anspruch. Sänger Sebastian van Vugt stellt den Alben seiner Band Kurzromane zur Seite – so geschehen beim Debüt „1861“, und auch für den Nachfolger steht geschriebene Kunst in streng limitierter Auflage bereit. „Hélène“ wagt sich einmal mehr auf den schmalen Grat zwischen Singer/Songwriter, Folk und Indie, ohne auch nur annähernd gen Kitsch zu taumeln. Ach, und Tausendsassa Jan Frisch gibt sich ebenfalls die Ehre.

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The Bland

The Bland – Beautiful Distance

Seit der Auflösung von The Soundtrack Of Our Lives 2012 klafft eine große Lücke im psychedelisch-folkigen Pop-Bereich, welche nun The Bland füllen könnten. Die schwedischen Landsleute sind zwar nicht ganz so rockbar wie ihre Vorväter, verstehen sich dafür ebenso auf charmante 60s-Referenzen und unverschämt eingängige Songperlen der hymnischen Art. Nach zwei durchaus spannenden Alben mutet „Beautiful Distance“ nun wie der große Durchbruch an.

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Fionn Regan

Fionn Regan – Cala

Fionn Regan scheint außerhalb seiner irischen Heimat so etwas wie der ewige Geheimtipp zu sein. Der Folk-Musiker veröffentlichte bereits fünf sympathische Alben, sampelte Bon Iver und wurde für zahlreiche Preise nominiert. Wie schon sein Debüt „The End Of History“ schrieb Regan auch den neuesten Streich „Cala“ in seinem Haus am Stadtrand von Dublin. Warum aber hört es auf das spanische Wort für „Bucht“?

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Many Voices Speak – Tank Town

Nach Jahren in der schwedischen Hauptstadt Stockholm dürstete es Matilda Mård förmlich nach einem Tapetenwechsel. So verlagerte sie ihren Lebensmittelpunkt in die Industriestadt Borlänge im Landesinneren und fand dort Inspiration für luftig-leichte, folkig angereichtere Pop-Songs – klingt komisch, ist aber so. Als Many Voices Speak veröffentlicht die junge Schwedin nach einer völlg verdient abgefeierten EP nun ihr Debütalbum „Tank Town“.

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Van William – Countries

Schon immer schlugen zwei Herzen in Van Williams Brust. Als leidenschaftlicher Musiker bereiste er mit Port O’Brien und Waters die Welt, als Sohn eines Fischers in Alaska träumt er davon, einmal seines Vaters Job zu übernehmen. Als Papa William jedoch nach 49 Sommern sein Boot verkaufte und obendrein Vans langjährige Beziehung zerbrach, stand der Musiker erst einmal vor einem Scherbenhaufen. Statt Selbstaufgabe setzt es nun allerdings „Countries“, ein cleveres Folk-Solo-Album, das zugleich auch als Kommentar zur aktuellen soziopolitischen Lage in den USA durchgeht.

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Tall Heights – Neptune

Wenn Paul Wright und Tim Harrington gemeinsam loslegen, fühlt man sich etwas an eine moderne Version von Turin Brakes erinnert. Das Duo aus Boston bemüht sich als Tall Heights um progressive Folk-Klänge, die gerne schon mal mit den Indie-Pop-Ansätzen von Of Monsters And Men kokettieren und zugleich ein wenig an die Lässigkeit von Milky Chance erinnern. Ihr neues Album „Neptune“ schafft es mit etwas Verzögerung nun auch nach Deutschland.

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Milky Chance – Blossom

Der Erfolg von „Stolen Dance“ kam für Milky Chance so plötzlich wie überraschend. Top-Platzierungen und Edelmetall rund um die Welt, Major-Vertrag, ein Jahr auf Tour und Auftritte im amerikanischen Fernsehen sollten folgen. Clemens Rehbein und Philipp Dausch lassen sich vom explodierenden Interesse an ihrem Folktronica-Projekt aber nicht beeindrucken und nutzten die letzten Monate stattdessen zur Reflexion. So entstand „Blossom“, das Album nach dem Album, das jedoch nichts an musikalischer Unbekümmertheit eingebüßt hat.

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DAWA – (r) e a c h

Mit dem Song Contest hat es für DAWA zwar nicht geklappt, ihr Album „Psithurisma“ gestaltete sich dennoch sympathisch. Der besinnliche und doch fordernde Folk der Österreicher verband und verbindet Indie-Flair mit Mainstream-Kompatibiltät und blieb dabei stets unterhaltsam. Für „(r) e a c h“ verdichtet die Band ihren Sound nun weiter. E-Bass und zusätzliche Percussion sowie live eingespielte Studio-Aufnahmen verleihen mehr – höchst willkommene – Intensität.

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Darlingside – Birds Say

Bands mit mehr als einem Sänger sind eher selten, aber gleich vier Stimmen? Tatsächlich singt bei Darlingside jeder – in eigenen Passagen, in eigenen Tracks, aber gerne auch gemeinsam. Das US-Quartett vermischt Folk mit Chamber-Pop und sympathischem Indie-Flair, gemütlich fließenden Arrangements und leicht nachdenklicher Emotionalität. Süßlich und doch erdig: „Birds Say“, das zweite Album, ist eine Grenzerfahrung im positiven Sinn.

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