Schlagwort: Folk Pop

Ben Galliers – Calm Seas Don’t Make Good Sailors

Als Ben Galliers vor 15 Jahren von Coventry nach Deutschland zog, waren ihm musikalische Gedanken fern. Profifußballer wollte er werden, spielte mit Anfang 20 drei Jahre in der Regionalliga für Rot-Weiß Essen und Dynamo Dresden, fühlte sich aber nicht gut genug. Galliers blieb Deutschland aber treu, studierte und lernte 2010 schließlich seine heutige Band kennen, die auch seinen Namen trägt. „Calm Seas Don’t Make Good Sailors“, das erste Album, spielt sich weitestgehend zwischen Folk-Pop, Indie und Singer/Songwriter ab, jagt von einer Perle zur nächsten.

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Villagers – Darling Arithmetic

Nach zwei erfolgreich, mehrfach ausgezeichneten und für den Mercury Prize nominierten Alben entschloss sich Conor O’Brien für ein wenig Umorientierung und nahm seinem Soloprojekt Villagers den vielschichtigen Detailreichtum, um – musikalisch wie textlich – die nackte Songidee offenzulegen. Der Ire gibt auf „Darling Arithmetic“ wesentlich mehr von sich preis als je zuvor und schüttelt neun Perlen zwischen Pop, Indie, Folk und Singer/Songwriter aus dem Ärmel.

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Raglans – Raglans

Als The Fray Ende vergangenen Jahres durch Deutschland tourten, hatten sie vier junge Iren dabei, die mit radiofreundlichen Indie Pop/Rock-Songs ihre Sache als Einheizer gut machten. Besagte Männer von der grünen Insel sind die 2010 gegründeten Raglans, die auch schon mit Haim und den Libertines auftraten, und nun ihr Debütalbum in hiesige Gefilde tragen. Schlicht Raglans betitelt, wird eingängiger Britrock mit einer Prise Folk und großen Pop-Melodien serviert.

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Jonathan Jeremiah – Oh Desire

Die Zeiten, in denen sich Jonathan Jeremiah seine Studiostunden hart erarbeiten musste, sind vorbei. Mit seinen beiden Alben „A Solitary Man“ und „Gold Dust“, diversen Soundtrack-Beiträgen und Tour-Aktivitäten konnte sich der Brite auch beim deutschen Publikum einen Namen machen. Aus den geplanten drei Wochen Aufnahmesessions, für die Jeremiah erstmals seine komplette Live-Band einsetzte und gleichzeitig selbst produzierte, wurde ein halbes Jahr;  Zeit, die sich für die Entstehung von „Oh Desire“ lohnte.

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DAWA – Psithurisma

Der Eurovision Song Contest wirft seinen Schatten voraus – nicht nur, aber insbesondere in Österreich, dass nach Conchita Wursts Triumph erstmals seit 48 Jahren wieder als Veranstalter auftreten darf. DAWA aus Wien sind Teil jenes Sextetts, das es ins Finale geschafft hat. Das Quartett aus Wien versteht sich als Brückenschlag zwischen Singer/Songwriter und Folk, arbeitet mit zwei Stimmen, Cajon, Gitarre und Cello als reguläre ‚Besetzung‘. Mit dem zweiten Album „Psithurisma“ (griech. für „Blätterrauschen“) werden neue Facetten präsentiert.

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Eivør – Bridges

Als musikalische Festung sind die Färöer Inseln hierzulande nun wirklich nicht bekannt. Dabei hat die Inselgruppe eine überaus lebhafte Musikszene, die von feinsinnigem Pop bis hin zu finsterem Metal sämtliche Bereiche abdeckt. Aus ersterer Abteilung kommt Eivør Pálsdóttir, die in ihrer Heimat längst ein Star ist und vor drei Jahren mit ihrem Album „Room“ auch in Deutschland erstmals auf sich aufmerksam machte. „Bridges“ wurde nun komplett auf Tour geschrieben und steht unter dem Eindruck einer bewegten Zeit im Leben der 31jährige Musikerin.

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George Ezra – Wanted On Voyage

Tobias Schacht mag seine Karriere mittlerweile zwar beendet haben, Jungen mit Gitarren gibt es aber nach wie vor in ausreichendem Maß. Einer von ihnen ist George Ezra, ein 21jähriger aus Bristol, dem die BBC ein großes Jahr vorausgesagt hat. Tatsächlich hat er mit „Budapest“ bereits einen Top-3-Hit in Deutschland zu Buche stehen – und das, obwohl der Singer/Songwriter mit einem Ohr für Indie, Folk und Blues eher für saisonal uncharakteristisch leise Töne zuständig ist. Mehr davon, wohl aber auch kleinere Experimente gibt es auf dem Debütalbum „Wanted On Voyage“ zu hören.

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The Fog Joggers – From Heart To Toe

Durch den Nebel ins Studio und zurück: The Fog Joggers aus Krefeld debütierten 2011 mit dem grundsympathischen Album „Let’s Call It A Day“ und entspanntem Indie Pop/Rock, der sich selbst nie genug war und das auch nach wie vor nicht ist. Das Quartett bricht musikalisch aus gängigen Genre-Schemata aus und schreibt dabei, sozusagen im Vorbeigehen, eine Hymne nach der anderen. Elf neue potentielle Lieblinge vereint nun das in den Düsseldorfer ?-Studios aufgenommene „From Heart To Toe“.

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Travis – Mother

Travis? Da war doch was! Zugegeben, es ist schon eine Weile her, dass Travis zuletzt Chartehren in Deutschland genossen haben. Ohnehin werden die vier Schotten eher als Albumband gehandelt, ab und an sprang aber auch mal ein adäquater Hit ab. 1999 etwa überraschten sie mit „Why Does It Always Rain On Me“, 2001 folgte „Sing“ und auch „Closer“ wusste 2007 zu überzeugen. Das letzte Album „Ode To J. Smith“, 2008 erschienen, floppte jedoch, und so ist die Rückkehr der Band nach fünf Jahren eine angenehme Überraschung, zumal ihr siebtes Album „Where You Stand“ in Deutschland die Top 10, in Großbritannien gar die Top 3 erreichen konnte. Singlemäßig sah es dagegen eher mau aus, der vorab veröffentlichte Titelsong und „Moving“ schrammten phänomenal an sämtlichen Charts vorbei, und so soll es nun die dritte Single „Mother“ richten.

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Lewis Watson – The Wild

Um den Singer/Songwriter-Nachwuchs muss man sich in Zeiten, in denen Ed Sheeran und Passenger die nationalen und internationalen Charts erobern, wahrlich keine Sorgen machen. Für Nachschub ist bereits gesorgt: Lewis Watson aus Oxford ist Anfang 20 und verdiente sich erste Meriten durch auf Youtube veröffentlichte Cover-Versionen – ein patentes Erfolgsrezept der jüngeren Vergangenheit. Nach einer in Eigenregie veröffentlichen EP unterschrieb er einen Major-Deal, veröffentlichte ein weiteres Kleinformat und kämpft weiterhin um die ihm zustehende Aufmerksamkeit. „The Wild“, Watsons mittlerweile dritte EP, lässt auf ein komplettes Albums hoffen.

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