Schlagwort: Grunge

Narrow Head

Narrow Head – 12th House Rock

Erleben die 90er Jahre aktuell ein weiteres Revival oder sind sie bloß unzerstörbar? Diese und ähnliche Fragen stellt man sich unweigerlich, wenn Narrow Head das Parkett betreten. Das Quintett aus Texas stoppelt seinen Sound aus Versatzstücken von Alternative Rock, (Post-)Grunge und Shoegaze zusammen, rifflastig und schonungslos ehrlich. Ihr zweites Album „12th House Rock“ produzierten die US-Amerikaner ein weiteres Mal selbst und ohne Hilfsmittel.

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KID DAD

KID DAD – In A Box

Das ewige Gedankenexperiment um Schrödingers Katze – lebt sie noch oder rastet sie bloß ihre Augen? – beschäftigt nach wie vor und dient als vielfältiger Quell der Inspiration. KID DAD vertonen das Paradoxon auf Albumlänge, für ein Debüt gleichermaßen mutig wie faszinierend. Das Paderborner Quartett, ursprünglich als Grunge-Band gestartet, ist mittlerweile in den verschiedensten Alternative- und Rock-Gefilden verhaftet und lässt eine Pluralität packender wie abwechslungsreicher Einflüsse von Punk über Prog bis Post-Hardcore zu. „In A Box“ versucht aus der Katzenschachtel auszubrechen.

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Francis Of Delirium

Francis Of Delirium – All Change

Künstlerin Jana Bahrich gründete Francis Of Delirium in ihrem kanadischen Schlafzimmer. Von Joni Mitchell und Kurt Cobain inspiriert, war der Weg – Grunge, Alternative und ein wenig Indie -stets vorgegeben. Später stieß Schlagzeuger und Produzent Chris Hewett aus Seattle hinzu. Die Band übersiedelte nach Luxemburg, mittlerweile bedient zudem Jeff Hennico den Tieftöner. Die Debüt-EP „All Change“ zeigt, wie leicht es ist, in negative Verhaltensmuster zu fallen.

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Hathors

Hathors – Grief, Roses & Gasoline

In den letzten Jahren tourten Hathors mit ihrem angepunkten Garagen-Grunge durch Europa und die USA, veröffentlichten drei Alben, waren auf dem Sprung. Und plötzlich befand sich Gitarrist und Sänger Marc Bouffè alleine auf weiter Flur. Anstatt aufzugeben, stellte er eine neue Band (Dominique Destraz von Death Of A Cheerleader sitzt an den Drums, Ex-Navel-Bassist Marco Naef mischt ebenfalls mit) zusammen und behielt, entgegen anfänglich anderer Überlegungen, den Namen. So starten Hathors auf „Grief, Roses & Gasoline“ nun neu durch, und das zeigt sich nicht nur im Line-up.

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December Youth

December Youth – How Are You

Künstler, so heißt es gemeinhin, haben ewig Zeit für ihr erstes Album, aber nur wenig für den Nachfolger. December Youth halten davon herzlich wenig. Nach einer starken EP veröffentlichte das Quintett aus Düsseldorf und Essen 2016 seinen Full-Length-Einstand „Relive“ und zog sich nach einigen Touren und Konzerten erst einmal zurück, um den Zweitling in aller Ruhe zu schreiben. Genau diese bewusste Entschleunigung macht sich nun bezahlt, denn das persönlich geprägte „How Are You“ wirkt in jeder Hinsicht kraftvoller und muskulöser.

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Petra und der Wolf

Petra und der Wolf – Surface!

Vor geraumer Zeit waren Petra und der Wolf als Trio unterwegs. Ihr Debütalbum hieß „Chlorine“ und bestach mit eigentümlichem Sound – Alternative Rock, Grunge-Riffs, ein wenig Prog und Singer/Songwriter zum Drüberstreuen. Mittlerweile machen Petra Schrenzer (Gitarre, Gesang) und Aurora Hackl Timón (Schlagzeug, Saxofon) zu zweit weiter, ihr Sound ist noch eine Spur knackiger und doch verschrobener geworden. Knapp sechs Jahre nach dem Einstand tauchen sie wieder auf – „Surface!“ nennen sie das und bringen gar Spannendes aufs Tableau.

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Nicotine Nerves

Nicotine Nerves – 1995

Schon wieder Garage Rock, schon wieder ein Duo, schon wieder Dänemark: Man könnte meinen, es bereits mit der einen oder anderen Band wie Nicotine Nerves zu tun gehabt zu haben. Und das ist alles andere als verkehrt, sofern die Musik stimmt. Bei Rasmus Rankenberg Madsen und Frederik Nielsen aus Aarhus muss man sich darum keine Sorgen machen. Erst 2016 gegründet, verbindet sie die gleiche Liebe zu 90s-Chic, Grunge-Riffs und Tonbandgeräten. Auf eine erste EP folgt mit „1995“ nun das Debütalbum.

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Mozes And The Firstborn – Dadcore

Warum eine Platte aufnehmen, wenn man gleich ein Mixtape basteln kann? So oder so ähnlich scheinen sich das Mozes And The Firstborn im Vorfeld ihres dritten Studioalbums gedacht zu haben. Die Power-Pop-Fans mit Faible für Grunge-Riffs arbeiteten mit verschiedenen Produzenten zusammen, vermischten diverseste Stilrichtungen und spickten diese Tracks mit einer Reihe an Interludes, welche den Albumtitel buchstabieren: „Dadcore“ zeigt die Niederländer von ihrer Schokoladenseite.

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Drug Church – Cheer

Mit ihrem dritten Album landen die angenehm kotzigen Drug Church bei Pure Noise Records, und das passt wie Arsch auf Eimer. Der räudige Sound des Quintetts aus Albany, New York ist nach wie vor zugleich abstoßend und harmonisch, denn hier trifft Punk mit Hardcore-Schlagseite auf Grunge- und Alternative-Sounds aus den 90er Jahren. „Cheer“ gibt sich nun noch kompromissloser und doch, für Bandverhältnisse, eingängiger denn je.

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Pabst – Chlorine

Sechs Fäuste, kein Halleluja: Pabst sind alles andere als heilig und zerlegen stattdessen rockige Jugenderinnerungen mit ranzigen Noise-Salven. Ihr direkt aus der Garage geklauter Sound schreit förmlich nach Sub Pop und internationalem Format. Erst vor zwei Jahren erschien die Debüt-EP des Berliner Trios, nun folgt bereits ein erstes Album. „Chlorine“ erinnert tatsächlich an die Ups and Downs eines Sommers im Freibad – unschön und doch verklärt im besten Sinne.

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