Schlagwort: Grunge

The Pighounds

The Pighounds – Phat Pig Phace

Auf den Kapitalstart folgt die Konsolidierung: The Pighounds kamen vor eineinhalb Jahren gefühlt aus dem Nichts und lieferten derbe ab. Ja, natürlich handelte es sich ’schon wieder‘ um ein Rock-Duo, bloß klang „Hilleboom“ ganz und gar nicht nach einem typischen Zweiergespann. Laut, druckvoll, gerne mal dreckig und stets charmant, so gelang der Volltreffer. Daran wollte und will man nun wachsen. „Phat Pig Phace“ ist, so heißt es vorab, in jeder Hinsicht lauter, aggressiver, größer und sogar experimentierfreudiger. Das kann man beruhigt unterschreiben.

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Hot Mass

Hot Mass – Happy, Smiling And Living The Dream

Einfach mal alle Regler auf Elf drehen und losrocken, so oder so ähnlich könnte das Mantra von Hot Mass lauten. Das britische Quartett biegt aktuell bereits mit seinem zweiten Album ums Eck, sechs Jahre nach „Nervous Tensions“, und klingt dabei, als wären sie eigentlich eh immer hier gewesen. Kein Wunder, schließlich tourten die Herren aus Swansea mit wachsender Begeisterung durch die Lande und schärften ihren Sinn für packende, treibende Rocksongs mit Punk-, Alternative-, Indie-, Grunge- und Power-Pop-Einflüssen. „Happy, Smiling And Living The Dream“ ist somit durchaus als Mission Statement zu verstehen.

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Scream Of The Butterfly

Scream Of The Butterfly – The Grand Stadium

Willkommen in der Hochphase des Rock! Scream Of The Butterfly verstehen sich vornehmlich auf Vintage- und Retro-Sounds, die in den 60s und 70s Hochkonjunktur hatten, um gelegentliche Grunge- und Alternative-Konzepte ergänzt. Die erst 2016 gegründeten Berliner bereiten aktuell ihre Tour durch Großbritannien vor und werden mit Sicherheit auch ihre Heimat bald beehren. Im Gepäck haben sie „The Grand Stadium“, ihr bereits drittes Album. Von Richard Behrens (Live-Sound-Engineer von Kadavar) gemixt, wartet eine wuchtige und zugleich eingängige, vielschichtige Zeitreise auf Freunde klassischer Töne.

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Twin Dive

Twin Dive – Lavish Material

Grunge ist noch lange nicht tot, aktuell in Dänemark gut nachzuhören. Twin Dive begannen 2018 als Duo, das sich der ruppigen Seite des 90s-Sounds mit Lo-Fi- und Noise-Unterstützung verschrieb. Sänger und Gitarrist Robert Jancevic frontet das Projekt aktuell alleine, wiewohl er eine komplette Band hinter sich weiß. In den vergangenen Jahren erschienen immer wieder Songs, vor allem mit seinem musikalischen Partner Ragnar Gudmundsson, nun gibt es sogar ein ganzes Album. „Lavish Material“ fasst ältere und neue Tracks auf herrlich ruppige Weise zusammen.

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Berries

Berries – How We Function

Nach mehreren Singles und EPs schienen Berries mitten in der Pandemie gestrandet – voller Energie, aber doch eingesperrt. In dieser düstersten Zeit unterschrieben die drei Londonerinnen einen Deal bei Xtra Mile und waren plötzlich wieder voller Elan. Einige weitere Songs später liegt nun das erste Album vor, das den mittlerweile vertrauten Mix aus Garage Rock, Noise, Jangle, Indie und Grunge mit wachsender Begeisterung kultiviert. „How We Function“ ist ein Triumph über die schweren Zeiten im Leben und bemüht Empowerment, während man sich gleichzeitig mit der eigenen psychischen Gesundheit auseinandersetzt.

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Have You Ever Seen The Jane Fonda Aerobic VHS?

Have You Ever Seen The Jane Fonda Aerobic VHS? – Maine Coon

Starker Bandname mit musikalischer Substanz: Have You Ever Seen The Jane Fonda Aerobic VHS? sind natürlich ein Hingucker und erzeugen Aufmerksamkeit. Hinter der sperrigen Dehnung stecken drei finnische Musiker:innen mit einem Faible für Garage Rock, dem ein wichtiges Instrument fehlt: die Gitarre. Stattdessen werden Synthesizer eingesetzt, die den Throwback-Aspekt des Trios zu unterstützen wissen. Auf „Maine Coon“ setzt es eine halbe Stunde zwischen Garage, Punk, Indie, Pop, Grunge und Alternative mit himmlischen Melodien und abgründgigen Texten.

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50 Foot Wave

50 Foot Wave – Black Pearl

Vor bald 20 Jahren rief Kristin Hersh 50 Foot Wave ins Leben. Hier lebt die Stimme von Throwing Muses gemeinsam mit Bandkollege Bernard Georges am Bass sowie Drummer Rob Ahlers ihr Faible für E-Gitarren-lastigere Musik aus, möglichst unbequem und doch so faszinierend in ihrer lyrischen wie tonalen Abgründigkeit. Geduld ist so und so Pflicht, denn knapp sechs Jahre nach der EP „Bath White“ gibt es endlich wieder neues Material. „Black Pearl“ bezieht sich auf jenes Viertel in New Orleans, wo das Album geschrieben wurde, und führt einmal mehr Finsteres sowie Bedrohliches auf faszinierende Weise zusammen.

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Fheels

Fheels – Lotus

Der Weg ist das Ziel, auch wenn er fünf Jahre dauert. Fheels ließen sich alle Zeit der Welt, erspielten sich live ein Publikum, veröffentlichten eine spannende EP, machten sehenswerte Videos. Jetzt liegt der Alternative Rock – ein sehr ungefährer Richtwert – der vier Hamburger endlich auf Albumlänge vor. Mitten aus Altona erhebt sich „Lotus“ und blüht so spannend wie mysteriös auf. Bis dahin wollten allerdings einige Herausforderungen absolviert haben, denn nach abgeschlossener Musikschule brachen nicht nur viele Kontakte weg, den im Rollstuhl sitzenden Sänger und Gitarristen Felix Brückner begleiten ganz eigene Hürden, die viel zu oft unsichtbar bleiben. Genau das soll sich ändern.

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Tristesse

Tristesse – Im schwächsten Licht

Vor zwei Jahren trafen sich fünf Berliner Jungs in einer lokalen Kneipe und diskutierten Pläne für eine gemeinsame musikalische Zukunft. Mit ihren ersten Tracks sorgten Tristesse für Aufmerksamkeit – eine aufwühlende Mischung aus Indie, Shoegaze, Alternative, Grunge und Dream-Pop, die hinter fast schon euphorischem Sound durchaus ernste Themen verpackt. „Im schwächsten Licht“ ist ihre erste EP und bemüht dicke Klangteppiche auf der Suche nach der eigenen Identität.

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Kills Birds

Kills Birds – Married

Eine Band als Zeichen von Freundschaft, so begingen Nina Ljeti und Jacob Loeb vor vier Jahren Kills Birds. Gemeinsam mit Fielder Thomas verteilten sie auf ihrem Debütalbum Arschtritte zwischen Grunge, Punk, New Wave und Alternative, was unter anderem prominente Fans wie Kim Gordon und Dave Grohl begeisterte. Letzterer lud das Trio sogar in sein eigenes Studio ein, um den Nachfolger aufzunehmen. Es war, nach ein paar Proben, für die drei Musiker*innen ein wichtiger Schritt aus der Pandemie-bedingten Isolation. „Married“ gibt sich in jeder Hinsicht vielschichtiger, dringlicher und persönlicher.

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