Schlagwort: Grunge

God Damn – Everything Ever

Kaum zu glauben, dass sich die Musiker hinter God Damn einst als Indie-Pop-Band versuchten. Der rohe, schroffe, punkige gegenwärtige Sound deutet keinesfalls daraufhin. Ein lebensgefährlicher Kollaps von Dave Copson führte einst zum Reset und dem mächtigen Debüt „Vultures“. Auf den durchaus sensationellen Einstand folgt nun „Everything Ever“, das einmal mehr Riffgewalt mit Melodik, bärtigen Rock mit eingängiger Punk-Dynamik koppelt.

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Sauropod – Roaring At The Storm

Darf man im Fall von Sauropod bereits von einem Hype sprechen? Eingängige Szene-Medien überschlagen sich bereits mit Lob und sprechen von einer der besten Newcomer-Platten des Jahres. Dabei scheinen sich die drei Norweger selbst eher in Understatement zu üben und lassen vornehmlich die Musik sprechen. Und die hat es tatsächlich in sich: „Roaring At The Storm“ vereint Grunge, Alternative und Indie, Punk, Pop und Acoustic auf einer knappen halben Stunde.

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Swain – The Long Dark Blue

Die letzten anderthalb Jahre hatten es in sich für Swain. Bis Ende 2014 hieß das Trio noch This Routine Is Hell, wenige Monate später folgte der Umzug von den Niederlanden nach Berlin. Frontmann Noam Cohen trennte sich von seiner Freundin und surfte von Wohnung zu Wohnung. Verantwortung war in dieser Zeit ein Fremdwort für ihn. Diese ganz besondere Zeit manifestiert sich – musikalisch wie textlich – auch auf dem neuen Album „The Long Dark Blue“, das längst nicht mehr ausschließlich bissig nach vorne geht.

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Strange Wilds – Subjective Concepts

Nirvanas „Bleach“ war nicht nur der Kaltstart einer ganzen musikalischen Generation, dieses Debüt legte auch einst den Grundstein für die Existenz von Sub Pop sowie für einen Sound, der noch heute rund um den Bundesstaat Washington ein röchelndes Dasein fristet. Auch das Trio Strange Wilds aus Olympia mag noisige Grunge-Gitarren, lässt diese aber mit der unorthodoxen, punkigen Energie der Hardcore-Szenerie des Nordwestens kollidieren. Natürlich musste Sub Pop zuschlagen, wo nun das Debüt „Subjective Concepts“ erscheint.

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Creepoid – Cemetery Highrise Slum

Kurz vor den Aufnahmen ihres neuen, ihres dritten Albums drohten Creepoid auseinanderzubrechen, als die Verwandlung vom Kunstprojekt zur richtigen Band abgeschlossen wurde. Gründungsmitglied Pete Joe Urban stieg letztlich aus, Nick Kulp übernahm seinen Platz an der Gitarre. An der Grundausrichtung des Quartetts aus Philadelphia hat sich allerdings nichts geändert: „Cemetery Highrise Slum“ vermengt Grunge mit Shoegaze.

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Superheaven – Ours Is Chrome

Heute schon ein Bad in der Essenz der 90er Jahre genommen? In etwa so klingen Superheaven aus Pennsylvania, die nun ihr zweites Album „Ours Is Chrome“ vorlegen und damit von den Höhen und Tiefen des Musikerlebens berichten. Hier treffen sich (Post-)Grunge und Alternative Rock irgendwo zwischen Soundgarden, The Smashing Pumpkins und Basement zu einem sympathischen Stelldichein mit hörbarer Ausrichtung auf amerikanische Rock-Radiostationen.

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Hathors – Brainwash

Die Mär von der zurückhaltenden Schweiz gehört schon lange der Vergangenheit an. Wenn man ehrlich ist, hätte man Hathors nicht unbedingt in Winterthur vermutet, sondern eher im Seattle der frühen 90er. Das Trio hat ganz offensichtlich „Bleach“ getrunken und mit Sonic Youth getanzt, ist aber mindestens genauso stark im Hardcore, Punk und Noise-Rock verankert. Das zweite Album „Brainwash“ spielt nun geschickt mit jenen Erwartungen, von deren Existenz man bislang nicht wusste.

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Drenge – Undertow

Der Name Drenge ist angelehnt an das dänische Wort für „Jungs“. Viel mehr sind die britischen Brüder Eoin und Rory Loveless auch nicht, die 2013 mit ihrem eponymen Debütalbum für hochgezogene Augenbrauen sorgten. So erinnerte das Duo mit ihrer Mischung aus Grunge, Punk, Noise und Blues nicht selten an ein Zwischenstück aus Nirvana und The Black Keys. Dieser Eindruck zieht sich auch durch so manche Stelle des Nachfolgers „Undertow“.

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Daily Thompson – Daily Thompson

Proberaum, Aufnahmestudio, Liveshow – in diesem unspektakulären aber effektiven Zyklus agieren Daily Thompson seit Bandgründung vor zwei Jahren. Das Trio aus Dortmund hat sich dem großen Fuzz-Wahnsinn verschrieben, kombiniert Stoner-, Grunge- und Hardrock-Elemente auf unwiderstehliche Art und Weise. Nach einem Demotape erscheint nun das eponyme Debütalbum via 141records. Rad und Riff werden nicht neu erfunden, dafür hagelt es links und recht bauchgesteuerte Arschtritte.

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Eve’s Fruit – Not That Easy

Eigentlich kommen Eve’s Fruit aus dem Westen Österreichs, doch mittlerweile hat es das Quartett nach Wien vorschlagen, von wo aus sie mit ihrer Mischung aus (Post-)Grunge, Alternative Rock und einer Prise Indie mehr und mehr auf einen internationaleren Markt drängen. Für den Nachfolger zum Debüt „A Sharp Thorn Grows“ konnte man sich die Dienste von Blackmail-Gitarrist und Edel-Produzent Kurt Ebelhäuser sichern, darüber hinaus kümmerte sich der ebenfalls nicht gänzlich unbekannte Andi Jung, der selbst unter anderem mit Blackmail und den Beatsteaks arbeitete, um den Mastering-Feinschliff. Die Rahmenbedingungen könnten für „Not That Easy“ also kaum besser sein.

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