Schlagwort: Grunge

Swain

Swain – Infinite Child

Geduld ist eine Tugend, mit der Fans von Swain mittlerweile bestens vertraut sein sollten. Gut, gleich sechs Jahre seit „Negative Space“ sind natürlich eine ganze Menge Holz. Die Welt veränderte sich schnell, und auch bei den Niederländern ist einiges anders. Einerseits kommt man aktuell nur noch in Trio-Besetzung ins Eck, andererseits setzt sich die musikalische Weiterentwicklung fort. Ihr nunmehr viertes Album könnte kaum weiter von den lärmenden Anfangstagen entfernt sein, gibt sich deutlich emotionaler und introvertierter, ohne dabei auf die vertraute Intensität zu vergessen. Unter der Ägide von Szene-Produzentenlegende J. Robbins entstand mit „Infinite Child“ ein bewegendes Happening.

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Superheaven

Superheaven – Superheaven

Nach dem Release von „Ours Is Chrome“ vor zehn Jahren kündigten Superheaven eine Auszeit auf unbestimmte Zeit an, am vorläufigen kreativen Höhepunkt. Zwei packende Platten, über 100 Millionen Streams und unzählige Konzerte gehörten erst einmal der Vergangenheit an. Zwar spielte das US-Quartett in den letzten Jahren die eine oder andere Benefiz- und Festival-Show, ein tatsächliches Comeback findet aber erst jetzt statt. Und wie, denn freudestrahlend erklärt man, endlich wieder eine Vollzeit-Band sein zu können, menschlich habe man sich so und so immer gut verstanden. Ein neues Album gibt es gleich dazu, schlicht und ergreifend „Superheaven“ betitelt.

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Marathon

Marathon – Fading Image

Eine Jam-Session unter Freunden in Amsterdam brachte einer der interessantesten neuen Bands hervor. Kay Koopmans, Lennart van Hulst, und Nina Lijzenga kennen sich bereits seit Schultagen und fanden schließlich einen Sound, der intensive Düsternis und noch intensivere Hoffnung vereint. Als Marathon, live als Quintett unterwegs, vermengen sie unter anderem Post Punk, Grunge, Shoegaze und Indie Rock. Diverse Konzerte und Festival-Auftritte brachten ihnen verdiente Aufmerksamkeit und den Geheimtipp-Status ein. Ihr erstes komplettes Album „Fading Image“ lüftet nun den Schleier des Geheimen mit zehn knackigen Tracks.

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Air Drawn Dagger

Air Drawn Dagger – A Guide For Apparitions

Ein Geheimtipp aus Sheffield setzt zum großen Wurf an: Zumindest jenseits der Heimat kennt man Air Drawn Dagger bislang kaum. Das britische Trio veröffentlichte diverse EPs, Singles sowie ein Mixtape und vermischt unter anderem Emo, Grunge, Alternative Rock, Pop Punk und Elektronik zu einem hymnischen wie sperrigen Mix. Inmitten aller Widersprüchlichkeit schlug Long Branch Records zu und bietet der Band nun eine anständige Bühne für ihren modernen und zugleich aus der Zeit gefallenen Mix. Das erste Album „A Guide For Apparitions“ lehnt sich musikalisch weiter aus dem Fenster und stellt zugleich diverse Figuren auf einem Werk über Nekromantie, Geistwesen, Hexerei und Erscheinungen vor.

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HotWax

HotWax – Hot Shock

Zwei EPs, Top-Festival-Gigs und namhafte Supporter: Für HotWax könnte es aktuell kaum besser laufen. Das Trio aus der britischen Küstenstadt Hastings bringt mehr als verdienten Hype mit und will diesen in Zählbares umwandeln. Die Voraussetzungen stimmen: Unter anderem arbeitete man mit Catherine Marks (Boygenius, Wolf Alice), Steph Marziano (Picture Parlour, Cassandra Jenkins) sowie Warpaint-Schlagzeugerin Stella Mozgawa zusammen, teils wurden die Songs im Live-Setting eingespielt, um die besondere Bühnenenergie einzufangen. „Hot Shock“, das erste komplette Album, verbindet die unruhige Zeit des Erwachsenwerdens mit jugendlicher Unbekümmertheit.

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The Pighounds

The Pighounds – Tutti Frutti

Der berühmte nächste Schritt ist endlich hier: The Pighounds rumpelten vor knapp vier Jahren erstmals durch die Garage, nur um sich wenig später auf hohem Niveau zu konsolidieren. Schon in dieser frühen Phase war klar, dass Peter Bering und Alessandro de Luca relativ wenig auf typische Rock-Duo-Klischees geben und ihren Sound gerade auf Platte mit wachsender Begeisterung gedeihen lassen wollen. Exakt das geschieht nun in Form von „Tutti Frutti“, das sich mehr denn je mit 90s-Klängen, mit Stoner-Riffs, aber auch mit hymnischer Melodik und roher Punk-Attitüde identifiziert.

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Hathors

Hathors – When The Sun Is Out / When Skies Are Grey

Seit mehr als einem Jahrzehnt sind Hathors Garanten für kernigen, noisigen Rock mit Grunge- und Pop-Schlagseite. Viereinhalb Jahre nach „Grief, Roses & Gasoline“ zeigen sich die Schweizer einmal mehr personell verändert, zudem gibt es mit Noise Appeal Records eine neue Plattenfirma im Rücken. Am Sound hat sich allerdings herzlich wenig verändert, begleitet von einer Fülle an ernsten bis deprimierenden Themen, deren Sorgen nach und nach in Leichtigkeit umgewandelt werden sollen. „When The Sun Is Out / When Skies Are Grey“ spielt mit den schönen und schlimmen Seiten des Lebens, abermals in kernige Riffs und kleine Hits gekleidet.

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24/7 Diva Heaven

24/7 Diva Heaven – Gift

24/7 Diva Heaven veröffentlichten ihr erstes Album im März 2021. Von schweren oder ungünstigen Bedingungen zu sprechen, wäre dezent untertrieben. Dass sich „Stress“ dennoch behaupten konnte, spricht für die große musikalische Qualität des Trios. Schließlich traf der Mix aus Punk, Grunge, Rock und Noise den Nerv der Zeit mindestens so gut wie die laute und deutliche Auseinandersetzung mit wichtigen Themen und Problemen. Und das schwierige zweite Album? Kann nur ein Gerücht sein, denn trotz beherztem Zulangen könnte „Gift“ kaum lockerer und beherzter punkten.

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Wunderhorse

Wunderhorse – Midas

Schon wieder ein ’next big thing‘ oder doch nur ein kleiner Hype? Wunderhorse begannen als Solo-Spielwiese von Jacob Slater, nachdem sich seine Punk-Hoffnungsträger Dead Pretties (zu deren Line-up unter anderem FEET-Drummer Ben Firth zählte) nach nur wenigen Singles aufgelöst hatten. Nach und nach wuchs man zur Band an, veröffentlichte im Herbst 2022 mit „Cub“ einen Achtungserfolg im Albumformat und tourte im Anschluss durch Europa und die USA. Gestärkt von der gemeinsamen Live-Erfahrung wurde die zweite Platte tatsächlich als Band in Angriff genommen. Und das hört man „Midas“ von der ersten bis zur letzten Sekunde an.

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Poppy Wizard

Poppy Wizard – Holy Spirit Gang

Zwischen Düsseldorf und Köln entstand während den Lockdowns ein Zwei-Mann-Projekt, das nach und nach zur kompletten Band anwuchs. Hinter Poppy Wizard stecken vier langjährige Freunde mit einer gemeinsamen Leidenschaft für die Musik, die Alternative Rock und Grunge ebenso mitnehmen wie Fuzz und Shoegaze. Mal verträumt und melodisch, dann wieder roh und knüppelhart, so zeigt sich der schwelgende und intensive Sound des Quartetts. Mit ihrer ersten EP „Holy Spirit Gang“ beim Talenteschuppen Supervillain rennen sie nun offene Türen ein.

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