Schlagwort: Grunge

Drive Moya

Drive Moya – The Great End

Es war zuletzt eine Spur ruhiger um das Trio Drive Moya geworden, nachdem ihr herrlich 90s-lastiger Einstand „The Light We Lost“ Ende 2019 vollends eingeschlagen war. Die Ruhe vor dem Sturm, wenn man so will, denn nun melden sich die Wiener zurück und zeigen dem vermeintlich schweren zweiten Album die kalte Schulter. Musikalisch widmet man sich nach wie vor der Zeitlosigkeit – Grunge, Indie und Alternative treffen auf Dream-Pop und Shoegaze, von endlosen Weiten und scharfkantigen Gitarren umspült. Und doch klingt „The Great End“ tatsächlich noch eine ordentliche Spur größer und mächtiger.

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Bachratten

Bachratten – Durch dich durch

Spannender Name, noch spannendere Band: Bachratten aus Kassel werden mit neuer Musik vorstellig. Nach diversen Mini-Alben gibt es nun … ein Maxi-Album? Wie auch immer man das Format nennen mag, das Quartett hat eine Platte mit Herz und Hirn aufgenommen, die ihren Rock-Sound gerne in den 90ern verankert und dabei die Brücke von Noise, Grunge und Alternative gerne mal in Richtung deutschsprachige Indie-Szene schlägt. Auf „Durch dich durch“ versuchen sie mit Verbindung und Liebe auf abstoßende, spaltende Zeiten zu reagieren, ohne sich dabei in Schmalz und Schleim zu verlieren.

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Twin Mill

Twin Mill – Different Skies

Können Superbösewichte Gutes tun? Wenn man das Händchen von Supervillain für spannende Newcomer näher betrachtet: offenkundig. Twin Mill reiht sich nahtlos in diese Riege ein. Das erst 2022 gegründete Quartett aus Heilbronn hat sich verschiedensten 90s-Rock-Genres verschrieben, mit einem deutlichen Fokus auf Grunge und Alternative. Ihre erste Single erschien erst vergangenen Sommer, nun landet gleich eine komplette EP: „Different Skies“ fasst die ersten vier Songs zusammen und gibt ein mächtiges Versprechen für die Zukunft ab.

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Teenage Wrist

Teenage Wrist – Still Love

Aus einer schwierigen Zeit geboren, schwimmen sich Teenage Wrist mit ihrem neuesten Streich endgültig frei. Wo „Earth Is A Black Hole“ rockiger klingen wollte und sich zugleich vermehrt an Synthetik wagte, zogen sich Anthony Salazar und Marshall Gallagher für den Nachfolger in eine kleine, isolierte Hütte im Joshua-Tree-Nationalpark zurück, mit ordentlich Ausrüstung bewaffnet, und machten Musik. Das Ergebnis zeigt sich deutlich wuchtiger und kantiger, wendet sich aber ebenso – und mehr denn je – poppigen Klängen zu. Zwischen den vermeintlichen Extremen glänzt „Still Love“ mit frischem Wind.

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Anger MGMT.

Anger MGMT. – Anger Is Energy

Düsternis kann Halt geben, so oder so ähnlich lässt sich das erste Album von Anger MGMT. beschreiben. Das Schweizer Trio, das vornehmlich irgendwo zwischen Post Punk, Garage, Grunge und Alternative zuhause ist, legt nicht nur musikalisch eindrucksvolle Energie an den Tag, auch textlich hat man einiges zu sagen. Sänger Nik Petronijevic ist ein Mental-Health-Aktivist, hat seit seiner Kindheit mit Depressionen und einer ausgeprägten Angsterkrankung zu kämpfen, und geht in den Lyrics offen mit diesen Themen um, begleitet von gesellschaftlichen und politischen Motive. Der darin ruhende Schmerz und die damit verbundene Wut können jedoch zum Katalysator werden: „Anger Is Energy“.

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The Great Machine

The Great Machine – Funrider

Mit The Great Machine stellt sich eine neue, alte Größe vor. Das Trio aus Tel Aviv veröffentlicht bereits sein fünftes Album in gut einem Jahrzehnt gemeinsamer Aktivität, erstmals bei Noisolution, und bläst zugleich den eigenen Sound weiter auf. Stoner, Punk, Hardcore, Grunge und noch viel mehr gehen mit manischer Energie nach vorne und brachten der Band unter anderem bereits Support-Slots für Fu Manchu und Ozzy Osbourne ein. „Funrider“, das neueste Werk, dreht mit wachsender Begeisterung am Rad und lässt nicht mehr los.

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Wednesday

Wednesday – Rat Saw God

Die überaus umtriebigen Wednesday werfen schon wieder neues Material ab, zum ersten Mal für ihr neues Zuhause Dead Oceans. Schroffe und zugleich bezaubernde Klanglandschaften zwischen Shoegaze, Grunge und Alternative mit Country-Twang sowie kleine Kurzgeschichten als Lyrics machten das Quintett aus North Carolina binnen kürzester Zeit zu Kritikerlieblingen. Ihre Musik hat das Zeug zu mehr: „Rat Saw God“ wagt sich noch eine Spur weiter hinaus und taucht betont tief in die gerne mal widersprüchliche Welt des amerikanischen Südens ein.

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Narrow Head

Narrow Head – Moments Of Clarity

Die Wochen und Monate rund um den Release von „12th House Rock“ waren für Jacob Duarte von persönlichen Verlusten und spirituellen Herausforderungen geprägt. Der Sänger und Gitarrist von Narrow Head musste sich gezwungenermaßen mit dem eigenen Leben auseinandersetzen, sieht sich und sein Umfeld seither verständlicherweise anders. Exakt das fließt nun in das neue Werk des Quintetts aus Texas ein. „Moments Of Clarity“ handelt nicht nur von den lichten Momenten, die Duartes schwere Zeit begleiteten, gibt sich im Vergleich zu den Vorgängern aber optimistischer, in seltenen Fällen fast schon verhalten hoffnungsvoll.

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Liotta Seoul

Liotta Seoul – WORSE

Über ein halbes Jahr hinweg veröffentlichten Liotta Seoul Single über Single über Single. So kamen insgesamt acht Tracks zusammen, die nun gemeinsam ein Album ergeben. Sammelten die neuen, alten Grunge-Helden aus Koblenz etwa nur Material, bis daraus eine komplette Platte wird? Mitnichten, denn trotz aller Kürze – man bleibt deutlich unter einer halben Stunde – sorgt „WORSE“ für beste Unterhaltung in einem in sich geschlossenen und doch weit offenen Rahmen, der den Sound des Trios gekonnt erweitert.

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The Pighounds

The Pighounds – Phat Pig Phace

Auf den Kapitalstart folgt die Konsolidierung: The Pighounds kamen vor eineinhalb Jahren gefühlt aus dem Nichts und lieferten derbe ab. Ja, natürlich handelte es sich ’schon wieder‘ um ein Rock-Duo, bloß klang „Hilleboom“ ganz und gar nicht nach einem typischen Zweiergespann. Laut, druckvoll, gerne mal dreckig und stets charmant, so gelang der Volltreffer. Daran wollte und will man nun wachsen. „Phat Pig Phace“ ist, so heißt es vorab, in jeder Hinsicht lauter, aggressiver, größer und sogar experimentierfreudiger. Das kann man beruhigt unterschreiben.

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