Schlagwort: Hamburg

XAVAS – Schau nicht mehr zurück

Wenn sich zwei in ihrem Genre überaus erfolgreiche Künstler für ein gemeinsames Projekt zusammentun, sind das schon mal keine allzu schlechten Vorzeichen. Mit Rapper Kool Savas und Soulsänger Xavier Naidoo haben sich zudem zwei gefunden, deren Stilrichtungen auch noch überaus gut miteinander harmonieren. Dabei führt ihr gemeinsamer Weg sogar bis ins Jahr 2004 zurück, als Naidoo auf dem Album „Rapper’s Delight“, das von Savas ausführend produziert wurde, gleich doppelt vertreten war. Seitdem nahm man immer mal wieder gemeinsame Songs auf und eine laut eigener Aussage tiefe Freundschaft entstand. Diese soll mit dem Projekt XAVAS nun ihren vorläufigen Höhepunkt finden. Mit der Single „Schau nicht mehr zurück“ treten sie nicht nur beim diesjährigen Bundesvision Song Contest für Baden-Württemberg an, sondern setzen im deutschsprachigen RnB- und HipHop-Business einige frische Akzente.

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Sport – Aus der Asche, aus dem Staub

Eilig hatten es Sport noch nie. Die Hamburger sind mittlerweile zum Quartett angewachsen – Jan-Eike Michaelis stieg bereits zur letzten Tour ein – und tauchten nach dem druckvollen „Unter den Wolken“ wieder ein klein wenig unter. Frontmann Felix Müller arbeitete mit Kante unter anderem an der musikalischen Untermalung zur „Antigone“-Inszenierung von Friederike Heller, weswegen die neuen Songs in den verschiedensten Studios und Proberäumen zwischen Hamburg und Berlin aufgenommen werden mussten. Dieses Hin- und Herspringen hört man „Aus der Asche, aus dem Staub“ – dem vierten Sport-Album in 15 Jahren Bandgeschichte – jedoch nicht an, denn 2012 wirken die Herren fokussierter und in sich ruhender denn eh und je.

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Chäirwalk – Top 10

Gitarrenmusik mit deutschen Texten ist immer eine Gratwanderung. Was bei Indie Rock, Industrial und Crossover zumeist recht gut funktioniert, stößt in anderen Subgenres auf weniger Gegenliebe, auch wenn es immer wieder Lichtblicke gibt. Chäirwalk sind für Alternative Rock und Stonerklänge in etwa das, was Callejon mittlerweile für den Metalcore geworden sind: eine echte Alternative. Die drei Hamburger wandern bereits seit 15 Jahren um die Stühle, ihre Alben sind jedoch zumeist im Eigenregie-Sumpf untergegangen. „Top 10“ erscheint nun bei 141records mit der Empfehlung von zahlreichen Supportgigs mit ähnlich gelagerten Bands wie Mustasch, Pothead oder Hermano.

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Baby Lou – Fresh Water In A Dirty Glass

Lebt Punk Rock eigentlich noch? Und wenn ja, was ist das überhaupt, dieses klassische, längst in seine Einzelteile zerlegte Genre? Mit dem Sex-Appeal von Pistolen haben Baby Lou nichts zu tun, London scheint das Quartett aus Hamburg und Saarbrücken sowieso nicht zu rufen. Kein Wunder, mit Schnappatmung kommt man nicht so leicht zu recht. Wohl aber das junge Hamburger Label 141records, für die „Fresh Water In A Dirty Glass“ erst der zweite Release ist (nach „Sanguinity“ von Three Chord Society). Dafür aber ein guter, versteht sich.

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Nneka – My Home

Dreieinhalb Jahre ist es mittlerweile her, dass Nnekas bislang letztes Album „No Longer At Ease“ erschienen ist – eine bewegte Zeit für die 30jährige Nigerianerin, die mittlerweile seit über einer Dekade in Hamburg lebt. Während sie sich in Deutschland rar machte, eroberte sie die britischen Charts und hatte zahlreiche Auftritte in den USA, unter anderem in der David Letterman Show. Nun ist das Soul- und Reggae-Wunder wieder zurück mit „Soul Is Heavy“, das am 7. Oktober erscheinen soll. Vorab gibt es als bereits zweite Single „My Home“, leider erneut nur als rein digitalen Release.

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Scams – Rewrite Fiction

Während aktuell in Austin, Texas das SXSW stattfindet, sorgt ein Blick auf das Festival von 2009 für zusätzliche Gegenwarts-Perspektivenwirkung. Damals wurden Scams aus dem Norden Großbritanniens zu den besten UK-Bands on stage gewählt. In der Zwischenzeit sorgten sie mit dem Video zu „Lost For Words“ (ein sympathischer Zusammenschnitt alter Folgen der ‚Sesamstraße‘) für ein wenig Aufsehen, fanden bei DevilDuck Records eine musikalische Heimat und haben nun ihr Debütalbum „Rewrite Fiction“ am Start.

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Schiller – Atemlos Live

Schiller-Fans haben es wirklich nicht leicht. Beim Release eines neuen Albums von Christopher von Deylen müssen sie sich regelmäßig zwischen unzähligen Editionen mit unterschiedlichen Ausstattungen entscheiden. Auch die diesjährige „Atemlos“-Ära macht da keine Ausnahme. Gerade erst erschien mit „Atemlos Live“ wieder der obligatorische Tour-Rückblick – als DVD, Blu-ray, Audio-CD oder streng limitiertes „Lichtblick“-Deluxepaket. Wer die Wahl hat…

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Ikaria – Luxembourg

Für Ikaria kann es offensichtlich nicht schnell genug gehen. Brav halten die Berliner ihren 14-Monats-Rhythmus ein, der nach der EP „Fiber“ und dem Debütalbum „Repair My History“ nun „Luxembourg“ nachschießt. Beeindruckend hierbei ist, dass man keineswegs gehetzt, sondern sich – ganz im Gegenteil – deutlich reifer und intensiver mit dem Erlebnis Musik auseinander setzt.

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