Schlagwort: Indie Pop/Rock

The Boys You Know – Elephant Terrible

In ihrer österreichischen Heimat erspielten sich The Boys You Know mit ihren ersten beiden Alben in ebenso vielen Jahren einen beachtlichen Ruf als treibende Indie-Kraft mit einem Auge für gute Popsongs. Für den Drittling ließ man sich erstmals ein wenig Zeit und baute die Band ein wenig um – neben einem neuen Bassisten wurde das ursprüngliche Quartett um einen Keyboarder und einen Trompeter erweitert. „Elephant Terrible“ spannt nun den Bogen von Dinosaur Jr. über die Manic Street Preachers bis zu den emotionaleren Momenten der Smashing Pumpkins.

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The Rifles – Big Life

Bei allem Potential haben The Rifles den Sprung ein klein wenig verpasst. Für den großen The-Band-Hype kamen sie ein wenig zu spät, gute Songs hin und her. Mit ihrem letzten Album „None The Wiser“ klopften sie erstmals an der Tür zu den UK-Top-20. Edelförderer Paul Weller schenkte dem Quartett aus Chingford Studiozeit plus Produzent, sodass in Ruhe an einem Nachfolger geschraubt werden konnte. Herausgekommen ist „Big Life“, das erste Doppelalbum der Rifles.

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Haley Bonar – Impossible Dream

Dass Haley Bonar einst halbwegs im Low-Fahrwasser unterwegs war, hört man heute kaum. Mittlerweile vermischt die US-Amerikanerin Pop/Rock mit Indie- und Alternative-Klängen, dazu gesellen sich kleinere Überreste ihrer früheren Karriere. „Last War“, ihr Einstand für Memphis Industries, trumpfte vor knapp zwei Jahren mit einer Reihe richtig guter, kleiner Songperlen auf. Bonar baut mit „Impossible Dream“ darauf auf und öffnet sich endgültig.

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Darlingside – Birds Say

Bands mit mehr als einem Sänger sind eher selten, aber gleich vier Stimmen? Tatsächlich singt bei Darlingside jeder – in eigenen Passagen, in eigenen Tracks, aber gerne auch gemeinsam. Das US-Quartett vermischt Folk mit Chamber-Pop und sympathischem Indie-Flair, gemütlich fließenden Arrangements und leicht nachdenklicher Emotionalität. Süßlich und doch erdig: „Birds Say“, das zweite Album, ist eine Grenzerfahrung im positiven Sinn.

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Travis – Everything At Once

Die Urväter der britischen Glum-Pop-Welle sind wieder da. Ohne Travis gäbe es wohl kein Coldplay und auch kein Keane. Die Schotten um Wahl-Berliner Fran Healy hatten zwar vergleichsweise weniger Mainstream-Präsenz in den vergangenen Jahren, erreichten dennoch mit ihrem letzten Album „Where You Stand“ 2013 die zweithöchste Chart-Platzierung ihrer Karriere in Deutschland. Auch knapp zwei Jahrzehnte nach Veröffentlichung ihres Debüts darf man das Quartett nicht abschreiben. „Everything At Once“ liefert zehn weitere gute Gründe dafür.

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Into It. Over It. – Standards

Was passiert, wenn der Geo-Graf vom Dienst erstmals in seiner Solokarriere auf ortsspezifische Referenzen verzichtet? Ob einzelne Songs oder ganze Alben, Orte haben bei Evan Weiss immer eine ganz wichtige Rolle gespielt, doch auf dem dritten Album seines Projekts Into It. Over It. sind keinerlei solcher Referenzen zu finden. Nicht nur das, auf „Standards“ wagt er sich noch dazu an musikalische Entschlackung und versucht sich an einer kleinen Neuausrichtung. Mehr Indie, mehr Pop, mehr Experimente – geht das gut?

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Teleman – Brilliant Sanity

Erst Anfang 2013 veröffentlichten Teleman ihre allererste Single, nun steht bereits ihr zweites Album in den Startlöchern. Nunmehr zum Quartett angewachsen, entwickelten sich die Londoner mit „Cristina“ und der dazugehörigen Platte „Breakfast“ schnell zu Lieblingen von Hookline-Fetischisten. Ob sie nun den Status des Alternative-Geheimtipps hinter sich lassen können? „Brilliant Sanity“ hat mit seinen elf Indie Pop/Rock-Perlen zumindest das Zeug dazu.

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Jonas Alaska – Younger

In seiner norwegischen Heimat ist Jonas Alaska Dauergast in den Charts, im Radio und bei diversen Preisverleihungen. Hierzulande bäckt er noch kleinere Brötchen und machte vor einem Jahr mit „Tonight“, einer Compilation seiner bis dato nur in Norwegen erscheinenen Platten, erstmals auf sich aufmerksam. Sein neues Album „Younger“ erscheint hierzulande nun regulär. In elf Kapiteln setzt er sich mit Szenen aus dem Alltag eines typischen Teenagers auseinander.

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The Thermals – We Disappear

Kurz, prägnant und knackig: The Thermals waren noch nie Freude ausufernder Platten und kommen stattdessen lieber möglichst schnell auf den Punkt. Entsprechend sind die drei Jahre, die seit dem bis dato letzten Studioalbum „Desperate Ground“ vergangen sind, auch überraschend lang. Für den Nachfolger „We Disappear“ befasst sich das Trio aus Portland nun mit den drei Eckpunkten Liebe, Tod und Technologie.

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Wakey Wakey – Overreactivist

Auf das überbordende Mammutwerk folgt eine Rückbesinnung auf die eigenen Stärken: Angetrieben vom Erfolg durch Soundtrack-Platzierung samt Nebenrolle in „One Tree Hill“, arbeitete Michael Grubbs, besser bekannt unter seinem Künstlernamen Wakey Wakey, mit sieben Produzenten und 15 Songwritern an „Salvation“. Die Reaktionen darauf fielen allerdings verhalten aus, weswegen sich der New Yorker wieder im Studio einschloss und ohne Einflüsse von außen aufnahm. „Overreactivist“ klingt nun nach einem Musiker, der nach Hause gefunden hat.

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