Schlagwort: Indie Pop/Rock

Turnover

Turnover – Altogether

Sie mussten erst auseinandergehen, um besser und enger denn je zusammenarbeiten zu können. Nein, Turnover hatten sich nicht zwischenzeitlich aufgelöst, doch wohnt das ursprünglich aus Virginia Beach stammende Trio mittlerweile an drei verschiedenen Küsten. Dennoch erwies sich das Songwriting als deutlich vernetzter, frei von Zeitplänen und Limitationen. Jede Idee erhielt ihren eigenen, individuellen Stempel, dann wurde mit Bandintimus Will Yip eine magische Platte zwischen Veränderungen und Gemeinschaftsgefühl geschrieben. „Altogether“ packt noch mehr Pop in den ohnehin bereits vielschichtigen Ansatz zwischen Indie, Rock, Jazz, Folk und Disco.

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Surf Curse

Surf Curse – Heaven Surrounds You

Lieder über Herzschmerz und Entfremdung, direkt aus dem jugendlichen Leben gegriffen, beschäftigten Surf Curse zu Beginn ihrer Karriere. Das ist bald zehn Jahre her, damals spielten Nick Rattigan und Jacob Rubeck noch punkigen Rock. Kürzlich zog das Duo von Reno nach Los Angeles, zugleich wurde der Sound eine Spur sonniger und verträumter. Indie Rock, Post Punk und ein wenig Dream-Pop geben sich auf dem mittlerweile dritten Studioalbum „Heaven Surrounds You“ die sprichwörtliche Klinke in die Hand.

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Spielbergs

Spielbergs – Running All The Way Home

Aktuell fließen die kreativen Säfte bei den Spielbergs mit ungeahnter Wucht. Klar, das liest sich dezent eklig, stimmt aber trotzdem. Am 1. Februar erschien das kurzweilige Debütalbum „This Is Not The End“, eine Sammlung packender Songs mit unerwarteten Stahlkanten. Von Ruhe und Gemächlichkeit hält man in Oslo aber herzlich wenig, und so steht bereits neues Material in den Startlöchern. Auf „Running All The Way Home“ finden sich drei brandneue Tracks sowie zwei Outtakes aus den Album-Sessions.

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Young Guv

Young Guv – GUV II

Erst Anfang August legte Ben Cook aka Young Guv eine Sammlung sympathischer Indie- und Power-Pop-Tracks für den Spätsommer vor. „GUV I“ war, das ist nun klar, der erste Teil einer Doppel-LP-Serie. Warum warten, wenn das Schöne und Gute so nahe liegt? Keine drei Monate später scharrt bereits der zweite Teil in den Startlöchern. Dieser heißt natürlich „GUV II“ und sammelt abermals sympathische Hooklines, packende Refrains und bissige Texte.

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Chris Farren

Chris Farren – Born Hot

Die schmale Gratwanderung zwischen Selbstfindung, Selbsthass und (vorgetäuschtem) Selbstbewusstsein beschäftigt Chris Farren aktuell mehr denn je. Nach dem kurzen Ausflug zu Antarctico Vespucci, dem gemeinsamen Indie-Rock-Projekt mit Jeff Rosenstock, ging es wieder zurück in Solo-Gefilde. „Born Hot“ wurde komplett in Farrens eigener Wohnung in Los Angeles aufgenommen und vermischt einmal mehr Power-Pop und Indie-Exkurse mit sympathischen Experimenten.

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City And Colour

City And Colour – A Pill For Loneliness

Vor einiger Zeit las Dallas Green von einer experimentellen Studie. Durch Zugabe eines Hormons in Tablettenform sollten Gefühle der Einsamkeit reduzieren werden. Von derlei Ambitionen hält der kanadische Enddreißiger herzlich wenig und erklärte die verschiedensten Formen des Alleineseins – gewollt wie ungewollt – zum Konzept für seine neue City And Colour-Platte. Diese kommt zu einem überaus interessanten Zeitpunkt, denn nach mehrjähriger Pause hat sich Greens eigentliche Hauptband Alexisonfire wieder zusammengefunden. Auf den Sound von „A Pill For Loneliness“ hatte das natürlich keine Auswirkungen.

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Thees Uhlmann

Thees Uhlmann – Junkies und Scientologen

Da ist er wieder, der gute Thees Uhlmann. Seit seinem zweiten Soloalbum, kurz und kompakt „#2“ betitelt, sind mehrere Jahre ins Land gezogen, unter anderem veröffentlichte er mit „Sophia, der Tod und ich“ einen grandiosen Debütroman. Demnächst schreibt er über die Hosen, denn irgendwer muss wohl. Aber die Musik, ja, neue Songs gibt es auch wieder. Uhlmann hatte bereits fertig, nahm jedoch erneut Anlauf und widmete sich ausschließlich Liedern, die ihm persönlich überaus nahe waren. Und sind. „Junkies und Scientologen“ hört man diese Aufrichtigkeit in jeder Sekunde an.

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Chastity

Chastity – Home Made Satan

Erst vergangenes Jahr ließ Brandon Williams seine wilde Meute Chastity auf die Musikwelt los. Irgendwo zwischen Shoegaze und Post-Hardcore legten die Kanadier mit „Death Lust“ eine aufwühlende und doch irgendwie eingängige Punktlandung hin. Mittlerweile ist klar: Es war „nur“ der Auftakt zu einer Trilogie aus der Perspektive eines jungen Mannes, der zu viel Zeit alleine verbringt und allmählich von Paranoia verschlungen wird. „Home Made Satan“ befasst sich mit den Themen Furcht, Jugend, Leben im Vorort und Extremismus in der westlichen Welt. Der Sound ist zunächt allerdings kaum wiederzuerkennen.

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Keine Übung

Keine Übung – Singer-Songwriter zu Pflugscharen

Musikalische Regeln sind dazu da, mit Wonne gebrochen zu werden. Jan Frisch hat hörbar Spaß daran. Der Gitarrist der Alin Coen Band wagte vor einem Jahr mit Aua Aua fragmentierte Sinnsuche zwischen Krautrock, Jazz und Liedermacherei. Bei letzterem Genre blieb er hängen und bricht dieses im Bandformat nun auf. Keine Übung ist die lauteste Singer-Songwriter-Formation der Welt und verbindet den Bruch von Hörgewohnheiten mit intellektuellem Anspruch. „Singer-Songwriter zu Pflugscharen“ entpuppt sich als kleines Glanzlicht.

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The Night Café

The Night Café – 0151

Es gibt viele gute Gründe, Hausaufgaben zu verschmähen. Ganz vorne mit dabei: eine Band gründen. Zumindest taten dies Sean, Josh, Arran und Carl aus Liverpool. Seit ein paar Jahren sind sie als The Night Café unterwegs, veröffentlichten einige spannende Singles und Kleinformate, und gelten als nächstes großes Indie-Ding. Ihr Debütalbum „0151“ vereint nun altes und neues Material auf stattlichen 63 Minuten Spielzeit. Ob das zu viel des Guten ist?

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