Schlagwort: Indie Pop/Rock

Lauran Hibberd

Lauran Hibberd – Goober

Als Lauran Hibberd vor ein paar Jahren Weezer hörte, war es um sie geschehen. Ihre leicht folkigen Pop-Wurzeln rückten in den Hintergrund und wichen einem Indie-Slacker-Sound, der die junge Britin von der Isle of Wight zum großen Geheimtipp mit zahlreichen Festival- und Radioauftritten reifen ließ. Im Zwei-Jahres-Rhythmus veröffentlicht sie nunmehr neue EPs sowie zahlreiche Singles. Jetzt ist es wieder Zeit für ein neues Kleinformat, denn „Goober“ steht mit seinen sechs kurzweiligen Tracks in den Startlöchern.

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Jodi

Jodi – Blue Heron

Über Jahre wirkte Nick Levine immer wieder bei Pinegrove mit, wenngleich mit stark fluktuierender Häufigkeit. Nebenher entstand ein Solo-Schauplatz. Nach einer ersten EP „Karaoke“ wird nun jener Stil weiterverfolgt, den Levine (selbstgewählte Pronomen: they/them) als ‚Queer Country‘ bezeichnet. Wobei Country nur eine sehr ungefähre Beschreibung dessen ist, was Jodi auf Platte zaubert. Das Album „Blue Heron“ ist reich an Symbolik und bemüht sich darum, der Welt einen Sinn zu geben, und zugleich die Zufälligkeit des eigenen kreativen Ausdrucks fest zu umarmen.

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Island

Island – Yesterday Park

Irgendwann (hoffentlich bald) kommt er, der nächste Festivalsommer. Und dann werden Island gute Laune mit einem Hauch Nostalgie verbreiten. Vor drei Jahren gelang den Briten mit „Feels Like Air“ ein kurzweiliges Debüt, gewiss nicht perfekt, aber von gleich mehreren kleinen Hits begleitet. Dieses besondere Gefühl will das Quartett nun abermals einfangen und reist dafür in die Vergangenheit. Man bedient sich aber nicht etwa bei alten Größen, sondern widmet sich Geschichten aus der Jugend, als alles noch eine Spur sorgloser und unbeschwerter wirkte. „Yesterday Park“ erkundet die damit verbundenen Gefühlslandschaften ohne unnötige Verklärung.

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Slut

Slut – Talks Of Paradise

Geduld ist eine Tugend, welche Slut-Fans zur Genüge kennen. Die Indie-Urgesteine aus Ingolstadt brechen nichts übers Knie, doch sind fast acht rekordverdächtige Jahre seit „Alienation“ vergangen. Tatsächlich ging man nach der Konzertreihe im Sommer 2014 auseinander, ohne fixe Vereinbarung für Zukunftspläne. Erst 2017 trafen sich Rainer Schaller und Chris Neuburger wieder, gingen später eine Woche lang nach Athen, um Songs zu schreiben, und lieferten die Basis für „Talks Of Paradise“. Das mittlerweile neunte Album der Bayern klingt allerdings anders als erwartet.

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Kicker Dibs

Kicker Dibs – Vagabund

Seit geraumer Zeit geistert der Name Kicker Dibs umher, begleitet von mehreren tollen Singles mit sympathischen Texten. Die Berliner setzen auf Wohlfühl-Indie-Klänge zwischen Pop und Rock mit verschmitztem Lokalkolorit und globaler Klasse. Ihr erstes Album nahmen sie im ehemaligen WG-Bungalow auf, ein Wohnzimmer mit 60s-Flair wurde kurzum zum Studio umfunktioniert. Nun steht „Vagabund“ in den Startlöchern, kurz und bündig. Denn: 23 Minuten sind wirklich kurz, reichen aber vollkommen, um alles zu sagen.

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Manchester Orchestra

Manchester Orchestra – The Million Masks Of God

Bei Manchester Orchestra lag etwas in der Luft, das zeigten unter anderem Andy Hulls Gastauftritte bei diversen von Bands und Musikern in den vergangenen Monaten. Tatsächlich ist die Hauptband wieder da mit dem ersten Album seit vergleichsweise langen vier Jahren. Hull und Co-Songwriter Robert McDowell verarbeiten ein einschneidendes Erlebnis, begleitet von tiefer Trauer und der Erkenntnis, das man sich mit dieser intensiv und konzentriert auseinandersetzen müsse, um wieder nach vorne blicken zu können. „The Millions Masks Of God“ zeigt das Indie-Orchester so druckvoll und feinsinnig wie schon lange nicht mehr.

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Flyte

Flyte – This Is Really Going To Hurt

Liebeslieder und Trennungsalben sind das Yin und Yang der populärmusikalischen Welt. Flyte aus London widmen sich aktuell zweiterem Bereich. Die Indie-Band dokumentiert Will Taylors prägende Trennung durch Trauer und Akzeptanz. Große, charmante Popmelodien und gekonnt eingesetzte Gitarren, dazu drei butterweiche Stimmen und ein Händchen für Radioperlen, die sich einfach nicht abnutzen wollen – „This Is Really Going To Hurt“ tut nur im Titel und den Lyrics weh, ist ansonsten jedoch Balsam für geschundene Airplay-Seelen.

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The Fratellis

The Fratellis – Half Drunk Under A Full Moon

Mit ihrem ersten Album und Songs wie „Chelsea Dagger“, „Flathead“ und „Whistle For The Choir“ gingen The Fratellis durch die Decke. Das ist mittlerweile 15 Jahre her. Nach kurzer Katerstimmung etablierte sich das Trio aus Glasgow zumindest in der Heimat als echte Albumband und erreichte zuletzt sogar die britischen Top 5. Nun kommt eine Platte hinterher, die in düsteren Zeiten wie ein kämpferisches Statement wirkt, die auf die Rückkehr von Live-Musik vorbereitet und zugleich die Energie und Macht von gutem Pop betont. „Half Drunk Under A Full Moon“ zeigt die Fratellis vielschichtiger denn je.

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Black Honey

Black Honey – Written & Directed

Farbenfrohe, knuffige Optik, schroffer Realismus dahinter: Black Honey begeistern mit ihren lebenslustigen Auftritten, gerade in den mehr als sehenswerten Videos, während die Texte von Izzy B. Phillips die alltäglichen Probleme junger Frauen beleuchten – ein unverblümter Blick hinter die Kulissen, der das Debütalbum der vier Brit*innen vor drei Jahren auf Platz 33 der UK-Charts brachte. Der Nachfolger „Written & Directed“ widmet sich starken Frauen und rückt Empowerment in den Mittelpunkt.

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Tim Hart

Tim Hart – Winning Hand

Als die Welt im vergangenen Jahr stillstand, hatte Tim Hart endlich Zeit, etwas innezuhalten. Im Herbst 2019 meldeten sich Boy & Bear nach mehreren Rückschlägen erfolgreich zurück, zu ausgedehnten Tour-Aktivitäten kam es allerdings nicht mehr. Hart lebt mittlerweile in Brisbane, zwölf Stunden von seiner Heimatstadt Sydney entfernt, ist kürzlich Vater geworden und schreibt nebenher auch noch Soloalben. Für ein solches hatte er dann doch unerwartet Zeit gefunden und tritt mit „Winning Hand“ in den direkten Dialog mit seinem Publikum.

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