Schlagwort: Indie Pop/Rock

boy pablo

boy pablo – Wachito Rico

Vor drei Jahren machte Nicolas Munóz erstmals so richtig von sich reden. „Everytime“ ging viral, das Video wurde bis heute 33 Millionen Mal geklickt und brachte den norwegischen Teenager mit chilenischen Wurzeln schnell auf das Web-Raketenschiff. Mittlerweile ist boy pablo 21, veröffentlichte zwei überaus sympathische EPs mit Jangle-Bedroom-Pop-Perlen und schaffte sich nebenher ein weiteres Alter Ego, das nun den Titel seines Debütalbums ziert: „Wachito Rico“.

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beabadoobee

beabadoobee – Fake It Flowers

Mit ihren DIY-Songs aus dem Schlafzimmer trifft Vokal-Sammlerin beabadoobee den Puls der Zeit. Bea Kristi ist erst 20 Jahre alt, sammelt aktuell Newcomer-Auszeichnungen wie andere Panini-Aufkleber und konnte als Support von The 1975 zuletzt sogar bereits auf der ganz großen Stadionbühne spielen. Nach zwei EPs präsentiert die Britin nun ihr Debütalbum. „Fake It Flowers“ bietet einen (falschen?) Strauß kleiner Indie Pop/Rock-Perlen, welche die erstaunliche Frühform und sämtliche Vorschusslorbeeren ganz entspannt bestätigen.

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Matt Costa

Matt Costa – Yellow Coat

Mit seinem charmanten Auftreten und einem Strauß sympathischer Songs konnte sich Matt Costa schnell ein veritables Publikum aufbauen. Einst von No Doubt-Gitarrist Tom Dumont entdeckt und gefördert, veröffentlichte der 38jährige Kalifornier bislang vier Alben sowie unzählige Kleinformate. Die letzten beiden Jahre verbrachte er fast durchgehend auf Tour, zudem ging eine fast ein Jahrzehnt andauernde Beziehung in die Brüche. „Yellow Coat“ befasst sich mit diesem Herzschmerz, auch wenn man das vielleicht nicht immer gleich hört.

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Travis

Travis – 10 Songs

Travis sind wie guter Wein, scheinen mit jenem Album besser zu werden. Klar, ihre größten kommerziellen Erfolge mögen an die 20 Jahre zurückliegen, doch erreichen die Studiowerke der vier Schotten nach wie vor regelmäßig verdiente Top-Platzierungen. Vergangenes Jahr blickten sie auf das große Jubiläum ihres Durchbruchsalbums „The Man Who“ inklusive Release der legendären Glastonbury-Performance zurück, nun gibt es neues Material. „10 Songs“ beinhaltet – richtig geraten – zehn neue, gewohnt zeitlose Tracks.

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Everything Everything

Everything Everything – Re-Animator

Ihre letzten beiden Platten waren entweder politisch und gesellschaftskritisch oder finster und fatalistisch. Genau das wollen Everything Everything jetzt hinter sich lassen und – wie es oft gerne heißt – zurück zu den Wurzeln kehren. Tatsächlich konnten die Briten die angepeilte Direktheit und Unmittelbarkeit realisieren. Auf „Re-Animator“ bemüht sich die Band um einen deutlich songdienlicheren Ansatz und rückt, zumindest im Vergleich zu den letzten Releases, die Gitarren wieder etwas weiter in der Mittelpunkt.

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Snow Patrol

Snow Patrol – The Fireside Sessions

Sinnvolle, ausgedehnte und vor allem sichere Live- und Touraktivitäten sind seit Monaten undenkbar, zumindest wenn man mehr als drei in Buttermilch getünchte Gehirnzellen besitzt. Während manche Künstler auf Online- und Home-Gigs oder Drive-In-Konzerte setzen, gingen Snow Patrol einen anderen Weg. Über elf Wochen schrieben sie gemeinsam mit ihren Instagram-Followern, die Akkorde und Texte vorschlugen, zwölf Tracks. Nun gibt es fünf dieser gemeinsam mit den Saturday Songwriters entstandenen Songs auf der EP „The Fireside Sessions“.

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All We Are

All We Are – Providence

Eine kleine Pause sowie eine kreative Beinahe-Katastrophe brachten All We Are zurück in die Alt-Pop-Spur. Nach zwei in kurzer Abfolge veröffentlichten Platten sowie begleitenden Touren brauchte das internationale, in Liverpool ansässige Trio eine kleine Pause. Die Aufnahmen zum Nachfolger von „Sunny Hills“ begannen zwar bereits Ende 2018, allerdings zerstörte ein Defekt der Haupt- sowie der Backup-Festplatte sämtliche anfänglichen Aufnahmen. All We Are fingen komplett von vorne an und verließen sich stattdessen auf ihren Instinkt. „Providence“ dankt es ihnen.

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Krief

Krief – Chemical Trance

Fast zeitgleich mit seiner Hauptband The Dears veröffentlicht Patrick Krief ein neues Soloalbum. Auf dem Vorgänger „Dovetale“ suchte der kanadische Sänger und Songwriter eine freudige, hoffnungsvolle Antwort auf die Finsternis bisheriger Alleingänge und fand ein beseeltes Lächeln vor. Den Nachfolger „Chemical Trance“ nennt er eine Art Ayahuasca-Reise, die Konfrontation mit den dunkelsten Dingen der eigenen Vergangenheit in überspitzter Form. Erlösung gibt es erst am Ende dieses durchgängigen Hörerlebnisses.

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Helgen

Helgen – Die Bredouille

Vor drei Jahren landete es, dieses „Halb oder gar nicht“. Helgen stellten sich vor und zeigten, dass Gitarren-Pop nicht nach klassischer deutscher Indie-Schule klingen muss. Tolle Melodien, kleine Experimente und packende Texte inspirierten vertraute Vergleiche und beschritten doch neue Wege. Nun befindet sich das Trio in einer gewissen Bedrängnis. Was kann auf diesen Einstand folgen, wie kann das ach so schwere zweite Album angegangen werden? Helgen nennen das Kind beim Namen – „Die Bredouille“ – und gehen endgültig durch die Decke.

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Daniel Blumberg

Daniel Blumberg – On&On

Persönliche Einschnitte inspirierten Daniel Blumberg zu „Minus“, einem Soloexkurs zwischen Dekonstruktion und halb-improvisierter Liedästhetik. Das ehemalige Mitglied von Cajun Dance Party und Yuck, zugleich ebenso als Soundtrack-Experte und bildender Künstler tätig, bricht auf Solopfaden vertraute Strukturen auf. So entstand seine neue Platte im Rahmen von Live-Sessions mit Musiker*innen der Londoner Improv-Bühne Café OTO. „On&On“ dreht sich um die Suche nach dem endlosen Lied.

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