Schlagwort: Indie Pop/Rock

Spacey Jane

Spacey Jane – Exit Wounds

Spacey Jane schwimmen weiterhin auf einer Erfolgswelle. Das vor 13 Monaten erschienene „If That Makes Sense“ erreichte erneut Platz 2 in Australien und war das meistverkaufte australische Album des Jahres. Bevor es in der Heimat auf eine große Tour gibt, setzt es – glücklicherweise international – noch ein wenig Nachschlag. Die sechs Songs der EP „Exit Wounds“ waren ebenfalls während der Album-Sessions entstanden, passten für die Band jedoch nicht zur restlichen Platte. Dass diese Tracks nicht unter Verschluss gehalten werden, ist ein absoluter Gewinn.

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New Idea Society

New Idea Society – Fire On The Hill

Die dauerbeschäftigten Mike Law (Wild Arrows) und Stephen Brodsky (Cave In, Mutoid Man) machen wieder gemeinsame Sache. Ein letztes Album von New Idea Society hat inzwischen über fünfzehn Jahre auf dem Buckel, zwischendurch erschien zumindest der eine oder andere Song. Aktuell ist man wieder rein als Duo unterwegs und konzentriert sich auf einen gewissen Minimalismus, dessen Lo-Fi-Ansatz an die Anfangstage angelehnt ist. „Fire On The Hill“ befasst sich mit Liebe und all den Formen, die sie annehmen kann – zwischen Schönheit und Schmerz, Hoffnung und Verlust.

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Broken Social Scene

Broken Social Scene – Remember The Humans

Das vielleicht bekannteste Indie-Kollektiv der Welt meldet sich zurück. Stolze neun Jahre hat „Hug Of Thunder“, das bislang letzte Album von Broken Social Scene, inzwischen auf dem Buckel. Die Welt ist seither ohne Frage eine andere, was man dem Nachfolger anhört. Für diesen tat sich Gründer Kevin Drew nach über zwei Jahrzehnten wieder mit Produzent David Newfeld zusammen, der für das Chaos der zweiten und dritten Supergroup-Platte verantwortlich war. Kurz nach dem Wiedersehen starben die Mütter der beiden in kurzer Abfolge. Auch das hinterließ ohne Fragen Spuren auf „Remember The Humans“, das die Suche nach etwas Gemeinsamen aus den Anfangstagen erneut hochleben lässt.

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White Denim

White Denim – 13

Im Grunde steuerte alles auf diese magische Nummer zu: James Petralli wurde am 13. August geboren. Es ist sein 13. Studioalbum. Die letzte Platte hieß „12“. Und doch ist die neue Platte von White Denim doch so viel mehr als ’nur‘ eine mythische Zahl. Letztlich sollte es um das Leben und die Erfahrungen Petrallis gehen, was – wie die Zahl selbst – sowohl Glück als auch Unglück, Kreativität und Chaos bedeuten kann. Entsprechend vielseitig, abwechslungsreich und gerne unvorhersehbar zeigt sich „13“, wagt sich noch weiter hinaus und fügt sich doch perfekt in den schrägen, doch stets sympathischen Reigen des bisherigen Schaffens ein.

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Teen Suicide

Teen Suicide – Nude descending staircase headless

Raus aus dem kleinen Zimmer und rein ins ordentliche Studio: Jahrelang veröffentlichte Sam Ray mit verschiedenen Mitstreitern als Teen Suicide sympathische, energische, aber auch verträumte Lo-Fi-Songs. Seit bald acht Jahren gibt es ein fixes Line-up als Duo mit Ehefrau Kitty Pryde, Rays schwere gesundheitliche Probleme der letzten Jahre scheinen überwunden, zudem besteht nun eine etablierte Tour-Besetzung für ordentlich Live-Präsenz. „Nude descending staircase headless“ weicht dennoch vom vertrauten Homerecording-Prozess ab und wurde erstmals mit umfassender Instrumentierung und ordentlicher Produktion aufgenommen. Das steht der Band erstaunlich gut zu Gesicht.

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Sean Solomon

Sean Solomon – The World Is Not Good Enough

Zwei Alben lang unterstrichen Moaning ihre Ambitionen, im Post-Punk- und Indie-Rock-Sektor steil zu gehen, bevor die Band 2023 eine Pause auf unbestimmte Zeit bekannt gab. Sänger und Gitarrist Sean Solomon begann daraufhin, Solosongs zu schreiben und zu sammeln, stolze zwei Jahre lang, und verband diese mit kreativen Ideen von seinem zweiten Standbein als Animator. In Jarvis Taveniere (u. a. Whitney, Purple Mountain, Waxahatchee) fand er einen Gleichgesinnten, der die Produktion, den Bass und etwas Percussion übernahm. „The World Is Not Good Enough“ ist Solomons Versuch, die Welt um ihn herum zu begreifen, und sich eine Gemeinschaft aufzubauen.

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Philine Sonny

Philine Sonny – Virgin Lake

Ein Kraftakt mit viel Herz und Offenheit begleitet Philine Sonny nach zwei EPs zum ersten kompletten Album. Sie lässt das eigene Schlafzimmer hinter sich und holt sich erstmals weitere befreundete Musiker:innen ins Boot, um den Sound auszubauen. Geworden ist es ein Werk in vier Akten, teils inspiriert von Benedict Wells‘ Coming-of-Age-Roman ‚Hard Land‘, der das wütende, sehnsüchtige Kind erst mit Selbstmitleid konfrontiert, später Freude entdecken lässt und schließlich beide Welten miteinander verbindet. „Virgin Lake“ kehrt das Innerste nach außen und setzt die Suche nach Verständnis, Balance und Selbstentwicklung konsequent fort.

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The Clockworks

The Clockworks – The Entertainment

Gleich mit ihrem ersten Album gelang The Clockworks ein absoluter Volltreffer: Auf „Exit Strategy“ brachte das in Irland gegründete und heute in London ansässige Quartett gebündelte Indie- und Alternative-Klasse zusammen. Und das in kompletter Eigenregie, denn das bandeigene Label war die perfekte Bühne, um diese Hit-Platte auf das Publikum loszulassen. Der Nachfolger wurde vor allem in den eigenen vier Wänden geschrieben und aufgenommen, holt sich neue musikalische Einflüsse hinzu und befasst sich zudem mit Themen wie Isolation, Einsamkeit und Verbindungen. Vom schweren zweiten Album hält „The Entertainment“ herzlich wenig.

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congratulations

congratulations – Join Hands

Hände reichen und gemeinsam ab auf die Tanzfläche: congratulations aus Brighton veröffentlichen seit vier Jahren immer wieder Singles und Kleinformate und spornen Indie-Klänge zu euphorischer Bewegung an. Kantiger Indie Rock der Nullerjahre trifft 80s-Pop, Groove, Funk und ordentlich Elektronik, während die Texte mitreißen möchten, im Angesicht persönlicher und gesellschaftlicher Probleme. Entsprechend unbekümmert, deutlich und zugleich herzensgut gibt sich ihr erstes komplettes Album. Passend dazu der aufrüttelnde, energische und anfeuernde Titel: „Join Hands“.

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Beans On Toast

Beans On Toast – Kill Them With Kindness

Der 1. Dezember ist ein Grund zum Feiern – für Folk-Veteran Jay McAllister, dessen Geburtstag es ist, doch auch für seine Fans, denn an diesem Tag erscheint jählich ein neues Album unter seinem Pseudonym Beans On Toast. Seit 2009 bringt diese liebgewonnene Traditionen wieder und wieder feine Songperlen und kleine Überraschungen hervor. Dieses Mal ging Beans mit seiner Live-Band ins Studio – zum ersten Mal, obwohl man bereits seit Jahren gemeinsam auf der Bühne steht. Eben das macht sich bezahlt, denn „Kill Them With Kindness“ profitiert vom hörbaren Verständnis unter den arrivierten Musikern.

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