Schlagwort: Indie Pop/Rock

My Little White Rabbit

My Little White Rabbit – Lowest Heights

Anstatt sich vom Lockdown irre machen zu lassen, schrieben My Little White Rabbit ihr zweites Album. Das Hamburger Quintett um Sängerin Rike Pfeiffer ist nie um eine spitze Pointe verlegen und verpackt Feminismus, Kapitalismuskritik und Surrealismus in poppige Garage-Tracks mit gelegentlichen Psychedelic-Ausflügen. Bauchgefühl trifft Message mit einer gewissen Vintage-Note, ist zugleich stets fest im Hier und Jetzt verankert. Was sich unnötig kompliziert liest, lässt sich einfach zusammenfassen: „Lowest Heights“ tritt ordentlich Hinterschinken.

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Kiwi Jr.

Kiwi Jr. – Cooler Returns

Wie der Name bereits keinesfalls vermuten lässt, kommen Kiwi Jr. aus Kanada und haben mit Neuseeland herzlich wenig am Hut. Macht aber nichts, denn die Musik des Quartetts aus Toronto ist dafür gleichermaßen schmissig und bezaubernd – Indie durch und durch am Scheitelpunkt zwischen vorwitzigem Pop und Rock mit Retro-Attitüde. Nach dem Einstand „Football Money“ griff Sub Pop zu und gab der Band eine Bühne für ihre schroffe und zugleich unverschämt eingängige Auseinandersetzung mit Zeitgeschichte. „Cooler Returns“ kehrt tatsächlich lässig zurück.

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NEØV

NEØV – Picture Of A Good Life

Lauter, wilder, gitarrenlastiger: Nach dem starken „Volant“ mit dazugehöriger Riesentour wollten die Gebrüder NEØV – im Studio wieder zu zweit, ein neues Live-Line-up entsteht aktuell – einiges anders machen. Dazu gehört auch ein Tapetenwechsel, denn während besagte Platte in der finnischen Einsiedelei aufgenommen wurde, ging es dieses Mal ins Hamburger Hausstudio von Clouds Hill. Die Analog-Atmosphäre und der besondere Puls der Stadt begeisterte und inspirierte Anssi und Samuli Neuvonen offenkundig, und so erreicht „Picture Of A Good Life“ stetig neue Höhen.

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Dreimalumalpha

Dreimalumalpha – Jugend ans Geld verloren

Schrammelnder Gitarren-Pop, knackige Parolen und philosophische Texte – da war doch mal etwas in Hamburg. Tatsächlich machen Dreimalumalpha keinen Hehl um ihre musikalischen Vorbilder. Das Trio aus der Tiroler Landeshauptstadt Innsbruck arbeitet frontal und doch durchdacht, schreibt dabei richtig gute Songs und dreht die Uhr mal eben um zwei bis drei Jahrzehnte zurück, ohne dabei altbacken zu wirken. Wie bitte? „Jugend ans Geld verloren“, so der Titel des Debütalbums, will keine offenen Fragen beantworten und zieht stattdessen seinen Stiefel durch.

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Will Joseph Cook

Will Joseph Cook – Something To Feel Good About

Gerade mal 21 Jahre alt und schon ein Liebling der jungen Indie- und Alternative-Welt: Ein Vampire Weekend-Album stellte einst die Welt von Will Joseph Cook auf den Kopf. Der junge Brite war verblüfft, wie poppig und vielschichtig Gitarrenmusik klingen kann, und nahm noch als Teenager das mehr als beachtliche Debütwerk „Sweet Dreamer“ auf. In den drei Jahren seither fand er die richtige Balance aus Touren, Erholung und Songwriting-Bursts – mehrere intensive Tage und Wochen zwischen Los Angeles und London, von wertvollen Pausen unterbrochen. Auf „Something To Feel Good About“ zeigt sich schnell, dass das Aha-Erlebnis des Einstands kein Zufall war.

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Dirty Projectors

Dirty Projectors – 5 EPs

Das kreative Feuer lodert bei Dirty Projectors beträchtlich. Gleich fünf EPs erscheinen in einem Kalenderjahr – ein begeisternder Zyklus mit durchaus unterschiedlichen Ausgaben, die jeweils die Stimme eines anderen Bandmitglieds in den Mittelpunkt rückt und zudem in die stilistische Breite gehen. Parallel zum Release des finalen Abschnitts „Ring Road“ erscheint die gesamte Anthologie unter dem Titel „5 EPs“ mit 20 spannenden, angenehm vielfältigen Tracks.

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Hachiku

Hachiku – I’ll Probably Be Asleep

Reisende soll man nicht aufhalten, bloß ab und an ins Studio locken. Die in Michigan geborene und später in einem Kölner Vorort lebende Anika Ostendorf ging als Londoner Biologie-Studentin für ein Austauschjahr nach Australien. In Melbourne fand sie sich als Teil von Milk! Records in der lokalen Musik-Community wieder, stellte nach der Rückkehr nach Großbritannien ihre akademische Karriere zurück und ging wieder nach Down Under. Dort spielte sie mit Courtney Barnett, supportete José González und lebt nun mit ihrer Partnerin zusammen. Ein bewegtes Leben mit gerade einmal Mitte 20, das nun um ein weiteres Kapitel reicher ist: Als Hachiku veröffentlicht Ostendorf ihr erstes Album „I’ll Probably Be Asleep“.

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Oxen

Oxen – Buy A Dog

Der Umzug vom Dorf in eine WG in der großen Stadt bekam den Jugendfreunden Erik Hases und Stefan Söderqvist sehr gut. Als Oxen legten sie eine kurzweilige EP sowie das noch stärkere Debütalbum „Postpone And Forget“ vor. Die WG gibt es zwar nicht mehr, dafür neue Musik – übrigens ohne die Standalone-Single „Matrix Moves“, die einige Wochen die Campus Charts dominierte. „Buy A Dog“ bemüht sich um Indie- und Alternative-Sounds der 80er und 90er. Hases und Söderqvist verweisen augenzwinkernd auf ihre älteren Brüder, die sie zum Genuss solcher Musik ‚gezwungen‘ haben. Gute Arbeit.

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Pale Honey

Pale Honey – Some Time, Alone

Die überaus sympathischen Pale Honey zeigen einmal mehr, dass Göteborg längst nicht nur reine Melodic-Death-Metal-Heimatstadt ist. Der Sound der Schweden wirkt im besten Sinne eigentümlich – schroffer, traumwandlerischer Alternative Rock mit deutlichem Pop- und sogar Electro-Einschlag. Für ihr drittes Album wollte das Trio so ehrlich und mutig wie noch nie sein. Eben jenes Selbstbewusstsein ist auf „Some Time, Alone“ omnipräsent.

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boy pablo

boy pablo – Wachito Rico

Vor drei Jahren machte Nicolas Munóz erstmals so richtig von sich reden. „Everytime“ ging viral, das Video wurde bis heute 33 Millionen Mal geklickt und brachte den norwegischen Teenager mit chilenischen Wurzeln schnell auf das Web-Raketenschiff. Mittlerweile ist boy pablo 21, veröffentlichte zwei überaus sympathische EPs mit Jangle-Bedroom-Pop-Perlen und schaffte sich nebenher ein weiteres Alter Ego, das nun den Titel seines Debütalbums ziert: „Wachito Rico“.

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