Schlagwort: Indie Rock

Seasfire – Oh..Lucifer

In Bristol wird gelärmt, doch kaum einer bekommt es mit. Seasfire haben in ihrer britischen Heimat bereits zahlreiche Singles und EPs veröffentlicht – ein Album ist noch ausständig -, von denen es bislang einzig der Post-Popstep-Track „Heartbeat“ nach Deutschland geschafft hat. Das ist jedoch noch kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken, denn endlich wird nachgelegt. „Oh..Lucifer“ hat nur bedingt mit seinem Vorgänger zu tun und sieht das Quartett ihre Gitarren stärker in den Vordergrund rücken.

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Calexico – Maybe On Monday EP

Mit dem Sommer kommt man beinahe automatisch auf Calexico zurück. Der Sound des Sextetts aus Arizona, eine Mischung aus Indie Rock, Folk, Americana und Tex-Mex, passt perfekt zur warmen Jahreszeit, egal ob man es entspannt oder lebhaft bunt magt. Ende Juni kommen die US-Amerikaner auf Tour und spielen mehrere Deutschland-Konzerte, immer noch mit ihrem im September erschienenen Album „Algiers“ in der Hinterhand. Pünktlich zu dieser Konzertreise erscheint ihre neue EP „Maybe On Monday“, als CD und Vinyl nur bei ihren Auftritten erhältlich, digital jedoch für alle.

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Jimmy Eat World – Damage

Wie eine gut geölte Maschine machen Jimmy Eat World weiter und weiter und weiter. Egal, ob man sich gerade poppig-zugänglich gab oder College-Rock widmete – die Emo-Vorreiter riskieren seit ihrem Durchbruch mit der Single „Lucky Denver Mint“ keinen Blick zurück. Ihr bereits achtes Album nahm das Quartett aus Mesa, Arizona ohne Plattenvertrag auf. Ein weltweiter Partner – einmal mehr mit Major-Hintergrund – wurde vor wenigen Monaten gefunden, „Damage“ steht nun in den Startlöchern und zeigt, gerade inhaltlich, einen etwas erwachseneren Jim Adkins.

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Sportfreunde Stiller – New York, Rio, Rosenheim

WM-Hymne, Edel-Metall, Udo Jürgens – die Sportfreunde Stiller waren 2009 mit der Veröffentlichung ihres Unplugged-Albums am Karriere-Olymp angekommen. Was folgte, war eine (angekündigte) lange Pause, die Schlagzeuger Flo Weber unter anderem für seinen zweiten Roman „Grimms Erben“ und Aushilfsarbeit bei den legendären Noise-Rockern Harmful nutzte. Die Zeit der Stille ist nun vorbei, mit „New York, Rio, Rosenheim“ erscheint, im Sog des Top-10-Einstiegs des Vorboten „Applaus, Applaus“, das erste reguläre Studioalbum seit 2007.

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French Films – White Orchid

Legt man „White Orchid“, das zweite Album von French Films, ein, wähnt man sich in einem sonnendurchfluteten Raum mit offenen Fenstern, vielleicht im Garten, möglicherweise sogar im Strand – Hauptsache wohlig warm. Dass dieses Quintett aus Finnland kommt, verwundert allerdings. Auf dem Sprung sind die Mannen aus dem Norden schon lange, debütierten vor zwei Jahren mit „Imaginary Future“ überaus erfolgreich und waren seither stets unterwegs. Auf „White Orchid“, eben jenem Zweitling, spielen die Finnen mit psychedelischen Klängen und wollen ihren Gitarrenpop ein wenig erwachsener klingen lassen.

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The Pigeon Detectives – We Met At Sea

Mit zwei Top-5-Alben, vier Top-20-Singles sowie Gold- und Platin-Auszeichnungen in ihrer britischen Heimat starteten The Pigeon Detectives überaus erfolgreich in ihre Karriere, blieben hierzulande jedoch ein reines Spezialistenthema. Vor zwei Jahren folgte der erste größere Rückschlag, als die dritte Platte „Up, Guards And At ‚Em!“ mit Ach und Krach die Top 30 erreichte, überdies von den Kritikern nicht selten verrissen wurde. Anstatt sich von dadurch entstandenen Selbstzweifeln, wie es Gitarrist Oliver Main nennt, zerfressen zu lassen, schrieb man einfach darauf los. „We Met At Sea“, das Ergebnis dieser freien Arbeitsweise, kann sich hören lassen.

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Guards – In Guards We Trust

Was derart lässig klingt, dass New York verblasst und die Westküste wie vor einem liegt, sind Guards. Das Trio aus NYC gibt sein Indie Debüt, reichlich nostalgisch, jedoch ohne wild auf Retrowellen zu reiten. Vielmehr zeigen Leader Richie Follin an Gitarre und Mikro, Drummer Loren Humphrey und Keyboard/Sängerin Kaylie Church auf „In Guards We Trust“, dass sich spiralenförmig eindrehende Gitarrenlinien und ein psychedelisch angehauchter Chor vortrefflich eignen, um der Welt ihre Farben zurückzugeben. Alles nur die Tricks einer Momentaufnahme oder nachhaltiges Feingefühl?

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Junip – Your Life Your Call

Nach der Veröffentlichung der ersten EP „Black Refuge“ 2005 wurde Junip erst einmal auf Eis gelegt. Grund war der großen Solo-Erfolg ihrers Sängers José González („Heartbeats“, „Teardrop“, das Debütalbum „Veneer“), der im Alleingang international mittlerweile Platten im Millionenbereich verkauft hat. Erst vor drei Jahren erschien das eigentliche Debütalbum des schwedischen Trios, „Fields“, der schlicht „Junip“ betitelte Nachfolger soll ab dem 19. April in den Läden stehen. Nach dem psychedelisch-krautigen Rocker „Line Of Fire“, der kürzlich in der US-Erfolgs-Serie „Elementary“ eingesetzt wurde, bewegen sich die Schweden mit der zweiten Vorab-Auskopplung „Your Life Your Call“ in weitestgehend unergründeten Gefilden.

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Peace – Follow Baby

Rockmusik muss mal wieder gerettet werden von neuen Hoffnungsträgern, die unter Umständen nach einem Album wieder in der Versenkung verschwinden. Was zynisch, womöglich auch bitter klingt, wurde in der Vergangenheit in zahlreichen Fällen Realität, soll Peace allerdings nicht passieren. Das britische Quartett aus Worcester wurde bereits von der BBC und dem NME abgefeiert, hat zahlreiche Gigs in prominenter Platzierung hinter sich und veröffentlicht nun das Debütalbum „In Love“. Gleichzeitig damit erscheint „Follow Baby“, nach „Wraith“ die bereits zweite Single der Friedliebenden.

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OK KID – Stadt ohne Meer

Vor zwei Jahren veröffentlichte das ehemalige HipHop-Projekt Jona:S seine zweite EP „Grau“, mit der man langsam aber sicher zu Popmusik fand, verpackt als eine Art elektronische Antwort auf Clueso. Seither wurde aus dem Quintett ein Trio, man fand in OK KID einen neuen Namen (angelehnt an die Radiohead-Alben „OK Computer“ und „Kid A“, die beiden ‚Kompromissplatten‘ der verbliebenen Mitglieder) und scheint musikalisch endgültig angekommen zu sein. Erste Auskopplung aus dem am 5. April erscheinenden, eponymen Debütalbum ist „Stadt ohne Meer“.

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