Schlagwort: Indie Rock

The Beths

The Beths – Jump Rope Gazers

Der Release von „Future Me Hates Me“ machte Musik zum Vollzeitjob für The Beths. Das beschauliche Indie-Leben war für das Quartett aus Auckland in Neuseeland plötzlich vorbei, man heimste überschwängliche Rezensionen ein und tourte in Übersee, unter anderem als Support der Pixies und von Death Cab For Cutie. Sängerin und Gitarristin Elizabeth Stokes schrieb den Nachfolger zwischen den Touren, von Ungewissheit und Ängsten ob des Aufbruchs in eine neue (musikalische) Welt geprägt. Zwischen Selbstbewusstsein und Selbstzweifeln breitet der Zweitling „Jump Rope Gazers“ seine mitreißenden Schwingen aus.

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The Winter Passing

The Winter Passing – New Ways Of Living

The Winter Passing sind ein weiterer Rohdiamant aus Dublins umtriebiger DIY-Szene. Musikalisch irgendwo zwischen Indie, Punk und Emo angesiedelt, arbeitet das Quintett um die Geschwister Kate und Rob Flynn bevorzugt in Eigenregie. Sie produzieren ihre Platten selbst, buchen eigene Shows rund um den Globus. Im vergangenen Jahr erschienen zwei für sich stehende Singles, danach schloss man sich im Studio ein und schrieb das zweite Album „New Ways Of Living“. Mit einem Label-Powerhouse im Rücken setzt es endlich neue Musik.

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Dream Wife

Dream Wife – So When You Gonna…

Ihr vor zwei Jahren erschienenes Debütalbum war ein Volltreffer, nun bauen Dream Wife auf dem Achtungserfolg auf. Das in London ansässige, britisch-isländische Gitarrentrio traft mit seinem punkigen und doch eingängigen Sound sowie weiblichen, queeren und non-binären Themen den Nerv der Zeit. Support-Slots für Garbage und The Kills, eigene Headliner-Slots und die Verwendung ihrer Songs in diversen Serien, unter anderem „Orange Is the New Black“, sollten folgen. Der Nachfolger „So When You Gonna…“ klingt insgesamt ein wenig eingängiger, ohne sich auch nur im Geringsten ein Blatt vor den Mund zu nehmen.

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Trixsi

Trixsi – Frau Gott

Wo aktuelle und ehemalige Mitglieder so großartiger Bands wie Love A, Findus, Jupiter Jones und Herrenmagazin zusammenkommen, muss zwangsläufig Packendes entstehen. Entsprechend hoch sind die Erwartungen an Trixsi, ohne auch nur eine einzige Note gehört zu haben. Die fünf Musiker sind Fans voneinander und einigen sich musikalisch auf einen wilden Mix aus Indie, Alternative und (Post-)Punk mit deutschsprachigen Texten. Hat der Einstand „Frau Gott“ tatsächlich, wie es im Begleittext heißt, „[die] Absurdität und Unzulänglichkeit des menschlichen Seins“ vertont? Durchaus.

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Bananagun

Bananagun – The True Story Of Bananagun

Nick van Bakel wuchs mit Skate-Videos und HipHop-Beats auf. Der Multi-Instrumentalist verfiel schnell einer großen Fülle an Sounds und Einflüssen, sammelte Ideen wie andere Briefmarken. Aus den Schlafzimmer-Demos entstand irgendwann Bananagun, im Laufe diverser Kleinformate zur kompletten Band gewachsen. Das australische Quintett lässt von diesen Skate-Sounds aber wenig erkennen, denn hier kollidieren Afrobeat und Afropunk mit Indie Rock und funkigen Pop-Sounds, weiterhin vom Faible für lockere Beats begleitet. „The True Story Of Bananagun“ ist der Full-Length-Einstand der Krummobst-Kanoniere.

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Francis Of Delirium

Francis Of Delirium – All Change

Künstlerin Jana Bahrich gründete Francis Of Delirium in ihrem kanadischen Schlafzimmer. Von Joni Mitchell und Kurt Cobain inspiriert, war der Weg – Grunge, Alternative und ein wenig Indie -stets vorgegeben. Später stieß Schlagzeuger und Produzent Chris Hewett aus Seattle hinzu. Die Band übersiedelte nach Luxemburg, mittlerweile bedient zudem Jeff Hennico den Tieftöner. Die Debüt-EP „All Change“ zeigt, wie leicht es ist, in negative Verhaltensmuster zu fallen.

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Disheveled Cuss

Disheveled Cuss – Disheveled Cuss

Der Name Nick Reinhart dürfte manchen von den Kult-Math-Rockern Tera Melos bekannt sein. Der amerikanische Sänger und Gitarrist wirkte unter anderem bei Death Grips, Portugal. The Man und Best Coast mit, und ist Teil von Big Walnuts Yonder. Mit seinem neuesten Projekt Disheveled Cuss widmet sich Reinhart nun Alternative-Pop/Rock-Klängen der 90er in bester Pixies-, Weezer- und Dinosaur Jr.-Tradition. Das Album heißt ebenfalls „Disheveled Cuss“ und taucht tief in die Jugendzeit des Protagonisten ein.

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Mt. Joy

Mt. Joy – Rearrange Us

Nach einem Berg im Valley Forge National Historical Park in Pennsylvania benannt, landeten Mt. Joy vor zwei Jahren mit einem Paukenschlag. Ihr selbstbenanntes Debütalbum entpuppte sich als charmante Wundertüte zwischen Indie, Alternative, Folk und Americana, zwei US-Radio-Hits und über zwei Millionen Hörer auf Spotify waren die Folge. Seit vergangenem Oktober veröffentlicht das Quintett aus Los Angeles bereits fleißig neue Songs, die nun in „Rearrange Us“ münden.

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Rolling Blackouts Coastal Fever

Rolling Blackouts Coastal Fever – Sideways To New Italy

Nach ihrem starken Debütalbum melden sich Rolling Blackouts Coastal Fever – fast auf den Tag genau zwei Jahre später – wieder zurück. Zwar war es prima, im Rahmen ausgiebiger Tour-Aktivitäten die Welt zu sehen, doch fühlten sich die Australier verloren. Anstatt daran zu verzweifeln, schrieb das Quintett hoffnungsvolle Songs, auf die man sich stützen kann, die wieder aufrichten und zugleich das Idyll der Heimat und der Liebe suchen. „Sideways To New Italy“ – inspiriert von einem australischen Dorf, das im späten 19. Jahrhundert von venezianischen Einwanderern errichtet wurde – befasst sich mit der Suche nach dem eigenen Platz in der Welt.

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Hinds

Hinds – The Prettiest Curse

Bislang waren Hinds eine sympathische, kleine Lo-Fi-Band mit Händchen für kurzweilige Melodien und selbstbewusste Indie-Breitseiten. Davon rücken die vier Spanierinnen nun zumindest ein klein wenig ab. Man wollte die musikalischen Schwingen ausbreiten und hörte vor sowie nach jeder Sessions zur neuen Platte ein anderes Album. „The Prettiest Curse“ zeigt sich eine Spur poppiger, vielschichtiger und größer, mit greifbarem Mut zu instrumentalem Tiefgang. Schließlich, so Ana Perrote, habe man bereits zwei reduzierte Werke mit Bühnen-ähnlichem Sound eingespielt, also warum sich abermals wiederholen?

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