Schlagwort: Indie Rock

We Are Scientists

We Are Scientists – Huffy

„It’s A Hit“, deklarierten We Are Scientists vor mittlerweile 16 Jahren, und nahmen ihren kometenhaften Aufstieg zwischen Festival-Bühne und Indie-Disco quasi vorweg. Songs wie „After Hours“ und „Nobody Move, Nobody Get Hurt“ gehören auch heute noch zum Standardrepertoire. Keith Murray und Chris Cain veröffentlichten seither viele weitere kurzweilige Platten mit packenden Indie-Songs und kleinen Ohrwürmern. „Huffy“ ist bereits ihre siebte Platte und besinnt sich auf das, was die Beiden am besten können: noch mehr richtig gute, mitreißende Lieder an den Start bringen.

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The Lathums

The Lathums – How Beautiful Life Can Be

Wigan mag vieles sein, doch eine große Musiktradition kann man der britischen Industriestadt kaum nachsagen. Entsprechend mussten sich The Lathums erst ihre eigene Infrastruktur schaffen und bezogen ein Pub. Unter der Woche wurde geprobt, gespielt abends und wochenends für die Gäste – wie die Beatles in Hamburg, wie das Quartett scherzhaft meint. Drei Jahre später haben sie einen Majordeal in der Hand und gelten als nächste große Indie-Band der Insel. „How Beautiful Life Can Be“ verbindet einen gewissen DIY-Ethos mit einem Faible für große Melodien, das die Brücke zwischen Pub-Bühne und Stadion schlägt.

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ViLLA NOiSE

ViLLA NOiSE – Conversations On A Lonely Star

Die letzten eineinhalb Jahre hinterließen bei und an allen Spuren. ViLLA NOiSE vertonen diese und öffnen sich musikalisch deutlich. „Stories“, der Einstand der Kölner, hat bereits drei Jahre auf dem Buckel und wirkt stellenweise wie aus einer anderen Zeit. Mehr Experimente, mehr Alternative- und sogar Art-Einflüsse, dazu deutlich präsentere elektronischere Einflüsse – der Indie-Ansatz des Debüts erhält nun einen frischen Anstrich. „Conversations On A Lonely Star“ arrangiert Gedankenfetzen um musikalisch wechselhafte Tracks, die präzisen Minimalismus mit wuchtigem Druck torpedieren.

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We Were Promised Jetpacks

We Were Promised Jetpacks – Enjoy The View

Geschwindigkeit war nie die Sache von We Were Promised Jetpacks. Dieses Mal liegt allerdings ein kleiner Umbruch zwischen den beiden Alben. Nach dem Release von „The More I Sleep The Less I Dream“ erfolgte die freundschaftliche Trennung von Gitarrist Michael Palmer, seither machen die Schotten zu dritt weiter. Die erzwungene Pandemie-Pause entpuppte sich die Band letztlich als eine Art Glück im Unglück, denn man konnte in Ruhe an neuen Songs schreiben, was über die Distanz zu einem deutilch gemeinschaftlicheren Werk führte. „Enjoy The View“ bringt Aufbruchsstimmung mit und rückte den Fokus ausnahmsweise auf die Studioarbeit, anstatt gleich über die Live-Umsetzung nachzudenken.

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Grand Hotel Schilling

Grand Hotel Schilling – Mir wär lieber wir bleiben hier

Grand Hotels haben in der Indie-Welt leichtes Spiel. Nach Van Cleef kommt nun Schilling an die Reihe. Grand Hotel Schilling, um genau zu sein, kommen aus Graz und bemühen Post-Indie-Ästhetik – Indie-Mucke, die weit mehr als das ist, und zwar auf allen kreativen Ebenen. Verwirrte Grautöne treffen bei den Österreichern auf kunterbunte, überdrehte Reizüberflutung, gerne überaus eingängig und stellenweise unerwartet eigentümlich inszeniert. „Mir wär lieber wir bleiben hier“ lässt sich vom Titel nicht beeindrucken und wagt sich in die weite Welt hinaus, um dennoch stets zu verweilen.

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The Joy Formidable

The Joy Formidable – Into The Blue

Zwischen dem walisischen Norden und den Untiefen Utahs schreiben sich prächtige Songs wie von selbst. The Joy Formidable verbringen ihre Zeit mittlerweile dies- und jenseits des Atlantiks. Ritzy Bryan, Rhydian Dafydd und Matthew James Thomas mögen räumlich voneinander getrennt sein – ein Erlebnis, das nicht erst durch die Pandemie befeuert wurde – finden sich mit ihrem kraftvollen Mix aus Indie und Alternative dennoch immer wieder und scheinen sich beinah blind zu verstehen. Zumindest klingt das bereits fünfte Studioalbum „Into The Blue“ nach einer Verbindung, die Grenzen mühelos einreißt.

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Jade Bird

Jade Bird – Different Kinds Of Light

Mit ihrem erfrischend direkten, furchtlosen Debütalbum katapultierte sich Jade Bird aus dem Stand in die versammelten Indie- und Folk-Herzen. Gut zwei Jahre später trifft der gesammelte Schatz an Erfahrungen auf den ach so schwierigen Nachfolger. Und, siehe bzw. höre da, trotz ihrer gerade einmal 23 Jahre wirkt Bird fokussiert und selbstsicher. „Different Kinds Of Light“ ist ein Album der Selbstentdeckung und der Entwirrung, das Liebe, Beziehnungen und Erinnerungen in ein neues Licht rückt und dabei sympathische Geschichten erzählt.

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Smiling

Smiling – Devour

Als Smiling 2015 loslegten, hießen sie noch Annie Girl And The Flight. Das Projekt von Annie Shaw supportete unter anderem Against Me! und ging bereits 2016 ins Studio, um das Debütalbum live auf einem 16-Track-Analog-Tape aufzunehmen. Diverse Nachbearbeitungen, Umzüge und Pandemie-Verschiebungen stellten allredings die Geduld auf die Probe. Nun kommt das Projekt doch noch um die Ecke unter neuem Namen, aber mit zeitlosem Elan. Beißender Indie Rock, psychedelische Zwischentöne und eine kräftige Portion Shoegaze machen aus „Devour“ einen wilden und zugleich gefühlvollen Leckerbissen.

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Eliza Shaddad

Eliza Shaddad – The Woman You Want

Im Abspann des britischen Netflix-Thrillers „Behind Her Eyes“ ertönte eine magische, beschwörende Version des Nina Simone-Klassikers „Don’t Let Me Be Misunderstood“. Die Stimme dahinter: Eliza Shaddad, Kind einer sudanesischen Astrophysikerin und eines schottischen Diplomaten, in sieben verschiedenen Ländern aufgewachsen. Entsprechend ‚globalisiert‘ wirkt ihr Sound, der das Beste aus Indie, Pop, Rock, Folk, Singer/Songwriter und Art mitbringt. „The Woman You Want“ ist ihr zweites Studioalbum, das sich abermals auf keinen bestimmten Sound festlegen lassen will.

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Wavves

Wavves – Hideaway

Nathan Williams schlägt wieder Wellen, um dieses abgeschmackte Wortspiel zu bemühen. Der graduelle Wandel von Pop-Punk zu Alternative-Rock mit Indie-Färbung bekam Wavves sehr gut und erhöhte den Hitfaktor deutlich. Für das mittlerweile siebte Studioalbum bemüht der Kalifornier die Höhen und Tiefen seines Lebens, die mitunter recht extrem ausfallen. „Hideaway“ lebt von der Selbsterkenntnis, des eigenen Glückes Schmied zu sein, zugleich jedoch keinerlei Einfluss auf externe Faktoren zu haben. Der Musik hört man das bestenfalls bedingt an.

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