Schlagwort: Indie Rock

Vierkanttretlager – Krieg&Krieg

In einer ersten Prognose wurde das vor über drei Jahren veröffentlichte Vierkanttretlager-Debüt „Die Natur greift an“ als mögliches Sturm-und-Drang-Album bezeichnet, als ruppiger Auftakt jener Husumer, die das Zeug zu den künftigen Elder Statesmen des deutschsprachigen Indie Rock-Genres haben. Meinte man, wird nun aber eines Besseren belehrt. „Krieg&Krieg“ vertont die nahende Apokalypse und das Dahinscheiden der letzten Menschen; „Krieg&Krieg“ stellt der neuen Post-Punk-Generation um Die Nerven und Karies die Rute ins Fenster.

Weiterlesen

Raglans – Raglans

Als The Fray Ende vergangenen Jahres durch Deutschland tourten, hatten sie vier junge Iren dabei, die mit radiofreundlichen Indie Pop/Rock-Songs ihre Sache als Einheizer gut machten. Besagte Männer von der grünen Insel sind die 2010 gegründeten Raglans, die auch schon mit Haim und den Libertines auftraten, und nun ihr Debütalbum in hiesige Gefilde tragen. Schlicht Raglans betitelt, wird eingängiger Britrock mit einer Prise Folk und großen Pop-Melodien serviert.

Weiterlesen

Calexico – Edge Of The Sun

In Mexico City fanden Joey Burns und John Convertino eine neue musikalische Heimat für Calexico. Coyocán, eine stille Oase gesäumt von prächtigen Herrschaftshäusern aus der Zeit der spanischen Konquistadoren, inspirierte zu einer Platte, die den bisherigen kreativen Prozess aufbrechen ließ. Fast jeder Song auf „Edge Of The Sun“ entstand mit einem anderen Kollaborationspartner. Das Ergebnis ist angenehm anders und doch typisch Calexico.

Weiterlesen
Hurricane Dean

Hurricane Dean – N53° E7°

Zeit für ein neues Genre: Hurricane Dean nennen ihren Sound ‚Bright Wave‘ und treffen damit den Nagel auf den Kopf. Anders gesagt, lehren fünf Ostfriesen Paul Banks von Interpol das Lächeln. Im Spannungsfeld von New Wave und Indie Rock konnten die Nordlichter bereits rund um den Globus Erfolge feiern, standen unter anderem an der Spitze der polnischen Radiocharts und teilten sich die Bühne mit Alicia Keys und Billy Talent. Die gesammelten Eindrücke wurden nun auf das Debütalbum „N53° E7°“ – wohl die Koordinaten Langeoogs – gebannt.

Weiterlesen

The Migrant – Flood

Fernweh und die Liebe zur Musik machten aus dem Dänen Bjarke Bendtsen The Migrant. Nach einigen Jahren bei The Elephants brach der Mann aus dem ländlichen Jütland auf in die USA und reiste immer wieder durch Nordamerika; Erlebnisse, die seine ersten drei Alben beeinflussen sollten. Zwar wohnt Bendtsen mittlerweile – wieder – in Kopenhagen, das texanische Austin ist jedoch für ihn zu einer Art zweiten Heimat geworden und dient als steter Quell der Inspiration. Die neue Platte „Flood“ wurde dennoch in Dänemark aufgenommen, und zwar erstmals unter Live-Bedingungen mit voller Unterstützung durch Bendtsens Band.

Weiterlesen

The Munitors – Sleepless Careless Dreamless

Von der Wetterau nach Frankfurt am Main: The Munitors sind in die Stadt gezogen und entwickeln sich nicht nur musikalisch weiter. Zwischen Studium und Ausbildung feilen die vier Herren Anfang 20 in einem alten Bunker an neuen Songs. Die zweite EP „Sleepless Careless Dreamless“ klingt tatsächlich erwachsener und eine Spur melancholischer. In fünf Episoden entdecken sie sämtliche Facetten des von Echo und Schönheitsfehlern angetreibenen Indie Rock.

Weiterlesen

Dan Mangan + Blacksmith – Club Meds

Dan Mangan verzichtet auf Singalongs und fröhlichen Folk. Kunst, die nicht von politischen Gesichtspunkten beeinflusst wird, gestaltet sich für den Kanadier zunehmend uninteressanter. Kanada galt lange Zeit als Insel der Seeligen – ein Bild, das sich sukzessive ändert. Der durch seine Crack-Exzesse bekannt gewordene ehemalige Bürgermeister Torontos, Rob Ford, ist eine von vielen Figuren, an denen sich der Singer/Songwriter stößt. Gemeinsam mit seiner Band Blacksmith veröffentlicht er „Club Meds“ und bewegt sich damit schrittweise gen melancholische Düsternis.

Weiterlesen

Jamie T – Rabbit Hole

Lange war er weg, plötzlich ist er wieder da: Nach der Veröffentlichung seines zweiten Albums „Kings & Queens“ plus dazugehörigem Tourzyklus tauchte Jamie T für gleich mehrere Jahre komplett unter. Im Sommer diesen Jahres, schließlich, beendete der Brite die lange Durststrecke mit dem deutlich erwachseneren Album „Carry On The Grudge“. Folk sowie Singer/Songwriter-Klänge stehen nun im Mittelpunkt, was aber keineswegs heißt, dass Treays die rauere, rockige Seite aufgegeben hätte. Zu „Rabbit Hole“ gibt es nun auch ein sehenswertes Video.

Weiterlesen

Wanda – Bologna

Das klassische Wienerlied feiert aktuell eine kleine Renaissance und schafft es über die Landesgrenzen Österreichs hinaus. Neben 5/8erl in Ehr’n und Kreisky sind dafür vor allem Wanda verantwortlich. Das Wiener Quintett diktiert seit Veröffentlichung ihres Debütalbums „Amore“, das es in Österreich sogar in die Top 20 schafft, die dortigen Indie und Alternative Charts, drängen mittlerweile sogar verstärkt nach Deutschland. Aktuellster Hit ist „Bologna“, eine Liebeserklärung der anderen Art.

Weiterlesen

Navel – Songs Of Woe

Abnabeln und ankommen: Seit einem Jahrzehnt sind Navel auf der Suche nach ihrem Sound. Einzige Konstante ist Sänger und Mastermind Jari Antti, der erstmals auf ein für seine Verhältnisse stabiles Lineup bauen kann. Einzig hinter der Schießbude gab es einen Wechsel, Marco Raeff und Massimo Tondini waren bereits vergangenes Jahr auf „Loverboy“ zu hören. Der letztjährige, endgültige Bruch mit den Grunge-Anfängen wird nun auch auf dem vierten Studioalbum „Songs Of Woe“ kultiviert und mit ungewohnter Spontanität verstärkt.

Weiterlesen

Wir verwenden Cookies. Cool?