Schlagwort: Indie Rock

Clap Your Hands Say Yeah – Only Run

Clap Your Hands Say Yeah – war das nicht die Band mit der raspeligen Fistelstimme? „In This Home On Ice“, „The Skin Of My Yellow Country Teeth“ und „Satan Said Dance“; Alec Ounsworth lebt die Zukunft jetzt – und das ohne Band. Die Brüder Lee und Tyler Sargent sowie Robbie Guertin stiegen 2012 aus, womit dem 36jährigen aus Philadelphia nur noch Schlagzeuger Sean Greenhalgh zur Seite steht. Für Ounsworth ist das kein Problem, er nimmt auch weitestgehend autark spannende Platten auf. Album Nummer Vier, „Only Run“, wehrt sich einmal mehr gegen sämtliche Kategorisierungsversuche.

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Nausica – The Molecules Fall Closer

Vier Musiker, drei Länder, eine Vielzahl an Genres: Nausica trafen sich an der Musikhochschule im Arnheim (neben den Niederlanden kommt man ebenso aus Deutschland und Polen) und brachten verschiedenste Einflüsse sowie unterschiedlische geographische Bedingungen in einen gigantischen Melting Pot ein. Die letztjährige, eponyme EP gab sich bereits verheißungsvoll, nun explodiert jedoch der eklektische, experimentelle Stil des Quartetts mit seiner Basis irgendwo im weiten Indie Pop/Rock-Feld. „The Molecules Fall Closer“ lässt sich so schnell in keine Schublade stecken.

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Embrace – Embrace

Immer länger und länger wurde die Pause von Embrace nach dem großen kommerziellen Erfolg von „This New Day“ in der britischen Heimat. Mit einem Album abermals an der Spitze der Charts und einer Single in den Top 3 lief es zwar wunderbar, musikalisch und seelisch fühlte man sich jedoch fehl am Platze. Der Reboot dauerte schließlich bis Anfang diesen Jahres, als mit ersten Hörproben und einer digitalen EP das Comeback eingeläutet wurde. Nun ist das schlicht „Embrace“ betitelte Album da und zeigt, dass das Quintett aus Leeds nichts verlernt hat.

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Sweet Apple – The Golden Age Of Glitter

Der süße Apfel fällt nicht weit vom Stamm: J Mascis (Dinosaur Jr.), Tim Parnin und John Petkovic (Cobra Verde) sowie Dave Sweetapple (Witch) widmen sich einmal mehr ihrer musikalischen Jugendliebe – 70s-Pop/Rock mit Stadionqualitäten. Aufbauend auf ihrem 2010 erschienenen Debüt „Love & Desperation“, hat sich die Supergroup Sweet Apple, quer über die USA verstreut, für einen Nachschlag zusammengefunden. „The Golden Age Of Glitter“ ist genau das, was man sich nach dem Erstling erwartet hat – eine kurzweilige, hochgradig melodische Platte.

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Heisskalt – Vom Stehen und Fallen

Chimperator, das steht längst nicht mehr nur für Cro und Die Orsons. Mit dem eigenen Department-Sublabel treibt man die eigene musikalische Öffnung voran. Elenka durfte sich bereits an kauzigem Electro-Pop versuchen, davor debütierten Heisskalt mit ihrer rockigen EP „Hallo – Mit Liebe gebraut“. Was vor einem Jahr noch mit gemischten Gefühlen aufgenommen hat, bewegt sich auf dem Debütalbum nun in eine bedingt erwartete Richtung. Das Quartett aus Stuttgart kehrt seine Post-Hardcore-Wurzeln hervor und vermischt diese mit emotionalem, intelligenten Indie Rock. „Vom Stehen und Fallen“ entpuppt sich als positive Überraschung.

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Spring Offensive – Young Animal Hearts

Selbst ist die Band, wenn sich der Erfolg einstellen und Träume verwirklicht werden sollen. Spring Offensive aus Oxford können auf acht Jahre Bandgeschichte zurückblicken, in denen die Indie Rock-Band eine Reihe talentierter Bands (allein in den letzten Monaten u.a. London Grammar, To Kill A King und Local Natives) supporten und sich über BBC-Radio-Airplay freuen durfte. Das Debütalbum „Young Animal Hearts“ wurde via Crowdfunding finanziert, ist aber auch für alle Späteinsteiger regulär im Handel erhältlich.

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Elbow – The Take Off And Landing Of Everything

Großbritannien liegt Elbow mittlerweile zu Füßen. Überhäuft mit Preisen, fährt das Quintett aus dem Umland von Manchester regelmäßig Platin-Auszeichnungen ein, durfte im Rahmen der Schlussfeier der Olympischen Sommerspiele in London 2012 auftreten und hat mit „One Day Like This“ einen Song geschrieben, der seither bei sämtlichen Hochzeiten auf der Insel läuft. Unbeeindruckt davon wurde, unterbrochen von Frontmann Guy Garveys Arbeiten am „King Kong“-Musical in New York, das mittlerweile sechste Album „The Take Off And Landing Of Everything“ aufgenommen, das die Briten noch größer, noch monumentaler erscheinen lässt.

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We Are Scientists – TV en Français

Auch wenn „Nobody Move, Nobody Get Hurt“, der Breakout-Hit von We Are Scientists, bereits neun Jahre auf dem Buckel hat, so tanzt man sich zu diesem letzten Aufbäumen der Post-Punk-Revival-Bewegung weiterhin die Füße wund. Die beiden New Yorker Keith Murray und Chris Cain haben diese Zeiten jedoch längst hinter sich gelassen und eine Reihe guter Platten aufgenommen. Mit „TV en Français“ kommen sie nun endgültig im klassischen Indie Rock-Feld an und tauchen vermehrt in (semi-)balladeske Pop-Momente ein.

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Embrace – Refugees EP

Kommerzieller Selbstmord – so und nicht anders nimmt man das wahr, was Embrace mit ihrer Karriere nach ihrem endgültigen Durchbruch 2006 anstellten. Das Album „This New Day“ war gerade erneut an die Spitze der britischen Charts gegangen, darüber hinaus schafften es gleich zwei Singles in Folge in die dortigen Top 3. Gefangen in der Musikmaschinerie, wollte sich das Quintett eine halbjährige Pause nehmen, die länger und länger wurde. Acht Jahre nach der letzten Platte erscheint am 25. April „Embrace“. Eine erste Hörprobe gibt es bereits jetzt in Form der EP „Refugees“.

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Augustines – Augustines

Als die Reste von Pela 2012 als We Are Augustines mit „Rise Ye Sunken Ships“ debütierten, standen Trauer, Schwermut, Depression und Wut an erster Stelle. Das Trio aus New York verarbeitete unter anderem Billy McCarthys schwierige Kindheit und Jugend, die im erschütternd deutlichen „Book Of James“ ihren künstlerischen Höhepunkt fand. Mittlerweile unter dem Namen Augustines unterwegs, stellt sich ein Kurswechsel ein. Das eponyme neue Album vereint zwar immer noch jene Mischung aus Indie Rock und Folk auf sich, die vor wenigen Jahren von Arcade Fire popularisiert wurde, von Melancholie und Weltschmerz ist jedoch wenig zu hören.

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