Schlagwort: Indie Rock

Jamie T – Rabbit Hole

Lange war er weg, plötzlich ist er wieder da: Nach der Veröffentlichung seines zweiten Albums „Kings & Queens“ plus dazugehörigem Tourzyklus tauchte Jamie T für gleich mehrere Jahre komplett unter. Im Sommer diesen Jahres, schließlich, beendete der Brite die lange Durststrecke mit dem deutlich erwachseneren Album „Carry On The Grudge“. Folk sowie Singer/Songwriter-Klänge stehen nun im Mittelpunkt, was aber keineswegs heißt, dass Treays die rauere, rockige Seite aufgegeben hätte. Zu „Rabbit Hole“ gibt es nun auch ein sehenswertes Video.

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Wanda – Bologna

Das klassische Wienerlied feiert aktuell eine kleine Renaissance und schafft es über die Landesgrenzen Österreichs hinaus. Neben 5/8erl in Ehr’n und Kreisky sind dafür vor allem Wanda verantwortlich. Das Wiener Quintett diktiert seit Veröffentlichung ihres Debütalbums „Amore“, das es in Österreich sogar in die Top 20 schafft, die dortigen Indie und Alternative Charts, drängen mittlerweile sogar verstärkt nach Deutschland. Aktuellster Hit ist „Bologna“, eine Liebeserklärung der anderen Art.

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Navel – Songs Of Woe

Abnabeln und ankommen: Seit einem Jahrzehnt sind Navel auf der Suche nach ihrem Sound. Einzige Konstante ist Sänger und Mastermind Jari Antti, der erstmals auf ein für seine Verhältnisse stabiles Lineup bauen kann. Einzig hinter der Schießbude gab es einen Wechsel, Marco Raeff und Massimo Tondini waren bereits vergangenes Jahr auf „Loverboy“ zu hören. Der letztjährige, endgültige Bruch mit den Grunge-Anfängen wird nun auch auf dem vierten Studioalbum „Songs Of Woe“ kultiviert und mit ungewohnter Spontanität verstärkt.

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The Drums – Encyclopedia

Der Ausstieg von Connor Hanwick setzte ein dickes Fragezeichen hinter das Fort- und Überleben von The Drums. Jonny Pierce und Jacob Graham nahmen sich eine Auszeit, und machen jetzt als Duo weiter – so wie einst auf der Debüt-EP „Summertime!“. Dennoch ist ihr neues, drittes Album von einer gewissen Düsternis und Schwere umgeben. Auf „Encyclopedia“ kämpfen The Drums mit Verletzlichkeit, Sehnsucht, Verlust und Liebe, und wagen sich musikalisch gen neue Ufer.

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alt-J – This Is All Yours

Das ∆ ist gelandet. Mercury Prize, Ivor Novello Album Award, drei Brits-Nominierungen: alt-J räumten mit ihrem Debütalbum „An Awesome Wave“ so ziemlich alles ab. Als es zurück ins Studio ging, kam den Briten jedoch Bassist Gwil Sainsbury abhanden. Für alt-J sollte das kein Problem sein, man machte kurzerhand zu dritt weiter und erarbeitete sich „This Is All Yours“, eine Platte, die bereits vor Veröffentlichung mit dem Zweitling-Stigma zu kämpfen hat.

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Lasse Matthiessen – Wildfires

TV Noir ist zu einer Art Institution für Indie-Chic geworden. Seit mittlerweile fünf Jahren bietet das Musik-Format etablierten Künstlern wie auch Newcomern eine Plattform im Rahmen ungemein populärer Live-Sessions, aus denen eine Reihe an Compilations hervorgegangen sind. Nun hat TV Noir sein eigenes Label und veröffentlicht zum Einstand „Wildfires“, das vierte Album des dänischen Musikers Lasse Matthiessen. Der Wahlberliner, längst TV Noir-Veteran, emanzipiert sich mutig von seinen minimalistischen Folk-Wurzeln.

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Interpol – El Pintor

Mit Spannung wurde das erste Interpol-Album nach dem Ausstieg von Bassist und Leitfigur Carlos Dengler erwartet. Ob es diese Platte überhaupt geben würde, das wussten die drei verbliebenen Mitglieder selbst einige Zeit nicht, und widmeten sich erst einmal Neben- bzw. Soloprojekten. Als man sich schließlich wieder im Studio einfand, schnallte sich Sänger Paul Banks den Viersaiter um und löste den entstandenen Engpass personell wie kreativ. „El Pintor“, das ist nicht nur spanisch für „der Maler“, es ist außerdem ein Anagramm des Bandnamens und zugleich Sammlung der lichtesten Momente im stilisierten Nebel, der seit zwölf Jahren das Land verhüllt.

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Die Sterne – Flucht in die Flucht

Raus aus der Disco, rein in die Realität: Die Sterne haben ihre intensive Affäre mit dem Club von „24/7“ beendet und kehren zurück zu alten Ufern. Mehr als vier Jahre nach der buntesten Platte der mehr als zwei Dekaden andauernden Bandgeschichte kehren Frank Spilker, Thomas Wenzel und der in Berlin lebende Christoph Leich zurück in den Hamburger Hafen. Unabhängig davon, wie man zum mutigen Vorgänger steht: „Flucht in die Flucht“ fühlt sich wie Heimat an.

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Anna Calvi – Strange Weather

Als Stimmwunder und Art Rock-Hoffnungsträgerin schlug die Londoner Singer/Songwriterin Anna Calvi ein wie eine Bombe. Große Charterfolge sind die Sache der mittlerweile 33jährigen aus Twickenham nicht, wohl aber feine, kunstvoll geschmiedete Songs, die Fans wie Kritiker gleichermaßen begeistern. Neun Monate nach ihrem zweiten Soloalbum „One Breath“ kommt nun ein etwas atypischer Nachschlag: Auf der EP „Strange Weather“ covert die Britin fünf grundverschiedene Künstler und erhält dafür unerwartete Unterstützung.

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Eugene McGuinness – Chroma

Ein Songwriter, ein Indie-Ästhet, ein Multitalent – 2007 veröffentlichte der heute 28jährige Eugene McGuinness seine erste EP und sprengte damit gängige Singer/Songwriter-Vorstellungen. Als fest in der britischen Alternative-Landschaft verhafteter Solokünstler nahm er in weiterer Folge drei Studioalben auf, davon eines mit seinem Bruder Dominic sowie weiteren Kollegen als Eugene + The Lizards. Dieses Mal, auf „Chroma“, ist er wieder ganz alleine unterwegs und tauscht die polierte Pop-Ästhetik des direkten Vorgängers gegen reduzierte Gitarrenarrangierung.

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