Schlagwort: Indie Rock

Heisskalt – Hallo – Mit Liebe gebraut

Cro – sympathisch, unterhaltsam, verdient erfolgreich. Die Orsons – angenehm subversiv, bissig und zynisch. Das Label Chimperator reitet momentan auf einer Welle des (Chart-)Erfolges. Dass es jedoch nicht immer HipHop sein muss, zeigt das Signing von Heisskalt, vier Jungs aus Stuttgart, die als ausgewiesene (Indie) Rock-Band aktuell als Support von Jennifer Rostock touren. Ein Album ist bereits in Arbeit und soll im Herbst erscheinen, zuvor geht es bereits im März auf die erste eigene Tour. „Hallo – Mit Liebe gebraut“ heißt die erste eigene EP, die mehr Kraftklub als Tocotronic ist, A5 Richtung Wir Silbermond vorzieht.

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Peace – Wraith

Hoffnungsvolle Nachwuchsbands gibt es wie Sand am Meer, behauptet die BBC. 15 davon finden sich im aktuellen Newcomer-Check „Sound of 2013“ wieder, darunter die Indie- / Math-Rocker Peace. Erst im Herbst 2011 gegründet, gab es für „EP Delicious“ ausschließlich gute Kritiken, dazu kommen gemeinsame Auftritte mit Tame Impala und The Vaccines. Mittlerweile hat auch ein Major-Label zugeschlagen, das Debütalbum soll noch in der ersten Jahreshälfte erscheinen. Zuvor stellt sich das Quartett aus Birmingham mit der Download-Single „Wraith“ einem nunmehr deutlich größeren Publikum vor.

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The Joy Formidable – This Ladder Is Ours

Mit ihrer bezaubernd-entrückten Mixtur aus bärbeißigem Noise Rock und Pop-Melodik rannten The Joy Formidable vor zwei Jahren mit ihrem Debütalbum „The Big Roar“ offene Türen ein. Ihre 90s-Ästhetik und das songdienliche Auftreten brachte den drei Walisern sogar einen Major-Deal. Am 18. Januar erscheint der Nachfolger „Wolf’s Law“, der das lärmende Chaos in geregelte Bahnen lenken soll. Dass Ritzy Bryan und ihre Mitstreiter aber keineswegs an Biss und Durchschlagskraft eingebüßt haben, zeigt die Vorabsingle „This Ladder Is Ours“.

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Tocotronic – Auf dem Pfad der Dämmerung

Nach dem spektakulären Abschluss der „Berlin“-Trilogie mit „Schall & Wahn“ – ein narrativer Kraut-Kreuzzug, der erstmals auf Platz 1 in den deutschen Album-Charts führte – wenden sich Tocotronic neuen musikalischen Ufern zu. Bratende, ausufernde Gitarren haben dieses Mal Sendepause, stattdessen widmete man sich unter anderem den Beatles und den Beach Boys. „Wie wir leben wollen“, das pünktlich zum 20-Jahr-Jubiläum erscheinende zehnte Studioalbum, will dieses Mal mehr Antworten geben als Fragen stellen. Um oben auf zu sein, muss man zunächst offensichtlich tief hinab steigen in das Herz der Finsternis, wie die erste Single „Auf dem Pfad der Dämmerung“ verrät.

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Spector – Friday Night, Don’t Ever Let It End

Auch wenn gerade Kennern und Insidern viele Namen der bald letztjährigen „Sound of…“-Liste der BBC geläufig sind, haben es doch nur wenige zu größerem Erfolg in Deutschland gebracht. Spector waren mit großen Vorschusslorbeeren in das Indie-Jahr gestartet, gingen mit ihrem Debütalbum „Enjoy It While It Lasts“ hierzulande jedoch unter, während es in Großbritannien immerhin für die #12 reichte. Es ist somit kaum zu erwarten, dass die Download-Single „Friday Night, Don’t Ever Let It End“ entsprechende Wellen schlägt. Wer auf tanzbaren Indie-Sounds Marke The Strokes und The Killers steht, sollte jedoch ein Ohr riskieren.

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Veronica Falls – Teenage

Wenn sich eine Band beim Gedanken an die unheimlichen Seiten von Lovesongs aus den 50ern und 60ern findet, kann man sich in etwa ausmalen, was einen erwartet. Veronica Falls aus London sind so etwas wie Zeitreisende, die sich auf bittersüße Melodien, hinterfotzig bissige Texten und die heiteren bis tragischen Seiten des Lebens verstehen, angefeuert durch den unschuldigen Gesang Roxanne Cliffords. Das Ergebnis ist smarter Gitarren-Pop/Rock mit 90s-Attitüde, ab Februar 2013 auf dem zweiten Album „Waiting For Something To Happen“ gebündelt erhältlich. Wer sich bereits heute ein Bild vom Retro-Sound der gegenwärtigen Zukunft machen will, dem sei die Single „Teenage“ ans Herz gelegt.

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Smoke & Jackal – EP No. 01

Während die Kings Of Leon nach ihrem vor zwei Jahren erschienenen Album gerade eine kleine Pause einlegen, fand sich Zeit für ein kleines Nebenprojekt. Gemeinsam mit Mona-Sänger und -Gitarrist Nick Brown gründete Bassist Jared Followill, wohl durch einige Flaschen Rotwein inspiriert, Smoke & Jackal. Die ersten beiden Songs wurden noch am Abend des Besäufnis fertig gestellt, vier weitere folgten am Ende derselben Woche. Unter dem ominösen wie schlichten Titel „EP No. 01“ erscheint das gemeinsam erarbeitete Material nun auf CD.

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Everything Everything – Cough Cough

Auch ohne Chartplatzierungen und Monster-Tourneen haben sich Everything Everything einen Ruf als Kritikerlieblinge erspielt. 2010 fanden sie sich auf der prestigeträchtigen „BBC Sound of“-Longlist wieder, ihr Debütalbum „Man Alive“ schaffte es in der britischen Heimat in die Top 20 und wurde obendrein für einen Mercury Prize nominiert. Davon ist das Quartett aus Manchester hierzulande zwar meilenweit entfernt, was jedoch den Genuss ihrer Musik nicht einschränken soll. Das zweite Album „Arc“ soll im Januar 2013 erscheinen, die vorgeschickte Download-Single „Cough Cough“ lässt die Vorfeude an die Decke schnellen.

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Vierkanttretlager – Fotoalbum

Als Vertreter für Schleswig-Holstein beim Bundesvision Song Contest 2012 gehen am 28. September Vierkanttretlager an den Start. Das Quartett aus Husum sorgte Anfang des Jahres mit seinem Debütalbum „Die Natur greift an“ für ein verdientes Rauschen im Indie-Rock-Blätterwald. Vergleiche mit Blumfeld und Tocotronic sind ebenso kühn wie schwer von der Hand zu weisen, das Feature mit Casper war wohl (und richtigerweise) unverzichtbar. Für den Raab’schen Musikwettbewerb bietet man „Fotoalbum“ in einer neuen Version auf, die zeitgleich mit der Veranstaltung als Download-Single erscheint.

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Wintersleep – Hello Hum

Es ist nur schwer nachzuvollziehen, warum eine Band wie Wintersleep, die seit 2003 konstant gute, wenngleich auch nicht immer einfach zu greifende Alben veröffentlicht, hierzulande solche Anlaufschwierigkeiten hat. Die Platten der Kanadier erscheinen prinzipiell mit Verspätung in Deutschland, auch wenn es im Fall von „Hello Hum“ verhältnismäßig schnell geht. Das fünfte Studioalbum der Juno-Preisträger erscheint mit gerade einmal drei Monaten Verzögerung via Affairs Of The Heart; als Herzensangelegenheit, wenn man so will. Tatsächlich hätte man keinen passenderen deutschen Labelpartner finden können, weder auf qualitativer noch auf inhaltlicher Ebene. Dass Wintersleep, unbeeindruckt von ihrem Umfeld, einen weiteren Geniestreich abgeliefert haben, verkommt da schon beinahe zur Randnotiz.

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