Schlagwort: Indie Rock

Kraftklub – Mit K

29. September 2011: Aus dem Nichts tauchen Kraftklub beim Bundesvision Song Contest auf, holen Platz 5 für Sachsen, steigen in die Top 50 der Single-Charts ein und verschwinden vorläufig wieder. So plötzlich dieser kometenhafte Einschlag auch wirkt, hinter dem Erfolg – mittlerweile muss man beinahe von einem kleinen Hype sprechen – steckt harte Arbeit, den sich der Fünfer aus Chemnitz (die Band nennt ihre Heimat immer noch Karl-Marx-Stadt) durch unnachgiebiges Touren mit Casper, Fettes Brot und den Beatsteaks erkämpft hat. Ihr Debütalbum „Mit K“ soll nun im Vorbeigehen das Blut der Indie-Generation in Wallung versetzen. Musikalisch wie inhaltlich sollte das problemlos gelingen.

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The Ting Tings – Hang It Up

Während die britische BBC kürzlich ihre Hoffnungsträger für 2012 präsentierte, lohnt sich ein Blick zurück auf das Jahr 2008 mit so illustren Künstlern wie Adele, Duffy, MGMT und den Foals. Auf Platz 3 landeten The Ting Tings, die in Großbritannien sowohl die Spitze der Single- als auch der Albumcharts erklommen und hierzulande „That ’s Not My Name“ und „Shut Up And Let Me Go“ in Top 40-Nähe brachten. „Hands“ sollte 2010 ein neues Album ankündigen, lief aber eher durchschnittlich, woraufhin die gesamte Platte verworfen und neu geschrieben wurde. Am 24. Februar soll es nun endlich so weit sein, wenn „Sounds From Nowheresville“ in den Läden steht. Die Vorab-Single „Hang It Up“ riecht nach gepflegtem Arschtritt.

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Gotye – Making Mirrors

Aus Australien und Neuseeland strömen scheinbar im Akkord spannende, angenehm andere Electro-Pop-Acts (sowohl ‚Electro‘ als auch ‚Pop‘ sind im weitesten Sinn zu sehen – von Indie Pop über Funk bis Industrial wandert alles durch den Down Under-Fleischwolf), die die Charts und Airwaves mehr und mehr für sich erobern. Während man sich Empire Of The Sun, The Naked And Famous und Gypsy & The Cat kaum mehr aus der aktuellen Musiklandschaft wegdenken kann, hinterlässt nun auch Gotye seine Duftmarken in Deutschland. Der Australier mit belgischen Wurzeln erobert aktuell die Top 10 der deutschen Singlecharts – kein Wunder, dass sein mittlerweile drittes Studioalbum „Making Mirrors“ gleich nachgeschoben wird.

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Gotye feat. Kimbra – Somebody That I Used To Know

Australische Hits scheinen in der deutschen Musikwelt immer mehr einen festen Platz einzunehmen. In letzter Zeit schwappen nämlich verdammt viele gute Songs aus Down Under nach Deutschland rüber. Einen nicht geringen Anteil daran haben natürlich die Titel aus diversen Vodafone-Werbungen von Interpreten wie Empire Of The Sun, die Bag Raiders oder ganz aktuell Gypsy & The Cat. Dass es aber auch ganz ohne derartige Werbeunterstützung funktionieren kann, beweist der belgisch-australische Singer/Songwriter Gotye. Dessen Duett „Somebody That I Used To Know“ mit der aus Neuseeland stammenden Kimbra gelang der Sprung nach Deutschland nämlich völlig problemlos – und das in erster Linie dank jeder Menge Klicks auf Youtube, wo das dazugehörige Video inzwischen weit über 20 Millionen Mal gesehen wurde.

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The Black Keys – El Camino

Im Vorfeld der Veröffentlichung von „El Camino“ dominierte eine große Frage erwartungsfrohe Fans und die gewogene Journaille: Hat der große Durchbruch die Black Keys weichgekocht? Während man hierzulande immer noch weitestgehend ein Feinschmecker-Phänomen ist – das im Mai 2010 veröffentlichte Album „Brothers“ schaffte es gerade mal auf die #96 – ging es in der US-amerikanischen Heimat direkt in die Top 3, Gold-Auszeichnung für Album und die Single „Tighten Up“ hinterher, dazu gleich drei Grammys – eine Veranstaltung die man konsequent nach 15 Minuten verließ, weil sie dem Power-Duo Patrick Carney und Dan Auerbach schlicht und ergreifend zu langweilig war. Auf besagtem „El Camino“ haben sich die beiden erneut mit Brian Burton aka Danger Mouse (u.a. Gnarls Barkley, Broken Bells) zusammengetan, ohne sich auch nur im Geringsten zu verbiegen.

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Kasabian – Re-Wired

Ein wenig Phrasendrescherei darf schon sein: Kasabian gehören mittlerweile mit zum Besten, was die britische Rock-Szene zu bieten hat. Vom elektronischen Wahnsinn ihrer Anfangstage ist zwar kaum noch etwas zu hören, eben jener entspannter Vibe lebt aber auch auf ihrem aktuellen, bereits vierten Album „Velociraptor!“ in manchen Momenten weiter. Abgesehen vom etwas eigenwilligen Titel wurde der psychedelische Grundtenor von „West Ryder Pauper Lunatic Asylum“ beibehalten und in Dan The Automators Händen noch eine Spur direkter gebügelt, wie die zweite Auskopplung „Re-Wired“ unter Beweis stellt.

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Cage The Elephant – Aberdeen

Zwar galten Cage The Elephant nach ihrem selbstbetitelten Debütalbum 2008 als Geheimtipp in der Indie-Rock-Welt, doch mit dem aktuellen Erfolg ihres Zweitlings „Thank You, Happy Birthday“ – von Null auf Zwei in den US-Albumcharts – konnte man wohl nicht rechnen. Wenn man noch dazu bedenkt, dass drei der fünf Mitglieder bis zum Teenageralter aufgrund der religiösen Ansichten ihrer Eltern der Zugang zu Rockmusik komplett verwährt war, ist es schon mehr als bizarr, was mit den Herren aus Bowling Green, Kentucky binnen kürzester Zeit passiert. Hierzulande sind Cage The Elephant weiterhin nicht mehr als ein Geheimtipp, weswegen um den Release der mittlerweile dritten Auskopplung „Aberdeen“ auch kein großes Aufsehen gemacht wird.

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Foster The People – Pumped Up Kicks

Ein echter ‚Schläfer‘ schafft es nun endlich nach Deutschland. Bereits im Juni 2010 ließen erste europäische Indie-Stationen (unter anderem FM4) „Pumped Up Kicks“ von Foster The People rotieren, bis zu einem anständigen Deal und einem Release dauerte es jedoch. Erst vor wenigen Wochen schaffte es der Track, über ein Jahr nach Release, auf Platz 3 der Billboard 100, während ein Download-Release hierzulande komplett floppte. Angesichts des globalen Erfolgs kann man sich dem nur scheinbar unbeschwerten Hit des Trios aus Los Angeles, Kalifornien wohl auch in Deutschland endgültig nicht mehr entziehen, weswegen nun mehr, 17 Monate nach erstmaliger Radio-Rotation, eine CD-Single von „Pumped Up Kicks“ erscheint; ein Indie-Frühlings- bzw. Sommerhit im November, versteht sich.

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The Drums – How It Ended

Aus den Ruinen diverser Electro-Pop-Kombos – darunter Elkland, die 2005 ihr einziges Album „Golden“ via Sony BMG veröffentlichten – haben sich 2006 The Drums gegründet, von der BBC auf Platz 5 des Sound of 2010 gereiht. Motor dieses Erfolgs war vor allem die Single „Let’s Go Surfing“, die luftig-leichte Surf-Pop-Klänge mit finsteren, nachdenklichen Texten verband. Daran hat sich wenig geändert, ähnliche Kaliber finden sich auch auf ihrem aktuellen zweiten Album „Portamento“, aus dem mit „How It Ended“ nun die zweite Single ausgekoppelt wird.

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Atomic – Heartbeater

Seit über einem Jahrzehnt krebsen Atomic durch die deutsche Rock-Landschaft und haben immer noch den Status eines Geheimtipps intus. Schade eigentlich, denn die fünf Münchner um die Zwillinge Thomas und Rainer Marschel verstehen es – in etwa vergleichbar mit Mando Diao und den Kilians, nur noch eine Spur kantiger und verspielter – britische Gitarrenmusik aus Vergangenheit und Gegenwart authentisch und energiegeladen auf Bühne und Platte zu bannen. Auch ihr mittlerweile drittes Studioalbum „Heartbeater“ strebt nach höheren Ehren.

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