Schlagwort: Indie

Dredg – Chuckles And Mr. Squeezy

Vor Dredg muss man den Hut ziehen. Wie sich das Quartett aus Los Gatos, Kalifornien von ihrem genial durchdachten Indie-Release „Leitmotif“ über die Modern-Prog-Blaupause „El Cielo“ hin zu den deutlich eingängigeren, cleveren Werken „Catch Without Arms“ und „The Parrot, The Pariah, The Delusion“ entwickelt haben, ist durchaus beeindruckend. Wer das letzte Album bereits als zu ‚massenkompatibel‘ empfunden hat, darf es nun mit der Angst zu tun bekommen. Auf „Chuckles And Mr. Squeezy“ zelebrieren Dredg ihre Vision von düsterer Popmusik. Ohne Netz und doppelten Boden.

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Synje Norland – Love Shuffle

Singer und Songwriting ist ein Handwerk. Wie es sich zum Lebensgefühl aufschwingt, um in lyrischen Melodien Ausdruck zu finden, ist dort zu erfahren, wo Synje Norland Musik macht. Ausgangspunkt der jungen Künstlerin ist Nordfriesland. Ihre Songs tragen den Geist von Kanadas unendlichen Weiten, die die heutige Hamburgerin bereits durchreiste, und sind zumeist von akustischer Natur. Mal die Ruhe selbst, mal ordentlich durchmischt. „Love Shuffle“ singt ein Lied davon.

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Cargo City – Dance/Sleep

Was 2007 als Soloprojekt von Simon Konrad begonnen hat, ist mittlerweile zu einer fünfköpfigen Band angewachsen: Cargo City melden sich zurück. Dank zwei sympathischer Alben, diversen Soundtrack-Beiträgen und Live-Auftritten kennt man die Frankfurter in der Indie-Welt mittlerweile bestens. Das Streben nach Perfektion treibt sie auf ihrem dritten Album „Dance/Sleep“ zu Höchstleistungen an und – tatsächlich! – Konrad und Mitstreiter übertreffen sich auf ihrer bislang mit Abstand besten Platte ein weiteres Mal selbst.

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Glasvegas – Euphoria, Take My Hand

Ein kleines Wortspiel über rockende Schotten gefällig? Nein? Auch gut, denn bei Glasvegas spricht die Musik für sich. Ihr 2008 erschienenes, selbstbetiteltes Debütalbum hat mit „Geraldine“ und „Daddy’s Gone“ Riesenhits abgeworfen, und wurde für so ziemlich jeden Musikpreis nominiert. Nur kurz hat sich das Quartett um Ex-Profifußballer James Allan zurückgezogen, nur um mit dem von Flood (U2, The Killers, Depeche Mode) produzierten „EUPHORIC /// HEARTBREAK \\\“ den nächsten Großangriff zu wagen. Der Vorabsingle „Euphoria, Take My Hand“ nach zu urteilen, dürfte dieser auch gelingen.

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The View – Bread And Circuses

Schon die römischen Kaiser wussten ihr Volk bei Laune zu halten. Brot und Spiele waren ab 100 Jahre Anno Domini ein probates Mittel gegen Verdrossenheit. The View betreiben ebenfalls Massen-Unterhaltung, welche die vier Schotten zumindest im Vereinigten Königreich schon anziehen, aber unter ganz anderen Vorzeichen: unverbrauchte Leidenschaft ist das Brot, stimmiger Indie Rock die Butter, beides zusammen ihr Spiel auf „Bread And Circuses“.

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Neon Trees – Habits

Zur rechten Zeit am rechten Ort: Während sich die Killers mehr und mehr gen Pop verabschieden und ihr Frontmann Brandon Flowers in einem belanglosen Solowerk ersäuft, treten Neon Trees auf den Plan. Das US-Quartett zockt für einen glammigen Retrosound mit Rock-Schlagseite, der stark an die ersten beiden Platten besagter Herren erinnert. Kein Wunder, dass neben Mark Hoppus (Blink 182) Killers-Drummer Ronnie Vannucci zu ihren prominenten Fans zählt. Das Debütalbum „Habits“ macht es einem aber auch verdammt leicht.

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The Vaccines – What Did You Expect From The Vaccines?

Nach wie vor sucht man sie, die Retter der Rockmusik. Kein anderes Genre wurde so oft ‚reanimiert‘, wobei man sich gerne fragen darf, ob es denn jemals tot war. Nun also The Vaccines aus London, die sich – dem Hype sei Dank – in ein gemachtes Bett legen konnten. Die Erwartungen an ihr Debüt „What Did You Expect From The Vaccines?“ sind übermenschlich hoch. Sind sie etwa die neuen Strokes, wo die alten alles andere als unter der Erde liegen, oder steckt hinter den großen Vorankündigungen bloß heiße Luft?

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Fenech-Soler – Fenech-Soler

Groove Armada sind Schuld. Wer auch sonst? Zwar haben sie dieses Mal keinen wackelnden Hinterschinken entdeckt, wohl aber Fenech-Soler, die sie letztes Jahr mit auf Tour genommen und Sänger Ben Duffy die Vocals für ihre Single „Paper Romance“ einsingen haben lassen. Die britische Hypepresse schlägt zu, der Plattenvertrag ist unter Dach und Fach, das Debütalbum „Fenech-Soler“ steht bereit und erscheint mit beträchtlicher Verzögerung nun auch hierzulande.

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Christoph & Lollo – Tschuldigung.

Es waren einmal drei Alben über Schispringer, über die Adler der Lüfte und ihre fantastischen Fantasieleben. Christoph & Lollo haben es damit via FM4 zu einem wahren Kultduo geschafft, was man hier und hier bestens nachhören kann. Die Schi sind längst abgeschnallt, Tagesgeschehen und Um-die-Ecke-Gedachtes wird längst zelebriert. So auch auf „Tschuldigung.“, dem mittlerweile sechsten Studioalbum der beiden Wiener, das noch dazu einen ersten echten Charthit beinhaltet.

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Lykke Li – Wounded Rhymes

In eine Schublade lässt sich die 24jährige Schwedin Lykke Li schon gar nicht zwängen. War ihr Debüt „Youth Novels“ ein Pop-Leckerbissen zwischen Robyn und Róisín Murphy, so rückt nun der Song an sich in den Fokus. „Wounded Rhymes“ beschreibt sie selbst als düsterer und schwermütiger, geradezu launisch. Lykke Li hat einiges zu sagen, was sie in Form von sympathisch reduzierten Hits zu tun pflegt.

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