Schlagwort: Noise Rock

Taskete! – Taskete!

Aren Emirze und Flo Weber machen seit jeweils 22 Jahren Musik. Ersterer war lange Jahre Mastermind der Noise-Könige Harmful, letzterer ist die Rhythmusmachine der Sportfreunde Stiller. 2013 kreuzten sich die Wege im Rahmen der Harmful-Abschiedstour, wo Weber das Drumtier gab, danach war erst einmal Ruhe. Und nun das: Taskete!, spontan entstanden aus Songideen, wie für den jeweils anderen geschaffen. Natürlich fühlt man sich ein wenig an das frühere gemeinsame Betätigungsfeld erinnert, und doch setzt es hier so viel mehr als reinen Noise Rock. „Taskete!“ ist zugleich auch der Titel des Debütalbums.

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Deaf Wish – Lithium Zion

Einfach mal kratzbürstig sein und gegen den Strich werkeln – von linearer Präsentation hielten Deaf Wish so und so noch nie was. Das DIY-Quartett aus Melbourne lebt für die Musik und erreichte mit dem Sub Pop-Deal bereits Ungeahntes. „Pain“ war vor drei Jahren ein hartes Stück Arbeit und auch der Nachfolger „Lithium Zion“ suhlt sich abermals in gekonnt kaputten Noise-Gefilden. Bloß treffen die Songs dieses Mal ihr Ziel deutlich besser.

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Pabst – Chlorine

Sechs Fäuste, kein Halleluja: Pabst sind alles andere als heilig und zerlegen stattdessen rockige Jugenderinnerungen mit ranzigen Noise-Salven. Ihr direkt aus der Garage geklauter Sound schreit förmlich nach Sub Pop und internationalem Format. Erst vor zwei Jahren erschien die Debüt-EP des Berliner Trios, nun folgt bereits ein erstes Album. „Chlorine“ erinnert tatsächlich an die Ups and Downs eines Sommers im Freibad – unschön und doch verklärt im besten Sinne.

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Ghostmaker – Buzz

Das Mini-Album nach dem Mini-Album ist zugleich das Mini-Album vor dem Mini-Album. Was nach einem Albtraum aus den Untiefen des Konfuzianismus klingt, umschreibt die Release-Politik von Ghostmaker. Als vergangenen Juni ihr erstes Halb-Album „Aloha From The Dark Shore“ erschien, wurde eine volle Platte, die eigentlich zuvor aufgenommen wurde, für die zweite Jahreshälfte ankündigt. Letztlich ist es Februar 2018 geworden, und dann ist „Buzz“ auch noch das zweite Kapitel einer Mini-Album-Serie. Klingt verwirrend? Eine bärenstarke halbe Stunde Rock mit Ecken und Kanten entschädigt für den Gehirnschwurbel.

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Cassels – Epithet

Alternative Rock für die Generation Poetry Slam: So oder so ähnlich lässt sich der ungewöhnliche Sound der britischen Brüder Loz und Jim Beck beschreiben, die bereits seit ihrer frühesten Jugend gemeinsam Musik machen. Als Cassels vermischen sie Alternative, Punk, Noise und noch viel mehr mit wortreichen, ausschweifenden Texten, die keineswegs mit Sozialkritik und scharfem politischen Kommentar sparen. Nach diversen gefeierten Kleinformaten erscheint nun das Debütalbum „Epithet“.

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Death From Above – Outrage! Is Now

Nach 13 Jahren heißen sie wieder Death From Above, ganz ohne Jahreszahl. Seit dem geglückten Comeback 2014 sind Sebastien Grainger und Jesse F. Keeler offenbar gekommen um zu bleiben. „The Physical World“ war ein kreativer wie kommerzieller Erfolg, die folgende Tour ebenfalls. Für den Nachfolger wollte man nun gängige Strukturen aufbrechen und sich organisch weiterentwickeln. Anders gesagt: „Outrage! Is Now“ klingt überaus vertraut und doch irgendwie anders.

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LeVent – LeVent

LeVent – klingt komisch, muss aber nicht so sein. Hat jetzt nichts mit Heldensagen oder französischen Winden zu tun, sondern stammt vom ersten Gitarrist der Band, der mittlerweile ausgestiegen ist. Auch egal. Das Trio brachte bereits zwei Songs beim US-Serienhit „Gotham“ unter und legt nun sein Debütalbum nach. Bass, Bass VI, Gesang und Drums – mehr braucht es nicht, um den kuriosen, schwer in Worte zu fassenden Sound des Einstands „LeVent“ voranzutreiben.

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Ghostmaker – Aloha From The Dark Shores

Dicke Gitarren, Alternative-Hymnen und ein wenig Weirdness zwischen Noise, Blues und Post Punk – Ghostmaker sind alles, nur nicht leicht greifbar. Der Sound der 2015 gegründeten Berliner Newcomer gibt sich bewusst breit gefächert, überrascht mit zahlreichen feinen Details und Wendungen, und wurde nicht zuletzt auf das Live-Erlebnis ausgerichtet. Nun erscheint „Aloha From The Dark Shores“, ein erstes Mini-Album der Band, das übrigens nach dem eigentlichen, für die zweite Jahreshälfte angekündigten Full-Length-Debüt aufgenommen wurde.

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’68 – Two Parts Viper

Bei Josh Scogin entsteht aus Chaos – richtig – noch mehr Chaos. Nach dem Ende der Math-getränkten Metalcore-Heroen The Chariot stürzte sich der Frontmann sogleich Hals über Kopf in ein neues Projekt. Gemeinsam mit Drummer Michael McCellan zerlegt er als Power-Duo ’68 seit geraumer Zeit die US-Konzert-Szene. Garage, Noise und ordentlich viel Dreck sammeln sich nun auch auf dem zweiten gemeinsamen Album „Two Parts Viper“.

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Thurston Moore – Rock N Roll Consciousness

Sonic Youth liegen seit der Scheidung von Kim Gordon und Thurston Moore brach. Während sich Gordon nach Body/Head und ihrer Autobiographie aktuell um ihre Solokarriere kümmert, gibt sich Moore umtriebiger denn je. Neben diversen Projekten und Gastauftritten tourt der mittlerweile in London wohnende Endfünfziger mit seiner Thurston Moore Group im Zeichen semi-avantgardistischer Gitarrenmusik. „Rock N Roll Consciousness“ ist sein fünftes Soloalbum, wohl aber nur am Cover ohne Moores Group.

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