Schlagwort: Pop Punk

Taken Days

Taken Days – Any Minute

Ein neues Cali-Punk-Powerhouse macht sich auf den Weg über den großen Teich. Bereits mit ihrem ersten Album „Every Second…“ rannten Taken Days offene Türen ein – eingängig, melodisch und gerne mal poppig, aber gerne mal mit etwas mehr Wucht sowie hymnischen Emo-Parts ausgestattet. Davon setzt es nun mehr, wobei man sich ein Jahr Zeit ließ, die neuen Tracks auszuarbeiten und ordentlich einzuspielen. Entsprechend vielfältig und geschliffen, aber auch dynamisch und spontan zeigt sich der offenkundig alles andere als schwere Zweitling „Any Minute“.

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Jeff Rosenstock

Jeff Rosenstock – Hellmode

Die Welt geht den Bach hinunter, die Gesellschaft kollabiert, der Planet brennt: Jeff Rosenstock hat mehr als genug Gründe, wütende und chaotische Musik für wütende und chaotische Zeiten zu machen. Auf seiner neuesten Platte haut er ganz gewaltig auf die Kacke, gibt sich so laut wie möglich und findet dabei immer wieder Momente der Klarheit, der Hoffnung. In den renommierten EastWest Studios in Hollywood, wo einst „Toxicity“ von System Of A Down und der „Bodyguard“-Soundtrack von Whitney Houston entstanden, nahm Rosenstock seinen neuesten Streich „Hellmode“ auf.

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Diesel Boy

Diesel Boy – Gets Old

Zum ersten Mal seit 2001 (!) präsentieren Diesel Boy ein neues Album. Die Band hatte sich nach dem Release von „Rode Hard And Put Away Wet“ still und heimlich aufgelöst, ein Comeback-Versuch 2011 scheiterte aufgrund der geografischen Distanz, man zog sich erneut ins Privatleben zurück. „Diesel Dave“ Lake und Greg Hensley, die inzwischen beide in Seattle wohnen, verspürten während der Pandemie musikalische Wehmut und beschlossen einen neuen Anlauf, gemeinsam mit den beiden Neuzugängen Chad Philipps und Christopher Thomas. Auf „Gets Old“ setzt es alte Punk-Weisheiten mit Skate-Schlagseite, so wie in den besten Zeiten.

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Von Grambusch

Von Grambusch – Licht x Schatten

Touren, touren, touren: Auf Konzertreisen gefällt es Von Grambusch gefühlt am besten, und so sind die Bremer möglichst oft, möglichst durchgehend unterwegs. Neben ein paar Sommerkonzerten geht es ab Ende Oktober wieder auf Deutschland-Tour, großes Jahresfinale in der Heimat inklusive. Mit dabei haben sie ihre neue EP, die einmal mehr Alternative, Punk, Indie und Pop-Charme mit semi-akustischer Instrumentierung und eloquenter Kante vermengt. „Licht x Schatten“ bringt die Stärken der Nordlichter einmal mehr auf den Punkt.

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Heart Attack Man

Heart Attack Man – Freak Of Nature

Die Suche nach Erkenntnis, nach dem Selbst und nach dem Schlüssel zum Erwachsenwerden begleitet das Schaffen von Heart Attack Man. Das Trio aus Cleveland will seinen Platz in der Welt finden und zugleich mit der eigenen Jugend abschließen. Mehrere Millionen Streams begleiteten die bisherigen Releases des US-Trios, das sich irgendwo zwischen Rock, Punk und Pop bewegt, zwischen Augenzwinkern und Selbstbestimmung. „Freak Of Nature“ will nach eigener Aussage eine gewisse Weiterentwicklung zulassen – musikalisch wie persönlich.

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Versus The World

Versus The World – The Bastards Live Forever

Acht Jahre nach „Homesick/Roadsick“ melden sich Versus The World zurück. Abermals hat sich das Line-up kräftig verändert, unter anderem ging mit Mike Davenport ein Gründungsmitglied verloren, doch büßte das Quintett um Mitglieder von Lagwagon und Good Riddance seine musikalischen Qualitäten keinesfalls ein. Mehr noch, für ihre neue Platte wuchs das musikalische Spektrum weiter. Melodischer bis poppiger Punk, Alternative Rock, letzte Post-Hardcore-Rest sowie eine ordentliche Dosis Emo schwingen auf „The Bastards Live Forever“ mit und legen den Grundstein für das bislang vielfältigste Werk der US-Veteranen.

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Punk Rock Factory

Punk Rock Factory – It’s Just A Stage We’re Going Through

Eine gute Cover-Version verbindet Eigenständigkeit mit Vertrautheit. Eigentlich sollte die Formel von Punk Rock Factory – bekannte Songs im Punk-Gewand – anhand diverser anderer Bands mehr als bekannt sein. Und doch macht das herzlich wenig, weil die Spielfreude des Quartetts aus Südwales in jeder Note durchkommt. Unter anderem coverten sie sich bereits durch Disney-Songs sowie Punk-, Rock- und Metal-Szene-Hits rund um den Jahrtausendwechsel. Auf ihrem neuen Album widmen sie sich der weiten Welt der Musicals. „It’s Just A Stage We’re Going Through“ steckt ein paar Münzen in die Jukebox und legt mit wachsender Begeisterung los.

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Flittern

Flittern – Flittern

Gitarren-Neustart mit Mitte 30, so oder so ähnlich kündigen sich Flittern an. Drei Musiker – unter anderem Teile der aufgelösten Hey Ruin plus der aktuelle KMPFSPRT-Drummer Jan Gruben – suchen ihren eigenen Weg. Der befasst sich zwar mit Punk, was angesichts der musikalischen Vorgeschichte kaum verwundert, nimmt aber ebenso Pop- und Synthi-Elemente mit wachsender Wave-Begeisterung mit. Das erste Album heißt „Flittern“, so wie die Band, und hat hohen Unterhaltungswert, hört sich wie ein Coming-of-Age-Streifen zwischen Dorfleben und Weg in die Großstadt.

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Me On Monday

Me On Monday – Far From Over

Harte Arbeit macht sich bezahlt, davon können Me On Monday gleich zwölf Lieder singen. Die Leipziger veröffentlichten mitten in der Pandemie ihre starke zweite EP „Lonely Satellite“ und wollten noch mehr. So verschanzten sie sich knapp zwei Wochen in einem abgeschiedenen Haus an der Ostsee, um aus 30 Songideen ein Album zu basteln, das schließlich mit kräftig Rückenwind aufgenommen und per Crowdfunding finanziert wurde. „Far From Over“, das Debüt auf voller Länge, darf als Kampfansage verstanden werden, und ringt dem durchaus poppigen Punk der Band weitere spannende Facetten ab.

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No Trigger

No Trigger – Dr. Album

Stress kennen No Trigger nicht, gerade im Studio. Ihr letztes Album hat bereits ein Jahrzehnt auf dem Buckel, zwischendurch gab es wenige Kleinformate. Nun legt das Sextett aus Worcester im US-Bundesstaat Massachusetts endlich wieder los und zeigt sich dabei von seiner eingängigen Seite. Die Hardcore-lastigen Tage sind lange vorbei, ihr Punk Rock geht meist melodisch von der Hand. An den politischen Texten hat sich allerdings herzlich wenig geändert: „Dr. Album“ ist eine Ode an eine bessere Zukunft, die keinesfalls die Augen vor aktuellen Problem verschließt.

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