Schlagwort: Rock’n’Roll

The Drippers

The Drippers – Scandinavian Thunder

Einfach mal alle Verstärker auf Elf drehen und sehen, was passiert: The Drippers wissen, wie der Hase läuft. Ihr Debütalbum „Action Rock“ trägt nicht nur einen richtig guten Titel, es rannte im Sommer 2019 offene Türen ein. Der klassisch skandinavische 90s-Rock mit leicht punkigen Untertönen hallt immer noch ein wenig nach, mit der anschließenden Tour klappte es leider nicht so ganz. Macht aber nichts, dachten sich die drei Schweden, und schrieben stattdessen einfach neue Songs. Elf davon haben es auf „Scandinavian Thunder“ geschafft. Drin ist, was auf dem Etikett steht.

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The Hawkins

The Hawkins – Aftermath

The Hawkins sind aktuell so etwas wie Output-Monster und nützen die Tour-Auszeit perfekt. Vergangenen Herbst erschien das grandiose Album „Silence Is A Bomb“, wenig später von einer eigenen Live-Platte kongenial begleitet. Nun haben die schwedischen Garagen-Rocker erneut Nachschub am Start in Form eines Mini-Albums. „Aftermath“ setzt sich mit den fünf Phasen der Trauer anhand einer zerbrochenen Beziehung auseinander. Entsprechend klingt das neue Material etwas anders.

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LÜT

LÜT – Pandion

Nach dem Album ist das Album vor dem Album – nein, das ist nicht etwa das Tic Tac Toe-Follow-up zu „Morgen ist heute schon gestern“, sondern die Release-Politik von LÜT. Erst im Februar veröffentlichten die Norweger ihren bärenstarken Zweitling „Mersmak“, schon jetzt eine der besten Platten des Jahres. Im Zuge dessen werfen sie nun einen Blick zurück auf den Einstand, der nie offiziell außerhalb der Heimat erschien. Mit „Pandion“ ging es 2017 los, Nominierung für den norwegischen Grammy und manch ein Festival-Auftritt inklusive. Diesen Auftakt gibt es nun überall inklusive Bonus-Track.

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Sonny Vincent

Sonny Vincent – Snake Pit Therapy

Schon in den 70ern spielte Sonny Vincent mit den Testors im legendären CBGB. Seither ackerte sich der New-York-Punk-Veteran durch diverse Band- und Soloplatten, zuletzt im Frühjahr mit The Limit um die legendäre Pentagram-Stimme Bobby Liebling. Nahezu zeitgleich erschien Vincents Buch „Snake Pit Therapy“, das sich mit seiner bewegten Kindheit und Jugend zwischen Heimen, Psychiatrie und Kriegsdienst in Vietnam befasst. Das liefert selbstverständlich starkes Material für packende Songs, und so steht nun eine neue Soloplatte in den Startlöchern. Diese heißt – natürlich – ebenfalls „Snake Pit Therapy“ und zelebriert Proto-Punk der kurzweiligen Art.

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Trouble Is

Trouble Is – Wholehearted

Dänemarks Musikszene weiß durch ihre Größe und Vielfalt immer wieder zu überraschen. Selbst Blues Rock findet im hohen Norden eine kleine, aber feine Heimat. Das Duo Trouble Is ist hörbar von der etwas moderneren Schule um John Mayer und Joe Bonamassa inspiriert. Gitarrist und Sänger Mathias Heibøll sowie Schlagzeuger Poul Valdemar Prahl gingen erst einmal auf dreimonatige Jam-Reise durch die USA, um sich musikalisch zu finden, bevor man ein gemeinsames Apartment in Dänemark bezog und Songs schrieb. Herausgekommen ist das Debütalbum „Wholehearted“.

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Urges

Urges – Never Gonna Change

Gesucht und gefunden: Die fünf Musiker hinter Urges sind seit geraumer Zeit Freunde, spielten allerdings stets in unterschiedlichen Bands. Da ging es vornehmlich um Gitarrenmusik der verkopften, komplexen Sorte. Mit einem gemeinsamen Projekt bemüht sich um das große Korrektiv und möchte den Fokus auf das Wesentliche rücken, frei von der Leber weg rocken, ohne Netz und doppelten Boden. „Never Gonna Change“ ist eine Ode an die Ursprünglichkeit klassischer Rockmusik in elf fieberhaften, begeisternden Kapiteln.

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Die Buben im Pelz

Die Buben im Pelz – Geisterbahn

Von der Neigungsgruppe zum Pelz: Die beiden FM4-Moderatoren David Pfister und Christian Fuchs suchten und fanden 2014 ein neues Vehikel für ihren Wiener Dialekt-Ansatz und coverten als Die Buben im Pelz das legendäre Velvet Underground-Debüt. Später folgte noch eine Platte mit eigenem Material, das Line-up wurde weiter ausgebaut und schließlich nahm man im Herbst 2019 eine neue Platte auf, unter anderem mit Alexander Hacke von Einstürzende Neubauten. Bestens bekannten Umständen ist die um ein Jahr verschobene Veröffentlichung des Drittlings „Geisterbahn“ geschuldet, die Wartezeit lohnt sich allerdings.

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The Limit

The Limit – Caveman Logic

Supergroups scheint es mittlerweile wie Sand am Meer zu geben, und doch sind The Limit irgendwie anders. Hier trifft Bobby Liebling, Frontmann der Doom-Rock-Legenden Pentagram, auf die Punk-Urväter Sonny Vincent (Testors) und Jimmy Recca (The Stooges) sowie Hugo Conim und João Pedro Ventura von den portugiesischen Doom-Metal-Veteranen Dawnrider – sicher kein vorhersehbares Line-up. Und doch passt diese auf den ersten Blick ungewöhnliche Kombination prima zusammen mit einem Sound zwischen Rock, Punk und ein wenig Finsternis. „Caveman Logic“ klingt wie der x-te Frühling für die beteiligten Musiker und hat viel mehr als nur bekannte Namen zu bieten.

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LÜT

LÜT – Mersmak

Über LÜT gehen und zehn großartige Songs einziehen, so funktioniert Rock-Monopoly im Jahr 2021. Hinter dem komischen Namen mit Umlaut steckt ein norwegisches Quintett, das in der Heimat bereits für diverse Musik- und Newcomer-Preise nominiert war. Mit dem zweiten Album soll nun auch der Rest Europas erobert werden. „Mersmak“ bringt die verschiedenen Einflüsse der Band – Punk, Garage Rock und sogar ein wenig Post-Hardcore – auf einen gemeinsamen Nenner und stellt zudem einen ungewöhnlichen Sänger vor.

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Aaron Lee Tasjan

Aaron Lee Tasjan – Tasjan! Tasjan! Tasjan!

Wie kann eine ganze Generation gleichzeitig so empathisch und so narzisstisch sein? Diese Frage rückt Aaron Lee Tasjan in einen selbstkritischen, autobiographischen Kontext und baut sein neues Album rundherum auf. Der Mittdreißiger aus New Albany im US-Bundesstaat Ohio tankt sich mit wachsender Begeisterung durch etablierte Schubladen und Retro-Sounds zwischen Rock, Pop, Glam und Soul. Genau das geschieht auch auf dem neuesten Werk, das nachdrücklich betitelte „Tasjan! Tasjan! Tasjan!“. Geht das als selbstbetiteltes Album durch?

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