Schlagwort: Soul-Pop

Lukas Oscar

Lukas Oscar – Everything’s Built To Last

Mit gerade einmal 23 Jahren hat Lukas Oscar gefühlt bereits mehrere Musikerleben hinter sich. 2016 gewann er The Voice Kids, vier Jahre später schrieb er am bulgarischen Beitrag für den abgesagten Eurovision Song Contest, bevor 2022 die Solokarriere mit der ersten EP „Colors Of A Void“ langsam Fahrt aufnahm. Seither erschienen ein Album, zwei weitere EPs und diverse Songs, zudem supportete in Wien wohnende Fürstenfelder mit philippinischen Wurzeln so unterschiedliche Künstler wie Mark Forster, Khruangbin und L’Impératrice. Mit „Everything’s Built To Last“, seinem neuen Album, kündigt Oscar einen deutlich mutigeren, vielschichtigeren Pop-Ansatz an, der Normen hinterfragt, gerade mit unterstützendem Blick auf die LGBTQIA+ Community, und den Lärm im Kopf zur Ordnung ruft.

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Jonathan Jeremiah

Jonathan Jeremiah – We Come Alive

Einer der besten Songwriter dieser Zeit fliegt weiterhin komplett unverdient unter dem Radar. Die Rede ist von Jonathan Jeremiah, dessen butterweiche und gefühlvolle Musik erneut komplett eigene Schubladenkästen bastelt und großartige Geschichten erzählt. Auch sein neuester Streich bringt alles mit, was man gemeinhin im weiten Kopfkino-Sektor verortet. Mit dem gängigen Optimismus war es dieses Mal gar nicht so einfach, denn „We Come Alive“ verarbeitet unter anderem den Tod des Vaters, setzt sich mit zentralen Fragen rund um Zugehörigkeit, Identität und Herkunft auseinander, und lässt zugleich zunehmend unbequeme globale Geschehnisse nie komplett aus den Augen.

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Rhonda

Rhonda – Forever Yours

Nachdem sie mit „You Could Be Home Now“ vor vier Jahren bereits an den Top 50 der Album-Charts kratzten, gingen Rhonda die Arbeiten an einem Nachfolger mit frischem Elan an. Dieser war dringend notwendig, da die pandemiebedingte räumliche Trennung – Sängerin Milo Milone war in Los Angeles, der Rest der Band in Norddeutschland – einige Tücken mit sich brachte. Aus Zoom-Happenings und häppchenweise versendeten Soundfiles entstand letztlich das vielschichtigste Werk der noch jungen Bandgeschichte. „Forever Yours“ bewegt sich weiterhin zwischen Pop, Rock und Soul, nimmt zudem weitere Einflüsse gekonnt hinzu.

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Júníus Meyvant

Júníus Meyvant – Guru

Moderne Popmusik mit Retro-Präsentation, so oder so ähnlich lässt sich der Sound von Júníus Meyvant zusammenfassen. Der 1982 als Unnar Gisli Sigmundsson geborene Isländer nennt seine Musik „Freaky Folk Pop“ und trifft damit den Nagel auf den Kopf. Seine beiden bisherigen Alben waren wunderbar aus der Zeit gefallen, reich an dichten Texturen und warmen, wohligen Melodien. Und doch bezeichnet er „Guru“ als sein persönlichstes Werk – im Heimstudio entstanden und nur mit kleiner Band-Besetzung eingespielt. Hält die Reduktion Einzug auf den Vestmannaeyjar?

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Sebastian Madsen

Sebastian Madsen – Ein bisschen Seele

Nichtstun mag Sebastian Madsen nicht, schon seit seiner Kindheit. Mit seiner Band Madsen zählt er zu den deutschen Vorzeige-Indie-Bands, zudem gibt es unter diversen Pseudonymen immer wieder mal ein Vordringen in unterschiedlichste Genres. Im Lockdown hörte er viel Soul – unter anderem aus Liebeskummer, weil er im Wendland und Freundin Lisa Who in Berlin war – und begann irgendwann, entsprechende Songs zu schreiben. Nun gibt sogar eine ganze Platte in diesem Stil, ein komplettes Soloalbum. Dieses trägt den passenden Titel „Ein bisschen Seele“ und überrascht im besten Sinne.

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Franc Moody

Franc Moody – Into The Ether

Es mag mit der erhofften Tour nicht geklappt haben, doch das Anfang 2020 veröffentlichte „Dream In Colour“ führte tanzend durch düstere Zeiten und machte Franc Moody zu verdienten Streaming-Königen. Ursprünglich aus Lagerhaus-Partys entstanden, verpasst das Kollektiv aus Tottenham dem Dance-Genre einen frischen Retro-Anstrich mit Funk, Soul, Disco und House nebst zig anderen Einflüssen. Für ihre zweite Platte stellte man sich eine gewaltige Odyssee in einem blechernen Tourbus, eine verlassene Tankstelle sowie allerlei skurrile Charaktere vor. „Into The Ether“ bestätigt das im besten Sinne eigenwillige Debüt höchst souverän.

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Blow

Blow – Shake The Disease

Digital ist nicht immer zwingend besser. Das erkannten auch Blow nach dem Release ihres ersten Albums „Vertigo“. Der Electro-Pop des Pariser Trios kam 2018 gut an, doch bereits kurze Zeit später stellte sich das Gefühl ein, man würde sich wiederholen. Geänderte Aufnahmemethoden führten zu analoger Instrumentierung, das Studio wurde gewechselt, selbst Gedanken über einen anderen Bandnamen kamen auf. Letztlich wurde wenige Tage vor dem Release bekannt, dass Blow sich auflösen würden. Das Vermächtnis „Shake The Disease“ bewegt sich zwischen musikalischer Nostalgie und lyrischer Dualität von Sein versus Schein.

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Memoriez

Memoriez – Holymodernothing

Ist der futuristische Retro-Sound von Danger Mouse und Beck heute eigentlich noch interessant? Memoriez stellen diese Frage nicht, sondern spielen einfach munter los. Das Indie-Trio, irgendwo zwischen Hamburg und Los Angeles verankert, machte vor einer halben Ewigkeit mit „Huntin‘ Like A Hurricane“ auf sich aufmerksam, danach tauchte man unter. Sänger und Songwriter Joachim Zunke zog von der Hansestadt an die sonnige US-Westküste, und das macht sich auch auf dem selbstbewussteren, beseelten zweiten Album bemerkbar. „Holymodernothing“ steht digital in den Startlöchern, bevor Anfang 2020 eine Vinyl-Auflage nachgereicht wird.

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Alpines – Full Bloom

Seit Jahren schweben sie durch die Pop-, Electro- und Indie-Landschaft, ohne sich irgendwo fix niederlassen zu wollen: Alpines, das Duo um Sängerin und Pianistin Catherine Pockson sowie Gitarrist und Produzent Bob Matthews, bewegt sich bevorzugt zwischen den Stühlen. Ein wenig Soul hier, deeper TripHop da, dazu schwebende Leichtigkeit und all das jeweils rund um eine minimalistische Piano-Idee aufgebaut: „Full Bloom“, das mittlerweile dritte Album, geht auf große Klangreise.

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Samuel Hope – Other Man

„Bei guter Musik“, so einst ein guter Rat an Samuel Hope, „geht es um den Einklang einer wunderbaren Melodie und einer tollen Stimme“. Nach dieser Maxime arrangiert der 34jährige gebürtige New Yorker seine Songs. Ursprünglich schrieb er für andere Musiker, nur um schließlich festzustellen, dass einzig er alleine seine Geschichten auch angemessen vertonen kann. Musikalisch bewegt sich Hope in soulig angehauchten Pop-Gefilden mit elektronischen Untertönen – vertraut, Mainstream-tauglich und doch angenehm eigenständig. „Other Man“ ist sein Debütalbum.

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