Schlagwort: Soul-Pop

Jonathan Jeremiah – Oh Desire

Die Zeiten, in denen sich Jonathan Jeremiah seine Studiostunden hart erarbeiten musste, sind vorbei. Mit seinen beiden Alben „A Solitary Man“ und „Gold Dust“, diversen Soundtrack-Beiträgen und Tour-Aktivitäten konnte sich der Brite auch beim deutschen Publikum einen Namen machen. Aus den geplanten drei Wochen Aufnahmesessions, für die Jeremiah erstmals seine komplette Live-Band einsetzte und gleichzeitig selbst produzierte, wurde ein halbes Jahr;  Zeit, die sich für die Entstehung von „Oh Desire“ lohnte.

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Gemma Ray – The Wheel

Ein Vokal entscheidet zwischen Metal-Legenden und Retro-Magie: Gemma Ray veröffentlichte im August mit „Milk For Motors“ ihr bislang bestes Album, eine mutige Reise durch Soul, Beat, Pop, Rock’n’Roll, Western und Blues unterstützt durch zahlreiche kreative Partner sowie das Deutsche Filmorchester Babelsberg. Im Februar und März des kommenden Jahres geht die gebürtige Britin auf Tour und wird an sieben Terminen auch ihrer Wahlheimat Deutschland einen Besuch abstatten. Mit im Gepäck hat sie sicherlich auch „The Wheel“, dem nun ein sehenswertes Video spendiert wurde.

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The Asteroids Galaxy Tour – Bring Us Together

Sind The Asteroids Galaxy Tour Hitlieferanten wider Willen? Charterfolg ist für die beiden Dänen eine sympathische Nebenerscheinung und letztlich keine Überraschung, konnte man auf „Fruit“ und „Out Of Frequency“ doch aus einer Unmenge an großartigen Songs wählen. Druck ist für die Mette Lindberg und Lars Iversen ebenso ein Fremdwort. „Bring Us Together“ nahm seine Anfänge auf großer Welttournee und zeugt letztlich vom geglückten Versuch nach dieser wieder zueinanderfinden. Das Ergebnis bricht abermals mit jeglichen musikalischen Erwartungen.

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Ivy Quainoo – Atomic

Während aktuell die dritte Staffel von „The Voice of Germany“ läuft, versucht es Ivy Quainoo mit einer neuen Single. Dass man an den Erfolg nach dem Sieg nicht herankommen würde, war zu erwarten. Von daher ist die Top 40-Platzierung des zweiten Albums „Wildfires“ sowie die drei Chartwochen der gleichnamigen Auskopplung als durchaus anständige Leistung zu sehen. Im Schatten der neuen Hoffnungsträger erscheint nun „Atomic“ als Download-EP mit mächtiger Tracklist.

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Morcheeba – Head Up High

Irgendwie sind sie alle wieder Zuhause. Sängerin Skye Edwards kehrte auf dem letzten Album „Blood Like Lemonade“ zurück zu Morcheeba, Ross Godfrey verließ sein kalifornisches Exil, wo er als Filmkomponist arbeitete, und Paul Godfrey arrangierte sich mit Depressionen und seiner Diabetes-Diagnose. Gemeinsam nahm man die neue Platte „Head Up High“ auf, die den Vorgänger ganz locker überflügelt, mit ein paar durchaus prominenten Gästen aufwarten kann und Morcheeba endgültig in der Neuzeit ankommen lässt.

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Moby with Wayne Coyne – The Perfect Life

Die weltweiten Chart-Erfolge mögen zwar (momentan?) der Vergangenheit angehören, doch das Moby hindert nicht daran, weiterhin ansprechende Musik zu fabrizieren. Seine letzten beiden Alben „Wait For Me“ und „Destroyed“ überraschten mit Karriere umspannender Bandbreite, die Gästeliste für das am 27. September erscheinende „Innocents“ lässt ähnliches erwarten. Skylar Grey, Mark Lanegan und Cold Specks werden unter anderem dem elften Studioalben des US-Amerikaners ihre Stimme leihen. Für die Single „The Perfect Life“ bricht Moby mit einer alten Tradition.

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John Newman – Love Me Again

Der Weg vom Gastsänger zur Solokarriere ist nicht immer leicht, kann aber funktionieren. Daniel Merriweather machte sich beispielsweise durch seine Arbeit mit Mark Ronson einen Namen und veröffentlichte im Anschluss ein starkes Soloalbum. Ähnlich will nun John Newman schaffen. Sein Beitrag zu Rudimentals „Feel The Love“ machte aus dem Drum’n’Bass-Track einen Nummer Eins-Hit in Großbritannien, der Nachfolger „Not Giving In“ war ebenso wenig zu verachten. Einen Major-Deal hat der junge Brite bereits in der Tasche, die Arbeiten an seiner ersten Soloplatte laufen. In welche Richtung es gehen könnte, zeigt die Single „Love Me Again“.

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Madness – Never Knew Your Name

Hierzulande werden die Ska-Heroen von Madness leider bis heute auf ihren eher untypischen Gassenhauer „Our House“ reduziert. Dass man den Briten damit Unrecht tut, beweisen nicht nur Hymnen wie „House Of Fun“ oder „It Must Be Love“, die in ihrer Heimat Kultstatus besitzen, sondern auch die Veröffentlichungen der jüngeren Zeitrechnung, beispielsweise das durch den Film „Neues vom Wixxer“ bekannte „NW5“. Das bereits seit Oktober letzten Jahres erhältliche neue Album „Oui Oui, Si Si, Ja Ja, Da Da“ ging bei uns erwartungsgemäß am Gros der Käuferschaft vorbei und verpasste sogar den Einstieg in die Alben-Top 100. Für Madness jedoch kein Grund, die Köpfe hängen zu lassen, und so wird mit „Never Knew Your Name“ nach „My Girl 2“ sogar noch ein zweiter Song ausgekoppelt.

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Leslie Clio – Gladys

Leslie Clio ist die Unschuld aus dem Norden, blond, blauäugig, stets mit offenen Augen durch die Welt gehend. Die 26jährige Hamburgerin klingt mit ihrem sympathischen, erfrischend schlichten Retro-Soul-Pop-Gebräu weltmännisch (oder ist es weltweiblich?), sucht das musikalische Glück jedoch in der Heimat. Ihr zur Seite stand Nikolai Potthoff, der nicht nur Tomte-Bassist ist, sondern auch Thees Uhlmann bei dessen aktuellem Soloalbum unter die Arme griff, und gemeinsam mit Clio elf radiofreundliche, unaufdringliche Songs zauberte. „Gladys“, so der Titel des Debütalbums, überzeugt über weite Strecken.

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Miriam Bryant – Finders Keepers

Manchmal kann es ganz schnell gehen. Eigentlich reiste die gebürtige Göteborgerin Miriam Bryant, Tochter eines englischen Bäckers und einer finnischen Lehrerin, im November 2011 in den Norden Schwedens, um ihrem guten Freund Victor Rådström bei einem musikalischen Projekt unter die Arme zu greifen. Tatsächlich schrieb man drei Songs für Bryant – die ersten Songwriting-Gehversuche für die 21jährige. Wenige Monate später hat die Schwedin nun einen Major-Vertrag in der Tasche und veröffentlicht „Finders Keepers“ nach diversen Download-Bundles und Verschiebungen auch auf CD.

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