Schlagwort: Soul-Pop

Madness – Never Knew Your Name

Hierzulande werden die Ska-Heroen von Madness leider bis heute auf ihren eher untypischen Gassenhauer „Our House“ reduziert. Dass man den Briten damit Unrecht tut, beweisen nicht nur Hymnen wie „House Of Fun“ oder „It Must Be Love“, die in ihrer Heimat Kultstatus besitzen, sondern auch die Veröffentlichungen der jüngeren Zeitrechnung, beispielsweise das durch den Film „Neues vom Wixxer“ bekannte „NW5“. Das bereits seit Oktober letzten Jahres erhältliche neue Album „Oui Oui, Si Si, Ja Ja, Da Da“ ging bei uns erwartungsgemäß am Gros der Käuferschaft vorbei und verpasste sogar den Einstieg in die Alben-Top 100. Für Madness jedoch kein Grund, die Köpfe hängen zu lassen, und so wird mit „Never Knew Your Name“ nach „My Girl 2“ sogar noch ein zweiter Song ausgekoppelt.

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Leslie Clio – Gladys

Leslie Clio ist die Unschuld aus dem Norden, blond, blauäugig, stets mit offenen Augen durch die Welt gehend. Die 26jährige Hamburgerin klingt mit ihrem sympathischen, erfrischend schlichten Retro-Soul-Pop-Gebräu weltmännisch (oder ist es weltweiblich?), sucht das musikalische Glück jedoch in der Heimat. Ihr zur Seite stand Nikolai Potthoff, der nicht nur Tomte-Bassist ist, sondern auch Thees Uhlmann bei dessen aktuellem Soloalbum unter die Arme griff, und gemeinsam mit Clio elf radiofreundliche, unaufdringliche Songs zauberte. „Gladys“, so der Titel des Debütalbums, überzeugt über weite Strecken.

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Miriam Bryant – Finders Keepers

Manchmal kann es ganz schnell gehen. Eigentlich reiste die gebürtige Göteborgerin Miriam Bryant, Tochter eines englischen Bäckers und einer finnischen Lehrerin, im November 2011 in den Norden Schwedens, um ihrem guten Freund Victor Rådström bei einem musikalischen Projekt unter die Arme zu greifen. Tatsächlich schrieb man drei Songs für Bryant – die ersten Songwriting-Gehversuche für die 21jährige. Wenige Monate später hat die Schwedin nun einen Major-Vertrag in der Tasche und veröffentlicht „Finders Keepers“ nach diversen Download-Bundles und Verschiebungen auch auf CD.

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Rhye – The Fall

Seit einigen Monaten macht das geheimnisvolle Projekt Rhye die Blogosphäre unsicher. Ihren Soul-Pop setzten sie zunächst namenlos ab, posteten einzig geheimnisvolle Fotos von irgendwelchen Personen, die mit der Band nichts zu tun haben. Mittlerweile ist das Geheimnis gelüftet: Für den Gesang ist nicht etwa eine Frau verantwortlich, wie man vielleicht denken würde, sondern der kanadische Electro-Musiker Mike Milosh, der als Milosh bereits drei Soloalben veröffentlicht hat. Er residiert mittlerweile ebenso in Los Angeles wie sein Partner-in-Crime, der dänische Soundtüftler Robin Hannibal (Quadron). Ein gemeinsames Album erscheint im März, die Single „The Fall“ ist ab sofort erhältlich.

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Noisettes – I Want You Back

Die britischen Noisettes, jüngst zum Duo geschrumpft, wollten sich noch nie auf eine bestimmte Musikrichtung festlegen. So schien die Veröffentlichung von „Never Forget You“, einem der größeren Hits der Band um Sängerin Shingai Shoniwa, im Zuge des 60s-Revivals zwar durchaus logisch, doch klang die Nummer eben auch völlig anders als der in den 70ern verwurzelte, ebenfalls sehr erfolgreiche Vorgänger „Don’t Upset The Rhythm“. Trotz stärkerer Zuwendung zu Popmusik wird Abwechslung bei den Noisettes noch immer groß geschrieben – das hierzulande nur als Import erhältliche neue Album „Contact“ unterstreicht diese These bravourös. Freude dürfte bei den deutschen Fans angesichts der Tatsache aufkommen, dass die zweite Single „I Want You Back“ auch in hiesigen Gefilden veröffentlicht wird.

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The Bamboos feat. Daniel Merriweather – I Never

Auch wenn es hierzulande mit dem Durchbruch noch nicht geklappt hat – in ihrer australischen Heimat sind die Soul- / Funk-Experten The Bamboos mit ihren Singles und Alben regelmäßig in den Charts vertreten. Das aktuelle Album „Medicine Man“ unterhält immer noch bestens, was neben Stammsängerin Kylie Audist an diversen hochkarätigen Gästen liegt. Nachdem Aloe Blacc der ersten Single „Where Does The Time Go?“ seine Stimme lieh, konnte für den Nachfolger „I Never“ der hierzulande ebenfalls nicht gänzlich unbekannte Daniel Merriweather gewonnen werden.

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Jonathan Jeremiah – Gold Dust

Die Geschichte ist hinlänglich bekannt: Jonathan Jeremiah schob Nachtschichten im Sicherheitsdienst der Londoner Wembley Arena, um sein Debütalbum zu schreiben und sich die Orchester-Aufnahmen dafür leisten zu können. In „A Solitary Man“ stecken viele Jahre an Arbeit, die sich hörbar ausgezahlt haben und dem Briten entsprechenden Zuspruch brachten. Singles wie „Heart Of Stone“ und das auf dem Soundtrack zu „What A Man“ enthaltene „Happiness“ summt man immer noch im Radio mit. Nur 14 Monate später erscheint der Nachfolger „Gold Dust“.

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Lilabungalow – Lilabungalow

Unglaublich aber wahr: Lilabungalow gibt es seit 2004 als Soloprojekt (vier Jahre später wurde eine dreiköpfige Band mit zusätzlichen Live-Gästen daraus), man war unter anderem mit Herbert Grönemeyer und Northern Lite auf Tour, eine Platte gab es aber bislang nicht. Zumindest prangert man bei analogsoul diesen Missstand an und behebt ihn gleichzeitig. Das nennt man wohl ‚guten Service‘. Die Erfurter um den studierten Musiklehrer Patrick Föllmer verstehen sich auf Popsongs, die mit herkömmlicher Radioware herzlich wenig zu tun haben und eine Vielzahl an Soul-, Electro- und Rock-Einflüssen mitnehmen. Wie das klingt, veranschaulicht das Debütalbum „Lilabungalow“.

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Stooshe – Black Heart

Zwei Singles in den britischen Top 5, dazu eine Erwähnung in der renommierten BBC-‚Sound of 2012‘-Liste  – da sollte sich anlässlich der Deutschland-Veröffentlichung ihrer zweiten Single „Black Heart“ ein genauerer Blick auf die laut der Sun „lebhafteste, aufregendste Girlband seit den Spice Girls“ durchaus lohnen. Hinter Stooshe stecken die Sängerinnen Karis Anderson, Alexandra Bugg und Courtney Rumbold, die ihre zwischen Pop und Soul hin und her pendelnden Songs gerne mit Texten voller sexueller Anspielungen garnieren. Ihr erster Song „Fuck Me“ war dann allerdings doch etwas zu direkt für die britische Musiklandschaft, so dass der Titel unter dem Namen „Love Me“ und unter Beteiligung des Gym Class Heroes-Rappers Travie McCoy noch einmal neu aufgenommen wurde. „Black Heart“ dagegen wurde von den Briten gleich ins Herz geschlossen und so stand einem längeren Chartsaufenthalt nichts mehr im Wege.

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Lukas Graham – Ordinary Things

Es wurde an ähnlicher Stelle bereits mehrfach gesagt, darf aber gerne wiederholt werden: Für so ein kleines Land ist Dänemarks Reichtum an großartigen Musikern beeindruckend. Neuestes Beispiel: Lukas Graham Forchhammer, ein 23jähriger aus der Freistadt Christiania in Kopenhagen, der als „Luke The Duke“ gemeinsam mit seinen Freunden Lovestock, Magnúm und The Captain als Soul- / Funk-Act aktiv ist. Der Erfolg in der Heimat gibt ihm Recht: „Lukas Graham“ eroberte die Spitze der Albumcharts, dazu kommen drei Singles in den Top 4. Mit „Ordinary Things“ soll es nun auch in Deutschland klappen.

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