Schlagwort: Stoner Rock

Kaskadeur

Kaskadeur – Uncanny Valley

Nach mehreren spannenden Alben und Touren waren Stonehenge ihrem Korsett entwachsen. Bei den Aufnahmen zur neuesten Platte merkten die Druiden aus Potsdam, dass die Songs den musikalischen Rahmen zwischen Retro und Stoner endgültig gesprengt hatten. Deswegen nun also ein neuer Name – Kaskadeur – und ein zweites Debütalbum, wenn man so will. „Uncanny Valley“ ist alles und nichts, ein wildes Festival der Gitarrenmusik mit Elementen aus Prog, Psychedelic, Stoner, Heavy, Post, Math und sogar ein wenig Pop-Appeal. Was sich auf den ersten Blick konfus und überladen liest, ist in Wirklichkeit alles andere als das.

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Daily Thompson

Daily Thompson – Oumuamua

Im September 2017 entdeckten Forscher in Hawaii einen zigarrenförmigen Himmelskörper, zunächst hektisch und durchaus zwinnkernd als Alien-Raumschiff bezeichnet, später als Komet und Asteroid deklariert. Passenderweise setzen Daily Thompson ebenfalls gerade zur Landung aus interstellaren Sphären an, denn sie erscheinen erstmals bei Noisolution. Dort findet der anspruchsvolle Sound zwischen Stoner, Psychedelic und Space eine hervorragende Heimat. Der Name des Himmelskörpers ist auch der Titel der neuen Platte: „Oumuamua“.

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Phoxjaw

Phoxjaw – Royal Swan

Wo Phoxjaw hindreschen, wächst kein Gras mehr. Und sonst eigentlich auch nichts, denn seit der vor zwei Jahren veröffentlichen Debüt-EP langt das Quartett mit seinem Mix aus Alternative Rock, Post-Hardcore und Stoner/Alternative Metal ordentlich zu. Ihr erstes Album nahmen sie beinahe komplett in Eigenregie und dem Lagerkoller nahe im walisischen Devil’s Bridge Cottage auf. Sämtliche Instrumente spielten die Briten getrennt voneinander ein, die Gitarrenspuren beispielsweise in einem Wäscheschrank. Klingt komisch, funktioniert aber: „Royal Swan“ erweist sich als Volltreffer.

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Ghostmaker

Ghostmaker – Room Service Romeo

Ideen haben Ghostmaker in rauen Mengen. Aktuell als infernales Trio unterwegs, werfen die Berliner starke Songs in rauen Mengen ab. Wüsten-Rock, Alternative-Riffs und 90s-Noise-Untertöne geben sich ein Stelldichein. Nach mehreren Mini-Alben, die eigentlich mehr als das waren, und einer EP steht nun „Room Service Romeo“ in den Startlöchern. Das erste reguläre Studioalbum, wenn man so will, setzt den eingängigen, leicht kratzigen Weg gekonnt fort.

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Shadow Witch

Shadow Witch – Under The Shadow Of A Witch

Viel Erfahrung, noch mehr Riffs: Shadow Witch fanden 2015 in Kingston, New York zusammen. Die vier Musiker hinter diesem ominösen Namen spielten (und spielen) seit Jahren und Jahrzehnten in den verschiedensten Formationen, haben sich nun aber der gemeinsamen Heavyness verschrieben. Stoner und Doom, Rock und Metal geben den Ton an. Auf das kurzweilige „Disciples Of The Crow“ folgt nun „Under The Shadow Of A Witch“, das gar nicht mal so schwere zweite Album.

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Iguana

Iguana – Translational Symmetry

Alle heiligen Zeiten tauchen Iguana wieder auf, um mit ihrem Sound gleichermaßen zu verzücken und zu verwirren. Das zwischen Chemnitz und Erfurt angesiedelte Quartett setzte vor sieben Jahren mit „Get The City Love You“ packend schräge Stoner-Visionen frei, zwischenzeitlich winkte das komplexe „Cult Of Helios“ vorbei. Ihre Stoner-Gitarren will die Band nach wie vor nicht wegpacken, lebt nun allerdings das Faible für Fuzz und Psychedelic, ja sogar für verkappten Krautrock stärker aus denn je. „Translational Symmetry“ wirft einen Blick auf die Tristesse der Gegenwart und erkennt, dass sich stupider Wahnsinn ohne große Veränderung wiederholt.

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Nap

Nap – Ausgeklingt

Manchmal kommen Platten auf den Tisch, mit denen kann man nicht rechnen. Will man auch nicht. „Villa“, das Debüt von Nap, war ein solches Teil. Durch den Re-Release via Noisolution erhielt die kleine Perle zwischen Stoner, Kraut, Prog und ein wenig Psych verdiente Aufmerksamkeit, wenig später folgte eine packende Split 12″ mit Black Lung. Nun also das schwere zweite Album, wie es gerne heißt. „Ausgeklingt“ lässt sich etwaige Hürden erst gar nicht anmerken.

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The Devil And The Almighty Blues

The Devil And The Almighty Blues – Tre

Wie heavy kann Delta Blues eigentlich klingen? The Devil And The Almighty Blues versuchen das seit 2010 herauszufinden. Hinter dem norwegischen Quintett versteckt sich eine hörbare Liebe für die Schwere des Blues, gepaart mit nicht minder bleiernen Riffs. Stoner- und Hard Rock dürften regelmäßig als Referenzen herhalten, und das wird sich auch auf dem dritten Album nicht ändern. „Tre“ heißt sowohl „Drei“ als auch „Baum“ im Norwegischen, was zum erdigen Sound wie Flechte auf Wurzel passt.

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Black Lung (c) Noisolution

Black Lung – Ancients

In nur zwei Alben an die Spitze: Die Art und Weise, wie sich Black Lung in kürzester Zeit vom Nebenprojekt zu den Meistern eines Genres, das sich eigentlich kaum eingrenzen lässt, spielten, ringt Respekt ab. Darauf will natürlich aufgebaut werden, und so ließ man sich erstmals ein wenig Zeit fürs Songwriting, dazu hält ein echter Bass Einzug ins Geschehen – eingespielt von J.Robbins, dem einen oder anderen von Jawbox bekannt. „Ancients“ behält die Düsternis der letzten Platten bei, wirkt zugleich aber musikalisch offener.

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Samavayo – Vatan

Samavayo verbreitern sich gekonnt. Die Berliner Stoner-Veteranen wollen musikalisch wesentlich mehr. Zu den vertrauten Psychedelic- und Desert-Einflüssen gesellen sich nun handfester Prog und überraschender Alternative Rock, begleitet von gewohnt politischen, aufwühlenden Texten. Somit bietet „Vatan“, das Debüt für Noisolution, zugleich vertraute Kost und beschreitet dennoch komplett neue Wege.

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