Rihanna – S&M

Rihanna

Neues von Workaholic Nr. 1: Die barbadische RnB-Queen Rihanna veröffentlicht mit „S&M“ die bereits dritte Single ihres Albums „Loud“ innerhalb von nicht einmal sechs Monaten. Dabei setzt die wandlungsfähige Sängerin auf das äußerst provokante Themengebiet des Sadomasochismus und stellt ihr freizügiges Sexleben medienwirksam zur Schau – ganz im Stile einer Lady Gaga. Mit gewohnt harten Bässen und einer gehörigen Portion Eurodance verleiht sie ihrer Message Nachdruck und sorgt dafür, dass der Song nicht nur musikalisch im Gedächtnis bleibt.

Begonnen wird mit der wiederkehrenden Textzeile „Na-na-na, come on“, gefolgt vom typischen knallenden Electro-Beat, der spätestens seit „Only Girl (In The World)“ zu Rihannas Markenzeichen zählt. Die Strophen kommen noch verhältnismäßig brav daher und erinnern an einigen Stellen an ihren Hit „Disturbia“, die Lyrics haben es dagegen faustdick hinter den Ohren. Offenkundig lässt sie uns an ihren – nennen wir es mal – tiefgehenden Gefühlen teilhaben und erörtert, wie viel Vergnügen sie doch an Schmerz und Qual empfindet. Getoppt wird das Ganze nur durch den Refrain, der jeglicher Beschreibung spottet, allerdings durch Rihannas auftrumpfende Stimme fast in den Hintergrund gerät.

Die kurze zweite Strophe stellt erneut die Ouvertüre für den kraftvollen Chorus dar, der anschließend durch das mehrmalige Herausposaunen des Songtitels ergänzt wird. Der Mittelteil legt den Fokus wieder auf die Lyrics, in denen uns die potente Strandschönheit auffordert, sie in ihrem Boudoir zu treffen und es ihr dort „richtig hart zu geben“… Wie dem auch sei, der doppelte Refrain zum Schluss markiert erneut die Bedeutung des Songs als energiegeladener Discosmasher, der in den Clubs wie auch schon seine Vorgänger gut zünden dürfte.

„S&M“ liefert grundsoliden Dance- und Electro-Pop ab, hinterlässt aufgrund der doch etwas gewöhnungsbedürftigen Thematik allerdings einen faden Beigeschmack. Man fragt sich, inwiefern Rihanna es bei ihrem Status als eine der erfolgreichsten Künstlerinnen der Welt nötig hat, sich mit brachialer Gewalt in die Pornoecke zu drängen. Bei „Only Girl (In The World)“ hat es beispielsweise auch mit weniger provozierenden Lyrics zu weltweiten Spitzenpositionen in den Charts gereicht. Dem gemeinen Discobesucher wird es natürlich herzlich egal sein, was da textlich aus den Boxen wummert. Solange der Beat und der Rhythmus stimmen, kommt er auf alle Fälle auf seine Kosten. Und diese Bedingungen erfüllt „S&M“ definitiv.

3,5/5
VÖ: 18.03.2011
Def Jam Records (Universal Music)

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