Autor: Walter Kraus

Ich bin, also denke ich.

Dizzee Rascal & Armand van Helden – Bonkers

Gemeinsam mit Lethal Bizzle und Wiley hat Dizzee Rascal Grime in Großbritannien populär gemacht. Während Wiley mit „Wearing My Rolex“ einem deutlich elektronischeren Stil Tür und Tor geöffnet hat, geht Dizzee noch einen Schritt weiter. So ist sein Ende August erscheinendes Album „Tongue In Cheek“ zwar immer noch von Grime bestimmt, setzt nun aber verstärkt auf Electro, House und Pop. So wurde bereits „Dance Wiv Me“ mit Calvin Harris ein Hit. Auch die neue Single „Bonkers“ dürfte die Charts im Sturm erobern.

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Dream Theater – Black Clouds & Silver Linings

Der Umzug zu Roadrunner Records hat Dream Theater hörbar gut getan. Mit mehr kreativer Freiheit behaftet, wurde „Systematic Chaos“ 2007 eines ihrer besten Alben der Neuzeit – immerhin gibt es die amerikanischen Prog-Legenden bereits seit 1985. Allerdings war auch diese Platte nur ein kleiner Zwischenstopp auf dem langen Weg zu neuen Höhen. Tatsächlich schafft es „Black Clouds & Silver Linings“ diesen Wahnsinn zu toppen mit mehr Härte, ausufernden Songs und dem Abschluss von Mike Portnoys Zwölf-Schritte-Suite.

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Gossip – Music For Men

Denkt man an Gossip – den Rock-Artikel sind sie mittlerweile los – denkt man unweigerlich an die Urgewalt Beth Ditto, die sich mit all ihren Rundungen nackt ablichten lässt, zu ihrer Homosexualität steht und von Modedesignern längst für sich beansprucht wurde. Viel zu oft tritt die Musik in den Hintergrund, und dabei spricht man speziell vom größten Gossip-Hit „Standing In The Way Of Control“. Zwölf neue Perlen sind auf „Music For Men“ zu finden.

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Paolo Nutini – Sunny Side Up

Beim Tribute an Atlantic-Gründer Ahmet Ertegun – den meisten Musikfans als großes Reunionkonzert von Led Zeppelin geläufig – ist ein schottisch-italienisches Greenhorn mit viel Soul und musikalischer Intelligenz aufgetreten, um zahlreichen arrivierten Künstlern die Show zu stehlen. Paolo Nutini gilt als größte Atlantic-Entdeckung der letzten Jahre, war aber ein wenig enttäuscht, als man ihn mit seinem Debütalbum nebst James Blunt und James Morrison stellte. Schließlich ist er ja ein fantastischer Soul- und Folkkünstler, wie man auf „Sunny Side Up“ hört.

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Basement Jaxx – Raindrops

Simon Ratcliffe und Felix Buxton sind aus der Dance-Landschaft nicht mehr wegzudenken. Als Basement Jaxx haben sie mit Hits wie „Red Alert“, „Romeo“ und „Where’s Your Head At?“ laufend mit faszinierenden Samples und ungewöhnlichen Sounds in Großbritannien und den USA begeistert, hierzulande auf weniger breiter Bühne. Ob dass das neue Album „Scars“ ändern kann, muss sich erst zeigen. Die Vorabsingle „Raindrops“ jedenfalls will gehört werden.

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Dave Matthews Band – Big Whiskey And The GrooGrux King

Die Aufnahmen zum siebten Studioalbum der Dave Matthews Band wurden im Sommer 2008 von einer menschlichen Tragödie überschattet. Saxophonist LeRoi Moore starb an den Folgen eines Quad-Unfalls. Die verbliebenen vier Herren haben sich allerdings entschlossen „Big Whiskey And The GrooGrux King“ fertig zu stellen und ihrem darauf vertretenen Freund damit die letzte Ehre zu erweisen.

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Incubus – Monuments And Melodies

Man muss die Feste feiern, wie sie fallen. Incubus sind nun 18 Jahre alt. Volljährig. Das Jubiläum begeht man mit einer Retrospektive. „Monuments And Melodies“ ist aber kein herkömmliches Best-Of-Album, denn neben zwei neuen Singles gibt es eine zweite CD mit zahlreichen Raritäten und acht bislang unveröffentlichten Nummern – somit auch ein guter Grund für Fans zuzuschlagen.

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Kasabian – West Ryder Pauper Lunatic Asylum

Zwei Jahre harte Arbeit stecken in „West Ryder Pauper Lunatic Asylum“, dem dritten Schlag von Kasabian. In ihrer britischen Heimat sind sie längst Stars und werden sogar von den kauzigen Gallagher-Brüdern gelebt, während es hierzulande immerhin zu einem beachtlichen Gefolge reicht. Gemeinsam mit Dan „The Automator“ Nakamura hat man einen wahnwitzigen Soundtrack für alle Fälle geschaffen.

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Placebo – Battle For The Sun

Frische Energie durch junges Blut. Nach der nicht enden wollenden „Meds“-Tour waren Placebo scheintot. Stephen Olsdal flüchtete sich in das lauwarme Nebenprojekt Hotel Persona und Langzeit-Drummer Steve Hewitt wurde gegangen – wegen Drogenproblemen, munkelt man. Jungspund Steve Forrest ist kaum über Zwanzig und bringt den beiden älteren Herren mehr Dampf. Das neue, erste gemeinsame Album „Battle For The Sun“ klingt somit nicht nur rockiger, sondern etappenweise beinahe fröhlich.

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