Kategorie: Alben

Catalyst

Cataylst – A Normal Day

Die Zeiten, als eine Duo-Besetzung alleine bereits für Rock-Schlagzeilen reichte, sind längst vorbei. Von The White Stripes über Royal Blood bis zu The Picturebooks gibt es mittlerweile prominente Beispiele wie Sand am Meer. Für Catalyst ist das kein Thema, denn die Schweizer überzeugen durch ihre Musik doppelt und drei- bzw. zweifach. Dominic Curseri und Ramon Wehrle aus St. Gallen mögen es bevorzugt laut und deftig, irgendwo zwischen Alternative, Blues und der Garage angesiedelt. Und doch hat der Einstand „A Normal Day“ noch so viel mehr zu bieten.

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Nightwatchers

Nightwatchers – Common Crusades

Französischer Kolonialismus ist gewiss kein typisches Punk-Thema. Für Nightwatchers spielen politische Texte eine zentrale Rolle, so bereits auf ihren beiden EPs und dem Debütalbum „La paix ou le sable“ geschehen. Mit ihren Lyrics wollen sie auf die Gewalt und die Verbrechen der französischen Kolonialzeit hinweisen und ziehen zugleich Parallelen zur Art und Weise, wie Frankreich heute mit dem Islam umgeht. Diesen durchaus starken Tobak kleiden die vier Herren aus Toulouse in schroffe, scharfkantige Tracks, die zwischen Uptempo-Hooks und ein wenig Post-Düsternis pendeln. „Common Crusades“ setzt die Reise fort.

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Strand Of Oaks

Strand Of Oaks – In Heaven

Eine Zeit der Trauer und des Aufbruchs legte den Grundstein für die neue Strand Of Oaks-Platte. Ende 2018 verstarb Tim Showalters Schwiegermutter bei einem Autounfall, kurze Zeit später wurde bei der geliebten Katze Stan unheilbarer Krebs diagnostiziert. Showalter schwor dem Alkohol ab, um sich besser um seine Frau zu kümmern und das gemeinsame Leben wiederaufzubauen. Spontan zog man nach Texas – eine irrationale Entscheidung, die letztlich den Grundstein für „In Heaven“ legte. Es ist ein Album über Liebe, Tod und Erleuchtung geworden, das zugleich musikalisch frische Wege beschreitet.

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Actors

Actors – Acts Of Worship

Die Musik der 80er Jahre strahlt weiterhin ungebrochene Faszination aus. Bei Artoffact Records finden zahlreiche Revivalisten aus dem vermeintlichen Underground ein wunderbares Zuhause. So auch Actors aus Kanada, die vor drei Jahren ihr Wave-getränktes Post-Punk-Debüt veröffentlichten und mit ihrer erdrückenden Düsterromantik seither Herzen brechen. „Acts Of Worship“, von Sänger und Gitarrist Jason Corbett im eigenen Studio in Vancouver produziert, holt nun erneut auf die Tanzfläche, nur um dort nach einem ausladenden Balzritual schulterzuckend zu resginieren.

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The Lathums

The Lathums – How Beautiful Life Can Be

Wigan mag vieles sein, doch eine große Musiktradition kann man der britischen Industriestadt kaum nachsagen. Entsprechend mussten sich The Lathums erst ihre eigene Infrastruktur schaffen und bezogen ein Pub. Unter der Woche wurde geprobt, gespielt abends und wochenends für die Gäste – wie die Beatles in Hamburg, wie das Quartett scherzhaft meint. Drei Jahre später haben sie einen Majordeal in der Hand und gelten als nächste große Indie-Band der Insel. „How Beautiful Life Can Be“ verbindet einen gewissen DIY-Ethos mit einem Faible für große Melodien, das die Brücke zwischen Pub-Bühne und Stadion schlägt.

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School Of X

School Of X – Dancing Through The Void

Endlich hatte sich Rasmus Littauer, der unter anderem MØ als Schlagzeuger auf Tour begleitet, musikalisch emanzipiert. Als School Of X veröffentlichte der Däne im vergangenen Jahr nach zwei EPs sein erstes Soloalbum „Armlock“ und sollte auf dem legendären SXSW-Festival auftreten. Kurz vor der Abreise wurde es abgesagt, wie auch das gesamte öffentliche Leben lahmgelegt. Anstatt nun verständlichen Trübsal zu blasen, steckte Littauer seine ganze Energie in die Musik und schrieb ein neues Album. „Dancing Through The Void“ denkt den kurzweiligen Indie Pop weiter, blickt in eine spannende Zukunft und lässt zugleich die Vergangenheit Revue passieren.

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ViLLA NOiSE

ViLLA NOiSE – Conversations On A Lonely Star

Die letzten eineinhalb Jahre hinterließen bei und an allen Spuren. ViLLA NOiSE vertonen diese und öffnen sich musikalisch deutlich. „Stories“, der Einstand der Kölner, hat bereits drei Jahre auf dem Buckel und wirkt stellenweise wie aus einer anderen Zeit. Mehr Experimente, mehr Alternative- und sogar Art-Einflüsse, dazu deutlich präsentere elektronischere Einflüsse – der Indie-Ansatz des Debüts erhält nun einen frischen Anstrich. „Conversations On A Lonely Star“ arrangiert Gedankenfetzen um musikalisch wechselhafte Tracks, die präzisen Minimalismus mit wuchtigem Druck torpedieren.

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Childcare

Childcare – Busy Busy People

Weird. Wonderful. Whimsical. Childcare aus England machen einen bewussten großen Bogen um gängige Indie- und Pop-Ansätze, und bemühen stattdessen Surrealismus als kurzweiligen Begleiter sympathischer, psychedelisch angehauchter Songs. Das klappte auf zwei EPs und einem Album bislang prima, nun will und versucht man mehr. Wo sich der Einstand noch mit persönlicher Weiterentwicklung und Akzeptanz beschäftigte, kümmert sich „Busy Busy People“ um all die Dinge, die den Alltag begleiten – egal wie banal, egal wie schräg, egal wie skurril.

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LÜT

LÜT – Pandion

Nach dem Album ist das Album vor dem Album – nein, das ist nicht etwa das Tic Tac Toe-Follow-up zu „Morgen ist heute schon gestern“, sondern die Release-Politik von LÜT. Erst im Februar veröffentlichten die Norweger ihren bärenstarken Zweitling „Mersmak“, schon jetzt eine der besten Platten des Jahres. Im Zuge dessen werfen sie nun einen Blick zurück auf den Einstand, der nie offiziell außerhalb der Heimat erschien. Mit „Pandion“ ging es 2017 los, Nominierung für den norwegischen Grammy und manch ein Festival-Auftritt inklusive. Diesen Auftakt gibt es nun überall inklusive Bonus-Track.

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Rage

Rage – Resurrection Day

Das Leben kann so unfair sein: Da hauen Rage mit „Wings Of Rage“ mal so eben ihr bestes und abwechslungsreichstes Album seit 20 Jahren raus, und dann können sie die Platte wegen Corona kaum live präsentieren. Anschließend muss auch noch Gitarrist Marcos Rodríguez das Bandgefüge aus persönlichen Gründen verlassen. Aber Bange machen gilt nicht und flugs hat Fronter Peavy Wagner mit Stefan Weber und Jean Bormann zwei neue Gitarristen an Bord geholt, so dass die Herner Truppe erstmals seit Ende der 90er Jahre wieder als Quartett fungiert. „Resurrection Day“, das erste Album in dieser Konstellation, ist dann auch vor allem eines geworden: powervoll!

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