Kategorie: Alben

Metallica

Metallica And San Francisco Symphony – S&M2

Im April 1999 führten Metallica und das San Francisco Symphony Orchestra unter der Leitung des mittlerweile verstorbenen Michael Kamen zwei Welten zusammen: Klassik und Metal. „S&M“ heimste Top-Platzierung und Edelmetall weltweit ein. Zum 20. Geburtstag setzte es im vergangenen Jahr eine Neuauflage, damals auch in den Kinos zu sehen. Mit ordentlich Verspätung landet nun das Bild- und Tondokument als „S&M2“, wobei die Symphonie dieses Mal gleichberechtigt neben den Metal-Titanen im Titel steht. Und das aus gutem Grund.

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Oceanator

Oceanator – Things I Never Said

Kann Liebe immer über die dunkelsten Momente des Lebens siegen? Das ist eine der Fragen, mit der sich Elise Okusami auf ihrem Debütalbum als Oceanator auseinandersetzt. Die New Yorker Singer/Songwriterin bemüht sich um Offenheit und setzt sich direkt mit ihren Ängsten, mit Zweifeln, mit Sorgen auseinander. „Things I Never Said“ befasst sich mit den Herausforderungen des Erwachsenwerdens und nimmt physische sowie emotionale Einsamkeit als Eckpfeiler für Abhandlungen über das Hier und Jetzt.

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Narrow Head

Narrow Head – 12th House Rock

Erleben die 90er Jahre aktuell ein weiteres Revival oder sind sie bloß unzerstörbar? Diese und ähnliche Fragen stellt man sich unweigerlich, wenn Narrow Head das Parkett betreten. Das Quintett aus Texas stoppelt seinen Sound aus Versatzstücken von Alternative Rock, (Post-)Grunge und Shoegaze zusammen, rifflastig und schonungslos ehrlich. Ihr zweites Album „12th House Rock“ produzierten die US-Amerikaner ein weiteres Mal selbst und ohne Hilfsmittel.

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Bobby Rush

Bobby Rush – Rawer Than Raw

Bobby Rush muss unkaputtbar sein. Anders lässt sich die Langlebigkeit der Blues-Legende schwer erklären. Auch mit Mitte 80 macht der gute Mann nicht langsam, veröffentlichte erst im vergangenen Jahr das großartige „Sitting On Top Of The Blues“, eine kurzweilige Platte zwischen Blues, Funk und Soul. Nun geht es zurück zu den Wurzeln. „Rawer Than Raw“ ist genau das, ein puristisches, reduziertes Blues-Album, eine Hommage an Mississippis Blues-Geschichte.

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Motorpsycho

Motorpsycho – The All Is One

Durchatmen? Nachlassen? Über solche Pläne können Motorpsycho bestenfalls müde lächeln und beschließen stattdessen ihre Gullvåg-Trilogie, die eigentlich nicht als solche gedacht war. Und doch ergab sich diese irgendwann nach dem Release von „The Tower“ und „The Crucible“. Ursprünglich für das Frühjahr angedacht und, wie so viele andere Platten auch, kräftig verschoben, schlägt „The All Is One“ komplett über die Stränge: zwei CDs, 85 Minuten und ein auf zwei Seiten aufgeteiltes Monstrum, das die halbe Spielzeit beansprucht.

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Bright Eyes

Bright Eyes – Down In The Weeds, Where The World Once Was

Vor neun Jahren schickte Conor Oberst seine Bright Eyes in eine inoffizielle Pause. Fortan widmete sich der einstige König von Saddle Creek verschiedensten Projekten, reanimierte die krachigen Desaparecidos und veröffentlichte unter eigenem Namen. 2017 trafen sich Oberst, Mike Mogis und Nate Walcott bei einer Feier, man beschloss erneut gemeinsame Sache zu machen. In einem großen Jubiläumsjahr – 20 Jahre „Fevers And Mirrors“, 15 Jahre Doppelschlag „Digital Ash In A Digital Urn“ und „I’m Wide Awake It’s Morning“ – besinnen sich Bright Eyes auf ihre Wurzeln und nehmen zugleich alles mit, was diese Band so spannend macht. „Down In The Weeds, Where The World Once Was“ dreht die Uhr zurück und blickt doch nach vorne.

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KID DAD

KID DAD – In A Box

Das ewige Gedankenexperiment um Schrödingers Katze – lebt sie noch oder rastet sie bloß ihre Augen? – beschäftigt nach wie vor und dient als vielfältiger Quell der Inspiration. KID DAD vertonen das Paradoxon auf Albumlänge, für ein Debüt gleichermaßen mutig wie faszinierend. Das Paderborner Quartett, ursprünglich als Grunge-Band gestartet, ist mittlerweile in den verschiedensten Alternative- und Rock-Gefilden verhaftet und lässt eine Pluralität packender wie abwechslungsreicher Einflüsse von Punk über Prog bis Post-Hardcore zu. „In A Box“ versucht aus der Katzenschachtel auszubrechen.

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Bully

Bully – Sugaregg

Alicia Bognanno musste sich erst von alten Verhaltensmustern – privater wie musikalischer Natur – verabschieden, um voranzukommen. Sie räumte mit ihrem Ego und ihren Unsicherheiten auf, um das Soloprojekt Bully zurück in die Spur zu bekommen. Seitdem ihre bipolare Störung entsprechend behandelt werden kann, änderte sich nicht nur Bognannos Herangehensweise, sie kann nun sogar darüber schreiben. „Sugaregg“ entstand über mehrere Monate und in mehreren Studios, erstmals mit Unterstützung von außen im Aufnahme- und Engineering-Prozess.

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Daily Thompson

Daily Thompson – Oumuamua

Im September 2017 entdeckten Forscher in Hawaii einen zigarrenförmigen Himmelskörper, zunächst hektisch und durchaus zwinnkernd als Alien-Raumschiff bezeichnet, später als Komet und Asteroid deklariert. Passenderweise setzen Daily Thompson ebenfalls gerade zur Landung aus interstellaren Sphären an, denn sie erscheinen erstmals bei Noisolution. Dort findet der anspruchsvolle Sound zwischen Stoner, Psychedelic und Space eine hervorragende Heimat. Der Name des Himmelskörpers ist auch der Titel der neuen Platte: „Oumuamua“.

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Kommando Kant

Kommando Kant – Aussterben ist ein schönes Hobby

Bei Kommando Kant mahlen die sprichwörtlichen Mühlen etwas langsamer. 2012 gegründet, sollte es vier Jahre bis zum Debütalbum „Ziehen Sie ’ne Nummer“ dauern, danach vergingen erneut vier Jahre bis zum Hier und Jetzt. Dabei ist der kurzweilige, an Captain Planet angelehnte Indie-Punk-Sound aktueller denn je und ließ sogar das neue Label DevilDuck Records mit der Maxime, keine deutschsprachigen Bands zu veröffentlichen, brechen. Es wäre aber auch schade gewesen, auf „Aussterben ist ein schönes Hobby“ verzichten zu müssen.

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