Kategorie: Alben

Mass Gothic – I’ve Tortured You Long Enough

Nach der Auflösung von Hooray For Earth fand Noel Heroux in Mass Gothic ein neues Betätigungsfeld und warf für das Debütalbum im Alleingang ein paar Ideen gegen die Wand. Der eponyme Auftakt gelang, doch nun bewegt sich das Projekt in eine ganz andere Richtung. Heroux holte seine Ehefrau Jessica Zambri an Bord und nannte die gemeinsame Platte „I’ve Tortured You Long Enough“. Das kann ja was werden.

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Justice – Woman Worldwide

Das französische Duo Justice verbrachte ein ganzes Jahr auf den Bühnen der Welt. Wo andere Electro-Größen lieblos auf ein paar Knöpfchen herumdrücken und ihre Show vom Band abspielen, lassen Gaspard Augé und Xavier de Rosnay die Tracks leben und atmen. Diesen konstanten Veränderungen bekannter Songs tragen sie nun Rechnung. Unterwegs nahmen sie ihre neuen Versionen bereits auf und spielten diese nun neu ein. Somit ist „Woman Worldwide“ ein Fast-Live-Album, letztlich aber ein Studio-Werk, Compilation und Mixtape zugleich.

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White Denim – Performance

White Denim, so das Befinden der Band, hört ausschließlich die besten Platten aller Zeiten, nur um leicht dümmliche Songs zu schreiben. Das mag eine Sicht der Dinge sein, tatsächlich weiß die Mischung aus Psychedelic, Garage und Progressive aber seit Jahren zu unterhalten. Sänger und Gitarrist James Petralli hörte zuletzt viel Radio. Er weiß die verzerrte Power der 50s ebenso zu schätzen wie die klare Präzision von 80s-Pop. „Performance“ ist nun nicht etwa die Schnittmenge zweier grundverschiedener Welten, platziert sich aber dennoch gewohnt geschickt zwischen den Stühlen.

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Matula – Schwere

FOMO – die Furcht etwas zu verpassen – diente als Leitthema für „Auf allen Festen“. Stolze vier Jahre hat das letzte Album von Matula bereits auf dem Buckel, nun gibt es endlich Nachschub. Poppige Elemente wurden reduziert, der thematische Blick auf das Leben nach der Party gerichtet. Was passiert nach dem großen Exzess? Wie geht man mit dem Kater der Gesellschaft um? „Schwere“ fasst solche Gedankengänge in zehn neuen Songs zusammen.

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Trevor Powers – Mulberry Violence

Was genau hat Trevor Powers eigentlich vor? Seitdem er sein Projekt Youth Lagoon ad acta legte, sammelte er auf seinen Reisen eine erkleckliche wie bizarre Klang-Bibliothek, die sich nun auf einem neuen Album unter neuem Namen entlädt. Avantgarde nennt man das vielleicht, gelegentlich auch Electro-Pop oder Synth-Pop. Tatsächlich schwebt „Mulberry Violence“ beharrlich zwischen den Welten und sucht konstant nach Sound-Erleuchtungen.

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Conner Youngblood – Cheyenne

Vor etwas mehr als zwei Jahren betrat Conner Youngblood erstmals die Musik-Bühne. Seine EP „The Generation Of Lift“ war eine sympathische Songsammlung, die sich geschickt vom gängigen Singer/Songwriter-Duktus abhob. Neben Folk-Größen wie Bob Dylan und Elliott Smith zählen auch die Gorillaz zu seinen wichtigsten Einflüssen. Entsprechend luftig, abwechslungsreich und durchaus elektronisch behaftet gestaltet sich nun auch Youngbloods Debütalbum „Cheyenne“.

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Hodja – The Flood

Für Gitarrist Tenboi Livingston ist Hodja die ultimative musikalische Spielwiese. Hier kann er experimentieren und alles ausprobieren, ganz ohne Vorgaben. Und so gab es im Vorfeld der Aufnahmen zur mittlerweile dritten Platte nur eine Direktive: Es sollte eine Spur schlichter werden als das Debüt. Tatsächlich zeigt „The Flood“ die Band von ihrer bis dato direktesten Seite, ohne dabei auf unerwartete, durchaus schräge Experimente zu verzichten.

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Kai Otten – Camper Mode

Musik kann dann und wann auch als schmuckes Beiwerk dienen, findet Kai Otten, und stürzt sich auf eine neue Platte mit Sounds, welche der Künstler selbst als ‚Dekorative Musik‘ bezeichnet. Dafür ließ sich der Produzent und Komponist unter anderem von Blank & Jones, Moby und den ersten Café del Mar-Compilations inspirieren. Chillout, Electro, Ambient und ein wenig Jazz treffen auf Ottens zweitem Album „Camper Mode“ aufeinander.

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Cullen Omori – The Diet

Die letzten Jahre waren für Cullen Omori vor allem eine emotionale Prüfung. Beziehungen gingen in die Brüche, Autos verunglückten, Vans blieben liegen – es fühlte sich wie ein kosmischer Witz für den US-Amerikaner an. Seinen doppelbödigen, durchaus fatalistischen Texten hört man dies an, musikalisch bleibt der junge Sänger aus Chicago, Illinois allerdings schön sonnig und leidenschaftlich unterwegs. Omoris zweites Album „The Diet“ wirkt wie ein 70s-Kaleidoskop mit moderneren Indie- und Art-Untertönen.

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The Coral – Move Through The Dawn

Sympathisch war es ja schon, dieses „Distance Inbetween“, The Corals Mini-Comeback vor mittlerweile zweieinhalb Jahren. Einzig der Fluss fehlte, die Platte wirkte eine Spur zu zerrissen und vertrackt. Sei’s drum, jetzt kümmern sich die Briten wieder um den Song an sich. Auf „Move Through The Dawn“ befassen sie sich weiterhin mit psychedelischen Klängen, jedoch ebenso mit feinen Indie-Perlen. In anderen Worten: Man wendet sich abermals den Anfängen zu.

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