Kategorie: Alben

Gloria – Da

Zwei Alben lang spielten sich Gloria, das Duo um Mark Tavassol von Wir sind Helden und TV-Moderator Klaas Heufer-Umlauf, vom kurios anmutenden Indie-Gag zur sympathischen Band mit einem Händchen für aufwühlende Texte gepaart mit MOR-Klängen. „Gloria“ und „Geister“ zeigen sich gutklassig, ließen allerdings noch einiges an Luft nach oben. Mit „Da“ – natürlich, möchte man beinahe sagen, im mittlerweile typischen Zwei-Jahres-Rhythmus aus den Markt geworfen – schöpft das Duo nun endlich sein Potential aus.

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Iron Chic – You Can’t Stay Here

Musikgewordene Trauerarbeit – ein an sich schwieriges Feld, weil sehr persönlich und für Außenstehende oftmals schwer nachvollziehbar. Wüsste man jedoch nicht, dass Iron Chic sich auf ihrem dritten Album mit dem unerwarteten, plötzlichen Tod ihres wenige Monate zuvor ausgestiegenen Ex-Gitarristen Rob McAllister befassen, man käme angesichts der bärbeißigen, eingängigen Punk-Hymnen wohl kaum auf etwaige Gedanken. „You Can’t Stay Here“ vollbringt den seltenen Spagat zwischen weitestgehend konträren musikalischen und textlichen Bedeutungsebenen gar fabulös.

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The Rural Alberta Advantage – The Wild

Wie der Name verrät, kommen The Rural Alberta Advantage aus der kanadischen Provinz… Ontario? Hinter dem Verwirrspiel steckt charmanter Folk Rock mit Indie-Einschlag, der seit einem Jahrzehnt die nordamerikanischen Charts in Spannungsfeld zwischen Tradition und Alternative aufmischt und bereits verdient mit dem einen oder anderen Preis dekoriert wurde. Auf „The Wild“ ist erstmals Robin Hatch zu hören, die erst im vergangenen Jahr Amy Pond ersetzte und sich fortan um Keys, Bass Pedal und Backings kümmert.

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Lyvten – Bausatzkummer

„…sondern vom Mut, mit dem du lebst“ – ein Album wie ein Nackenschlag. Vor ziemlich genau zwei Jahren debütierten die Schweizer Lyvten mit diesem kleinen Punk-Kunstwerk samt dezentem Hardcore-Charme. Ihren Sinn für düsteren Tiefsinn behielt sich das Quartett, neuer Bassist hin, verfeinerter Sound her. „Bausatzkummer“ ist alles, nur nicht generisch, und verbindet Wut und Eingängigkeit mit einem Hauch von Emo-Chic.

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Cassels – Epithet

Alternative Rock für die Generation Poetry Slam: So oder so ähnlich lässt sich der ungewöhnliche Sound der britischen Brüder Loz und Jim Beck beschreiben, die bereits seit ihrer frühesten Jugend gemeinsam Musik machen. Als Cassels vermischen sie Alternative, Punk, Noise und noch viel mehr mit wortreichen, ausschweifenden Texten, die keineswegs mit Sozialkritik und scharfem politischen Kommentar sparen. Nach diversen gefeierten Kleinformaten erscheint nun das Debütalbum „Epithet“.

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Dhani Harrison – IN///PARALLEL

Um etwaigen Fragen zuvorzukommen: Ja, er ist DER Dhani Harrison. Ja, er tritt in große musikalische Fußstapfen. Der Grammy-Gewinner und Frontmann von thenewno2 arbeitete in den letzten Jahren vor allem an Soundtracks und lässt diese Erfahrungen nun in sein erstes Solo-Album einfließen. Tatsächlich ist „IN///PARALLEL“ eine überaus eklektische musikalische Collagenarbeit geworden, die nur rudimentär mit Harrisons Band und herzich wenig mit seinem berühmten Vater zu tun hat. Und gerade das macht die Platte so spannend.

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Winston Surfshirt – Sponge Cake

Auch wenn mittlerweile Regen und kühle Temperaturen das Wettergeschehen zu diktieren versuchen, geht nichts über eine feine Prise Sommer. Dafür sind – natürlich, möchte man beinahe sagen – sechs Australier verantwortlich. Winston Surfshirt, ursprünglich als Solo-Projekt gedacht, zeigen sich mit betonter Lässigkeit zwischen HipHop-Beats, jazzigem Charme und luftig-leichten Soulklängen. Zeitlos, pulsierend, entspannt und partytauglich – auf „Sponge Cake“ kommt all das und noch viel mehr zusammen.

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Jag Panzer – The Deviant Chord

Es ist gerade mal wenige Jahre her, da waren Jag Panzer eigentlich schon Geschichte. Nach zwei weniger erfolgreichen Alben („The Scourge Of Light“ im Jahr 2011 und „Casting The Stones“ ganze sieben Jahre davor) und internen Bandquerelen gab man vor sechs Jahren die Bandauflösung bekannt. Für viele Fans härterer Klänge kam dies einem schweren Verlust gleich, haben die US-Metaller mit Klassiker-Alben wie „Ample Destruction“ und „Thane To The Throne“ doch gehörig Staub aufgewirbelt. 2017 sieht die Lage zum Glück wieder viel besser aus. Sangesgott Harry ‚The Tyrant‘ Conklin und vier seiner langjährigen Mitstreiter haben sich noch einmal zusammengerauft und mit „The Deviant Chord“ eine Scheibe eingespielt, die ihre direkten Vorgänger in Ehrfurcht erzittern lässt.

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Otherkin – OK

Sie waren bereits auf Tour mit Fall Out Boy, Guns N‘ Roses und Red Hot Chili Peppers, nun kommt das eigene Album: Otherkin sind drauf und dran, die britische Rockszene zu erobern. Mit einem rotzigen und doch eingängigen Sound, der an US-Punk und britischen Garage Rock erinnert, tanken sich ihre Singles bereits seit geraumer Zeit durch gute Streamzahlen und Radio-Airplay. „OK“ verspricht nun kurzweilige Unterhaltung in zwölf Kapiteln.

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Carrousel – Filigrane

Carrousel? Da war doch was… Wer den Namen schon mal gehört hat und das französisch-schweizerische Duo dabei nicht versehentlich mit der US-Elektropop-Band Carousel verwechselt hat, der hat vermutlich im Jahr 2013 den Schweizer Eurovision Song Contest-Vorentscheid am Rande mitbekommen. Damals schrammten die beiden Gesangstalente Sophie Burande und Léonard Gogniat mit ihrem zweitplatzierten Song „J’Avais Rendez-Vous“ nur knapp an der ESC-Teilnahme vorbei. Auch sonst waren Carrousel in der letzten Zeit alles andere als untätig und bringen nun, im zehnten Jahr ihres Bestehens, mit „Filigrane“ bereits ihr viertes Studioalbum in die Läden.

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