Kategorie: Alben

Goldfrapp – Tales Of Us

Goldfrapp sind stets für eine Überraschung gut. Als sich das britische Duo um Alison Goldfrapp und Will Gregory nach ihrem entspannten, geradezu Ambient-haften Debüt mit „Black Cherry“ quasi aus dem Nichts tanzbaren Disco-Klängen zugewandt hatten, war die Verwunderung groß. Nachdem im vergangenen Jahr die Werkschau „The Singles“ erschien, entdeckten die Briten offensichtlich die butterweiche Anfangszeit um „Felt Mountain“ wieder. „Tales Of Us“ widmet sich wieder dem Sound des Erstlings und betont jene Schizophrenie, für die Goldfrapp seit Jahren stehen.

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Patrice – The Rising Of The Son

Patrice wagt den Rückkehr zu seinen Wurzeln. Für sein sechstes Studioalbum kommt er ohne Major-Unterstützung aus und bemüht sich auch musikalisch um Retrospektive. „The Rising Of The Son“ wurde in deutlich kleinerer, geradezu familiärer Runde eingespielt, glänzt mit verstärkten Reggae- und Dub-Einflüssen, und nimmt gleichzeitig jene Eindrücke auf, die er durch die Produktion von Künstlern wie Cee Lo Green, Selah Sue und Cody ChesnuTT gewonnen hat. Aufgenommen zwischen England, Frankreich, Deutschland und Jamaika, gibt sich Patrice stellenweise überraschend experimentell.

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Ladi6 – Automatic

An die Popularität in ihrer Heimat Neuseeland – Gold für das Album „The Liberation Of…“, Platin für die Single „Like Water“ – mag Ladi6 hierzulande annähernd nicht herankommen, Feinschmeckern im Urban-Sektor ist die 30jährige nicht nur durch den Blumentopf-Hintergrund längst ein Begriff, womit es kaum verwundert, dass sie auf Sepalots neuem Album vertreten sein wird. Zuvor gilt es jedoch, die eigene Karriere voran zu treiben. Nach diversen Vorab-Singles erscheint die neue Platte „Automatic“ auch in Deutschland.

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Adolar – Die Kälte der neuen Biederkeit

Neue Ordnung, neue Popularität: Chaotisch, betont unsortiert begannen Adolar 2010 mit „Schwörende Seen, ihr Schicksalsjahre!“ ihre Karriere, ließen ihre Punk-Visionen auf pöbelnden Noise Rock und sonstigen Wahnsinn treffen. Ein Jahr später waren auf „Zu den Takten des Programms“ Indie Rock-Strukturen erkennbar in einem durchaus beachtlichen Schritt, der auf dem dritten Album nun konkretisiert wurde. Für Sachsen-Anhalt geht das Quartett Ende September gar beim Bundesvision Song Contest für Sachsen-Anhalt ins Rennen. Passend dazu erreichen Adolar mit „Die Kälte der neuen Biederkeit“ einen neuen kreativen Höhepunkt.

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Clarence + Napoleon – Breaking The Silence

Musikalische Grenzen sind dazu da, um gesprengt zu werden. So sieht es zumindest das Newcomer-Duo Clarence + Napoleon, bestehend aus der Multikulti-Sängerin Anna Bauer, mit Wurzeln in Chile, Griechenland und Tschechien, und dem Multi-Instrumentalisten Arne Straube, der sich schon seit seiner Kindheit im musikalischen Metier wohlfühlt. Bereits 2008 haben sich die beiden zusammengetan, um gemeinsam ihre musikalischen Horizonte auszuweiten, doch mit ihrem Debütalbum haben sie sich viel Zeit gelassen. Nach den beiden ansprechenden Singles „Breaking The Silence“ und „Mother“ hat die wachsende Hörerschaft auf „Breaking The Silence“ jetzt endlich die Gelegenheit, das Schaffen des Duos auf voller Albenlänge zu genießen.

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Hanni El Khatib – Head In The Dirt

Mit der „schlechtesten Gitarre der Welt“, so Hanni El Khatib, begann das ehemalige Skater-Kid seine Karriere als Musiker in San Francisco. 2010 wurde er vom Indie-Label Innovative Leisure entdeckt, ein Jahr später erschien seit Debütalbum „Will The Guns Come Out“, eine herrlich sperrige Rockplatte mit mächtigem Souleinschlag. Mittlerweile wohnt der gute Mann in Los Angeles, hat einen Major-Vertrag in der Tasche und traf auf Tour Dan Auerbach (The Black Keys), der seine zweite Platte produzieren sollte. Besagtes Album hört auf den Namen „Head In The Dirt“ und erscheint nun auch in Deutschland.

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Elif – Unter meiner Haut

Wenn man durch Zufall auf einige Auftritt Elifs in der Vergangenheit im Netz gestoßen wäre und man darauf erfahren hätte, dass sie zuvor bei Popstars im Finale stand, dann könnte es zu einem Stirnrunzeln kommen. Die Vorstellung passt nicht ganz, die eher introvertiert wirkende Elif zu „Daylight“-Hymnen performen zu sehen. Vermutlich kam es nie dazu. Wahrscheinlicher ist, dass Elif wertvolle Kontakte knüpfen und somit an ihrer Musik feilen konnte. Für ihr zartes Alter wird da nämlich ein reifes Werk vorgelegt: Am vorletzten Tage des Sommermonats August veröffentlicht Newcomerin Elif ihr Debütalbum „Unter meiner Haut“.

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Stromae – Racine carrée

Vier Jahre sind im Musikbusiness eine lange Zeit. Für jemanden, der in Deutschland bislang nur einen großen Hit hatte, ist das mitunter zu viel, um dem ersten Streich einen zweiten folgen zu lassen. Anders mag das beim Belgier Paul Van Haver sein. Ebendieser 28-jährige Brüsseler landete 2009 unter dem Künstlernamen Stromae mit dem Song „Alors on danse“ einen europaweiten Hit. Vier Jahre später – im Mai 2013 – veröffentlichte er mit „Papaoutai“ und „Formidable“ die ersten Vorboten seines mittlerweile erschienen Zweitlingswerk „Racine carrée“ und sicherte sich in seiner Heimat eine mehrwöchige Doppelführung in den Singlecharts. Pünktlich zum Album-Release ist auch in Deutschland die Lead-Single „Papaoutai“ in den Top 100 auf dem Vormarsch.

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Franz Ferdinand – Right Thoughts, Right Words, Right Action

Es ist ja nicht so, dass es Franz Ferdinand übermäßig eilig hätten. Die Co-Protagonisten des großen Post-Punk-Revivals vor zehn Jahren haben alle Zeit, wenn es um das Aufnehmen einer neuen Platte geht. Nachdem man sich während des Songwritings zu „Tonight: Franz Ferdinand“ unnötig über die Schulter blicken ließ, wollten es die Schotten um Alex Kapranos nun ein wenig ruhiger angehen lassen. Über viereinhalb Jahre sind seit dem letzten Longplayer vergangen, da kann man schon mal in Vergessenheit geraten. „Rights Thoughts, Right Words, Right Action“ macht jedoch, wie es der Titel so treffend auf den Punkt bringt, alles richtig.

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Slut – Alienation

Fünf Jahre ist es bereits her, das letzte reguläre Slut-Studioalbum „StillNo1“. In der Zwischenzeit tourte man mit Autorin Juli Zeh und nahm das dazugehörige Album „Corpus Delicti“ auf. Ebenso verlagerte man sämtliche Operationen von Ingolstadt nach München. Für die neue Platte entschied man sich für ein Team bestehend aus allen fünf Produzenten, mit denen man bereits in der Vergangenheit zusammengearbeitet hatte. Viele Köche verderben keineswegs den Brei, wie „Alienation“ zeigt.

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