Kategorie: Alben

John Fairhurst

John Fairhurst – The Divided Kingdom

Wenn es um John Fairhurst geht, überschlägt sich die Fachpresse. Vom Jimi Hendrix Wigans ist die Rede, ebenso von einem der drei besten Resonatorgitarristen der Welt. Und doch ist der mittlerweile in London residierende Bluesmusiker trotz mehrerer starker Releases noch ein weitestgehend unbeschriebenes Blatt. Vielleicht ändert sich das nun mit „The Divided Kingdom“, auf dem Fairhurst Rock’n’Roll als Protestmusik zelebriert.

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Ben Barritt

Ben Barritt – Everybody’s Welcome

Wie funktioniert klassischer Singer/Songwriter-Sound anno 2019 eigentlich? Dieser Frage geht Ben Barritt mit wachsender Begeisterung nach. Der in London geborene Wahl-Berliner spielte in der Royal Albert Hall, arbeitete mit Kenny Wheeler und Bobby McFerrin, und tourte durch Europa und Asien. Reich an Eindrücken und Ideen, gestaltet sich „Everybody’s Welcome“ als musikalisches und gesellschaftspolitisches Motto. Auf Platte geht es betont bunt und ungewöhnlich vor sich.

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Martha

Martha – Love Keeps Kicking

Martha kommen aus Pity Me, sind aber alles andere als bemitleidenswert – das obligatorische Wortspiel wäre hiermit abgedeckt. Tatsächlich konnte sich das britische Quartett mit gleich mehreren Stimmen ohne Frontanker in den letzten fünf Jahren beständig ein kleines aber feines Publikum erspielen, das die Mischung aus Punk, Indie und Garage Rock hörbar zu schätzen weiß. Auf „Love Keeps Kicking“ befassen sich Martha nun mit dem Ende einer Beziehung und stellen diese episodenweise in den Kontext der gegenwärtigen weltpolitischen und gesellschaftlichen Abwärtsspirale.

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The Foreign Resort

The Foreign Resort – Outnumbered

Wie schroff, dabei aber dennoch eingängig Post Punk klingen kann, stellen aktuell The Foreign Resort unter Beweis. Deutlich von The Cure beeinflusst, zugleich aber auch Anhänger treibender Elektronik Marke LCD Soundsystem, veröffentlichen die Dänen in regelmäßigen Abständen mitreißende Platten mit deutlichem 80s-Einschlag. „Outnumbered“ könnte ihr bis dato bestes Werk sein und ist zugleich das erste Studiolebenszeichen seit vier Jahren.

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Jakuzi

Jakuzi – Hata Payı

Die Türkei ist auch 2019 für viele Deutsche ohne entsprechendem familiären Hintergrund ein musikalisch ziemlich unbeschriebenes Blatt. „Şımarık“, den Kuss-Song von Tarkan, werden die meisten noch kennen, genau wie Sertab Ereners ESC-Siegertitel „Every Way That I Can“. Aber sonst? Doch natürlich ist die türkische Musik wesentlich vielfältiger, und neben orientalisch angehauchtem Ethno-Pop gibt es auch eine türkische Heavy Metal-Szene, viele HipHop-Interpreten, Dance-Künstler – und auch türkischen Synthie-Pop. Für letzteren sind Jakuzi spätestens seit ihrem Album „Fantezi Müzik“ bekannt, welches bei Bandcamp regelmäßig in den Top 10 zu finden war und dort nicht zuletzt mit seinem arg speziellen Ledermaskencover für Aufsehen sorgte. Dass das Duo aus Istanbul keine Eintagsfliege ist, beweist das Zweitwerk „Hata Payı“.

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Raketkanon

Raketkanon – RKTKN#3

Zeit für den nächsten Raketenabschuss: Stolze vier Jahre ließen Raketkanon seit ihrem letzten Album vergehen. Die Belgier entschieden sich für eine kreative Pause nach der letzten Tour, die unter anderem für Nebenprojekte – Frontmann Pieter-Paul Devos war mit Kapitan Korsakov aktiv – genutzt wurde. Nun meldet sich das Quartett aus Gent mit seinem unheilvollen Mix aus Noise Rock, Electro und Post-Hardcore zurück. Natürlich kann der Drittling nur „RKTKN#3“ heißen und erneut an die Substanz gehen.

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UNKLE

UNKLE – The Road: Part II / Lost Highway

Nach mehreren vergleichsweise ruhigen Jahren meldete sich James Lavelle im Sommer 2017 wieder mit neuem Studio-Output zurück. Nicht nur das, „The Road, Pt. 1“ lieferte zugleich den Auftakt zu einer Trilogie. Laut UNKLE-Mastermind beschreibt diese eine Reise vom Aufbruch (besagtes erstes Album) über die Reise an sich bis zum Nachhausekommen. Nun geht es also um den Weg in Richtung Ziel: „The Road: Part II / Lost Highway“ ist ohne Frage die vielschichtigste UNKLE-Platte bis dato und zugleich so elektronisch und eklektisch wie schon lange nicht mehr.

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Free Throw

Free Throw – What’s Past Is Prologue

Pokémon-Referenzen und poppige Hooks im Vordergrund, seelische Abgründe dahinter: Bereits auf „Bear Your Mind“ deutete sich so etwas wie ein Wandel in Cory Castros Texten an, als sich der Free Throw-Frontmann erstmals mit seiner Dysmorphophobie und psychischen Gesundheit auseinandersetzte. Kurz darauf folgte der komplette Zusammenbruch, Bruder und Bassist Justin reichte die helfende Hand. Auf „What’s Past Is Prologue“ blickt die Band nun auf eine überaus schwere Zeit zurück und bezieht beeindruckende Kraft aus dieser.

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Steve Earle & The Dukes

Steve Earle & The Dukes – Guy

1974 fuhr Steve Earle per Anhalter von San Antonio nach Nashville, kurze Zeit später spielte er Bass in Guy Clarks Band. Die Country- und Folk-Ikone wurde zu Earles Mentor, immer wieder spielte man zusammen, bloß die Bestrebungen einen gemeinsamen Song zu schreiben, blieben unerfüllt: Guy Clark erlagt 2016 seinem Krebsleiden. Gemeinsam mit seinen Dukes zollt Steve Earle seinem Meister nun Tribut mit dem Cover-Album „Guy“.

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Katu Kaiku

Katu Kaiku – Luna

Jazz aus Finnland – warum eigentlich nicht? Zumindest in deutschsprachigen Gefilden sind Katu Kaiku ein weitestgehend unbeschriebenes Blatt. Das Trio debütierte mit wildem Free Jazz, deutlich von seiner Street-Performing-Vergangenheit beeinflusst. Nun bei Svart unter Vertrag, geht es deutlich moderner und bunter, ja sogar verhalten poppig und progressiv zur Sache. „Luna“ entwickelt sich im besten Sinn zur Grenzerfahrung.

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