Kategorie: Alben

The Marías

The Marías – Submarine

Nach zwei EPs erzielten The Marías gleich mit ihrem ersten Album einen kleinen, aber überaus feinen Überraschungserfolg. „Cinema“ warf mehrere Airplay-Hits ab und erhielt zudem eine Grammy-Nominierung. Zudem ging das Quartett aus Los Angeles mit seinem feinsinnigen, psychedelisch angehauchten Indie Pop auf Tour, eröffnete für Halsey und nahm einen gemeinsamen Track mit Bad Bunny auf. Das schwere zweite Album verzichtet bewusst auf radiofreundliche Zugeständnisse und setzt den herrlich verträumten bis treibenden Weg souverän fort. „Submarine“ hat das Zeug für noch höhere Weihen.

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Rhapsody Of Fire

Rhapsody Of Fire – Challenge The Wind

In 30 Jahren kann viel passieren und bei Rhapsody Of Fire ist das auch tatsächlich so. 1993 als Rhapsody gegründet, kam es schon früh zu ersten Besatzungswechseln, ehe sich beim Debütalbum „Legendary Tales“ ein stabiles Line-Up herauskristallisierte. Anno 2024 ist davon nur noch Bandkopf und Keyboarder Alex Staropoli übrig, während der Bandname schon 2006 in Rhapsody Of Fire geändert werden musste. Konstant hingegen ist seit dem Debüt der klassische Bandsound, der in den 90ern einzigartig und stilbildend war. Auch heute noch nehmen Rhapsody Of Fire im Symphonic Metal-Genre eine Sonderstellung ein und daran wird sich auch mit „Challenge The Wind“ nichts ändern.

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4Lyn

4Lyn – 4Lyn

Willkommen im DeLorean-Zeitreisemobil, wir düsen zurück ins Jahr 2001, in die volle Hochphase des Crossover. Fred Durst von Limp Bizkit knüppelt im Partymode in Shorts und roter Cap über die Bühne, Papa Roach liefern düstere Texte auf die ganz großen Melodien und Linkin Park manifestieren ihren weltweiten Legendenstatus mit einem Hit nach dem anderen. Auch in Deutschland hyped der Trend – und 4Lyn aus Hamburg droppen ihr Debütalbum deshalb genau zur richtigen Zeit.

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Wallows

Wallows – Model

Musizierende Schauspieler sind eine Sache für sich. Das kann sehr gut sein, treibt jedoch mindestens so oft tiefe Sorgenfalten auf die stressgeplagte Stirn. Der hierzulande als Hauptdarsteller des Netflix-Hits „Tote Mädchen lügen nicht“ bekannte Dylan Minnette gibt seiner Band Wallows, die in ihrer Urform bereits seit 2011 besteht, schon länger den Vorzug, und das mit Erfolg. Die beiden bisherigen Alben servierten sympathischen Gitarren-Pop, so eingängig wie – ab und an – expertimentierfreudig, vom einen oder anderen Streaming-Hit begleitet. Mehr davon setzt es nun auf „Model“, für das sich das Trio nach eigenen Angaben deutlich lockerer machte und auf seine Instinkte baute.

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Girl And Girl

Girl And Girl – Call A Doctor

Schrammelnde Gitarren, bewusst direkte und schonungslos ehrliche Texte, dazu eine Verbeugung vor allerlei Indie-Granden: Girl And Girl sind drauf und dran, durch die Decke zu gehen. Das australische Quartett entstand aus Jam-Sessions von Sänger und Gitarrist Kai James sowie Zweit-Gitarrist Jayden Williams in der Garage. James‘ Tante Liss griff im Garagen-Proberaum zu den Drum-Sticks und wurde ebenso zum Einstieg überredet wie Fraser Bell am Bass. In Marathon-Einheiten über zwei Wochen aufgenommen, widmet sich „Call A Doctor“ betont Persönlichem, getragen vom jahrelangen Kampf des Frontmanns mit dessen Mental Health.

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Liar Thief Bandit

Liar Thief Bandit – Icon

Die umtriebigen, überaus produktiven Liar Thief Bandit sind wieder da. Seit ihrer Gründung vor etwa einem Jahrzehnt konnte sich das Trio aus Malmö als eine der am härtesten arbeitenden Scandi-Rock-Bands der Gegenwart etablieren. Wenn sie nicht gerade die Bühnen der Welt zerlegen, stehen sie im Studio und werfen Hits zwischen Punk und Garage Rock ab. Drei Jahre nach ihrem letzten regulären Album „Deadlights“, zwischenzeitlich durch das Mini-Album „Diamonds“ unterstützt, landet mit „Icon“ bereits der nächste potenzielle Überflieger.

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DIIV

DIIV – Frog In Boiling Water

Beinahe hätte es dieses Album nicht gegeben. Die Arbeiten an einem Nachfolger von „Deceiver“ zogen sich in die Länge. Lange Jahre konnte man sich nicht im Studio treffen, zudem gab es viele verschiedene Ideen von abermaligen Live-in-Studio-Recordings zu einer Sample-reichen Platte mit Jesu-Einschlag. Bei den anschließenden Songwriting- und Aufnahme-Einheiten rieb man sich auf, erst ein klärendes Gespräch fast auf den Tag genau ein Jahr vor dem Release von „Frog In Boiling Water“ brachte Dream-Gaze-Hoffnung auf eine gemeinsame Zukunft. Und exakt die wird nun feierlich-elegisch begangen.

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Resolutions

Resolutions – Monster Mirror

Zu ihrem Zehnjährigen beschenken sich Resolutions selbst. In den letzten Jahren war es – zumindest hinsichtlich Studioaufnahmen – etwas ruhiger um das Quintett aus Hannover geworden. Tatsächlich hat „Weightless“ mittlerweile gut acht Jahre auf dem Buckel. Unzählige Gigs später gibt es endlich Nachschub, mit dem man einen Gegenpol zu vermeintlichen Genre-Klischees setzen wollte. Es gibt weder rauen Gesang noch die obligatorischen Punk-Akkorde, sondern einen herrlich eingängigen, breiten Sound mit deutlichem Alternative-Flair und sogar dezenter Emo- bis Post-Hardcore-Note. „Monster Mirror“ hat das Zeug zum Überflieger.

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Slash

Slash – Orgy Of The Damned

Ein ultralässig in Schwarz gekleideter Mann mit Hut und Gitarre trifft den Blues – und das ist vom Start weg eine schlüpfrig schwelgende Liebesbeziehung. „Orgy Of The Damned“ spukte als Idee für einen Coversampler schon viele Jahre im Kopf des wohl besten Rockgitarristen der Welt, Saul Hudson, herum – nun endlich hat Slash, so Hudsons wohl weltbekannter Alias, sie auch verwirklicht. Und es wäre kein Slash-Album, wenn nicht auch diesmal die ganz große Prominenz der Frontmänner- und -frauen ihm zur Seite stünden. Die Gästeliste, um nur mal ein paar der Big Names herauszugreifen, liest sich wie ein Who is Who der Rock’n’Roll Hall of Fame: Brian Johnson (AC/DC), Billy F. Gibbons (ZZ Top), Iggy Pop, Dorothy Martin (Dorothy), Chris Robinson (The Black Crowes), Chris Stapleton, Paul Rodgers (Bad Company) oder auch Beth Hart schenken Slash ihre Stimme.

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Mutes

Mutes – …buried where you stand

Einmal mehr nehmen Mutes Anlauf für den ganz großen Wurf. Das Trio aus Birmingham steht für allerlei Post-Charme, der sich weit über den Punk erstreckt. Noise- und Alternative-Weisheiten gehören für die Meister der rohen Zugänglichkeit ebenso dazu und machen sie seit geraumer Zeit zum Geheimtipp. Vielleicht ändert sich das nun, denn auf „…buried where you stand“ dürfen mehr Ideen und Einflüsse denn je aktiv mitmischen, während sich die Briten außerdem eingängiger und doch kratzbürstiger als zuletzt zeigen.

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