Kategorie: Reviews & Previews

Phoxjaw

Phoxjaw – Royal Swan

Wo Phoxjaw hindreschen, wächst kein Gras mehr. Und sonst eigentlich auch nichts, denn seit der vor zwei Jahren veröffentlichen Debüt-EP langt das Quartett mit seinem Mix aus Alternative Rock, Post-Hardcore und Stoner/Alternative Metal ordentlich zu. Ihr erstes Album nahmen sie beinahe komplett in Eigenregie und dem Lagerkoller nahe im walisischen Devil’s Bridge Cottage auf. Sämtliche Instrumente spielten die Briten getrennt voneinander ein, die Gitarrenspuren beispielsweise in einem Wäscheschrank. Klingt komisch, funktioniert aber: „Royal Swan“ erweist sich als Volltreffer.

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The Winter Passing

The Winter Passing – New Ways Of Living

The Winter Passing sind ein weiterer Rohdiamant aus Dublins umtriebiger DIY-Szene. Musikalisch irgendwo zwischen Indie, Punk und Emo angesiedelt, arbeitet das Quintett um die Geschwister Kate und Rob Flynn bevorzugt in Eigenregie. Sie produzieren ihre Platten selbst, buchen eigene Shows rund um den Globus. Im vergangenen Jahr erschienen zwei für sich stehende Singles, danach schloss man sich im Studio ein und schrieb das zweite Album „New Ways Of Living“. Mit einem Label-Powerhouse im Rücken setzt es endlich neue Musik.

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Dream Wife

Dream Wife – So When You Gonna…

Ihr vor zwei Jahren erschienenes Debütalbum war ein Volltreffer, nun bauen Dream Wife auf dem Achtungserfolg auf. Das in London ansässige, britisch-isländische Gitarrentrio traft mit seinem punkigen und doch eingängigen Sound sowie weiblichen, queeren und non-binären Themen den Nerv der Zeit. Support-Slots für Garbage und The Kills, eigene Headliner-Slots und die Verwendung ihrer Songs in diversen Serien, unter anderem „Orange Is the New Black“, sollten folgen. Der Nachfolger „So When You Gonna…“ klingt insgesamt ein wenig eingängiger, ohne sich auch nur im Geringsten ein Blatt vor den Mund zu nehmen.

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Keleketla!

Keleketla! – Keleketla!

Die tatsächliche Fusion mehrerer musikalischer Welten bildet das Fundament von Keleketla!. Benannt nach einer Bibliothek in Johannesburg, handelt es sich hierbei um die Zusammenkunft ihrer Kuratoren Rangoato Hlasane und Malose Malahlela mit den britischen Electronic-Legenden Coldcut, aus der sich schließlich mehrere Sessions mit Musikern aus Südafrika entwickelte. Stilistische Grenzen gibt es nicht, denn zwischen Jazz, Soul, Afrobeat, HipHop und Electro nimmt das schlicht „Keleketla!“ betitelte Album alles mit.

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Trixsi

Trixsi – Frau Gott

Wo aktuelle und ehemalige Mitglieder so großartiger Bands wie Love A, Findus, Jupiter Jones und Herrenmagazin zusammenkommen, muss zwangsläufig Packendes entstehen. Entsprechend hoch sind die Erwartungen an Trixsi, ohne auch nur eine einzige Note gehört zu haben. Die fünf Musiker sind Fans voneinander und einigen sich musikalisch auf einen wilden Mix aus Indie, Alternative und (Post-)Punk mit deutschsprachigen Texten. Hat der Einstand „Frau Gott“ tatsächlich, wie es im Begleittext heißt, „[die] Absurdität und Unzulänglichkeit des menschlichen Seins“ vertont? Durchaus.

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Bananagun

Bananagun – The True Story Of Bananagun

Nick van Bakel wuchs mit Skate-Videos und HipHop-Beats auf. Der Multi-Instrumentalist verfiel schnell einer großen Fülle an Sounds und Einflüssen, sammelte Ideen wie andere Briefmarken. Aus den Schlafzimmer-Demos entstand irgendwann Bananagun, im Laufe diverser Kleinformate zur kompletten Band gewachsen. Das australische Quintett lässt von diesen Skate-Sounds aber wenig erkennen, denn hier kollidieren Afrobeat und Afropunk mit Indie Rock und funkigen Pop-Sounds, weiterhin vom Faible für lockere Beats begleitet. „The True Story Of Bananagun“ ist der Full-Length-Einstand der Krummobst-Kanoniere.

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Francis Of Delirium

Francis Of Delirium – All Change

Künstlerin Jana Bahrich gründete Francis Of Delirium in ihrem kanadischen Schlafzimmer. Von Joni Mitchell und Kurt Cobain inspiriert, war der Weg – Grunge, Alternative und ein wenig Indie -stets vorgegeben. Später stieß Schlagzeuger und Produzent Chris Hewett aus Seattle hinzu. Die Band übersiedelte nach Luxemburg, mittlerweile bedient zudem Jeff Hennico den Tieftöner. Die Debüt-EP „All Change“ zeigt, wie leicht es ist, in negative Verhaltensmuster zu fallen.

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Khruangbin

Khruangbin – Mordechai

Nach über drei Jahren auf Tour rund um den Globus wollten es Khruangbin endlich wieder ein wenig ruhiger angehen, sich beim Songwriting und den Aufnahmen etwas Zeit lassen. Laura Lee Ochoa fand durch einen neuen Freund zur Entschleunigung. Sein Name: Mordechai. Seit einer gemeinsamen Wanderung samt Sprung in einen Wasserfall fühlt sich Ochoa wie neugeboren. Dieses neue Lebensgefühl schlägt sich auch im Sound der Band nieder. War Gesang für die drei Texaner bislang eine Ausnahme, ist er nun nahezu omnipräsent, selbstverständlich weiterhin mit den bestens vertrauten musikalischen Einflüssen aus aller Welt vermengt. Natürlich kann diese Platte nach der Wiedergeburt nur einen Namen tragen: „Mordechai“.

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Will Hoge

Will Hoge – Tiny Little Movies

Seit zwei Jahrzehnten ist Will Hoge so etwas wie das gute Gewissen des amerikanischen Heartland-Rock. Der mittlerweile 47jährige aus Nashville arbeitete sich über kleine Club-Bühnen bis zu einem kurzzeitigen Majordeal hoch, trat mit so unterschiedlichen Künstlern wie Midnight Oil, Jason Isbell, Social Distortion und Shinedown auf, und veröffentlichte starke Platten in beeindruckender Geschwindigkeit. „Tiny Little Movies“ ist bereits sein zwölftes Werk und bemüht sich, im Vergleich zum politischen, sozialkritischen Vorgänger „My American Dream“, um den Blick nach innen.

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Pabst

Pabst – Deuce Ex Machina

Vor knapp zwei Jahren gingen Pabst mit elf Songs geradezu durch die Decke. „Chlorine“ erwies sich als räudiger, unverschämt eingängiger Bastard von einem Debütalbum, ungeschliffen und doch so voluminös mit seinen fiesen, knackigen Hits. Seither tourte das Berliner Trio fleißig durch die Lande, gründete ein eigenes Label und konnte sich die Dienste von Moses Schneider sowie Magnus Wichmann für den Nachfolger sichern. Tatsächlich hört man deren Feinschliff auf „Deuce Ex Machina“, an der zwingenden Wucht des Pabst’schen Sounds hat sich allerdings herzlich wenig geändert.

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