Kategorie: Reviews & Previews

Café del Mar – Volumen Veinticuatro

Die vielleicht wichtigste und nach wie vor stärkste Chillout-Sampler-Reihe überhaupt geht in die bereits 24. Runde: Café del Mar steht seit einer gefühlten Ewigkeit für exzellente Ambient- und Lounge-Qualität. Fast auf den Tag genau ein Jahr nach „Volumen Veintitrès“ steht nun „Volumen Veiniticuatro“ bereit. An der Mischung an sich hat sich wenig geändert: Starpower trifft auf Szenegrößen, Entspannung pur kollidiert mit einem Blick über den Tellerrand, natürlich wieder auf zwei CDs verteilt.

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The Bamboos – Night Time People

Ein Remix von Cookin‘ On 3 Burners eroberte 2016 die internationalen Charts und kletterte in Deutschland sogar bis an die Spitze. Dahinter steckten unter anderem Mitglieder der überaus funkigen The Bamboos. In der australischen Heimat regelmäßig in den Top 30 unterwegs, soll es nun auch hierzulande klappen. Dafür setzt die Big Band um Lance Ferguson und Kylie Auldist auf klassische Funk- und Soul-Grooves. Mehr noch: Auf „Night Time People“ fehlt die bisher beliebte Armada an Gastsängern.

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Sons Of Bill – Oh God Ma’am

Knapp dreieinhalb Jahre vergingen seit „Love And Logic“ – eine ungewöhnlich lange Pause, die unter anderem einer schweren Nervenverletzung von Gitarrist und Sänger James Wilson geschuldet war. Es sollte eine ganze Weile dauern, bis dieser wieder zur Gitarre greifen konnte. „Oh God Ma’am“ reflektiert jedoch überraschend wenig darauf. Stattdessen wurde es, so die ungewöhnliche Umschreibung, eine Art Coming-of-Age-Platte für Fortgeschrittene zwischen Post-Adoleszenz und Altersweisheit. Auch gut.

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The Boys You Know – Two Lines That Never Touch

„Elephant Terrible“ war ein interessantes Album für The Boys You Know. Einige richtig gute Songs, aber auch ordentlich Mittelmaß ließen das dritte Album der Österreicher zu einer recht zwiespältigen Angelegenheit reifen. Im Laufe der letzten Jahre schrieb man zehn neue Tracks auf der griechischen Insel Santorin und in Barcelona – ein Tapetenwechsel, der sich hörbar lohnt. „Two Lines That Never Touch“ unterhält von der ersten bis zur letzten Sekunde.

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Self Defense Family – Have You Considered Punk Music

Ein neues Album der Self Defense Family ist ein Erlebnis für sich. Wer ist neben Sänger Patrick Kindlon zu hören? Wer aus dem großen Künstlerkollektiv begleitet ihn demnächst auf Tour? Sieben Musiker sind auf dem aktuellen Bandfoto zu sehen, auf Platte klingt das – wie üblich, möchte man mittlerweile sagen – deutlich reduzierter. „Have You Considered Punk Music“ folgt abermals dem Prinzip der narrativen One-Take-Präsentation, von einem lyrischen Stream of Consciousness und geschickt inszeniertem musikalischen Kargland begleitet.

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The Record Company – All Of This Life

Mit „Give It Back To You“ gelang The Record Company vor knapp zweieinhalb Jahren eine echte Punktlandung. Das Debüt des bluesig angehauchten Rock’n’Roll-Trios ackerte sich durch hochgradig gefällige Retro-Sounds mit angenehm eigenständiger Note. Für den Nachfolger „All Of This Life“ wechselte man in die Boulevard Recordings Studios in Hollywood, wo bereits Pink Floyd und Fleetwood Mac aufnahmen. Vom angeblich so schwierigen zweiten Album ist angenehm wenig zu hören.

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Berlin Syndrome – Sweet Harm

Von der WG hinaus in die Weltgeschichte. Graeme Salt zog 2013 von Manchester nach Magdeburg, lerne beim Gitarrespielen in der WG-Küche Robert Meinel kennen und schrieb erste Songs. Schnell war ein Band-Line-up gefunden, Berlin Syndrome wollten in die Weltgeschichte hinaus. Nach einer charmanten EP wird das Quintett nun flügge. „Sweet Harm“ zelebriert charmant-verspielten, gelegentlich düster angehauchten Indie Rock der überwiegend britischen Schule.

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Yukon Blonde – Critical Hit

Der Sommer kommt und mit ihm – fast unweigerlich – ein neues Album von Yukon Blonde. Die Kanadier veröffentlichen in schöner Regelmäßigkeit charmante Platten, welche die Brücke zwischen Garage Rock, Indie Pop und Electronica schlagen. „On Blonde“ war vor drei Jahren herrlich sympathisch, das abermals von Tony Hoffer (u.a. The Kooks, Beck, Air) produzierte „Critical Hit“ knüpft nun nahtlos daran an.

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Blackout Problems – Kaos

Kraft aus dem Rückschlag, Kontrolle gegen Unstetigkeit eintauschen: Die zwei Jahre seit dem Release von „Holy“ waren für Blackout Problems alles andere als einfach. Zwischen Tourstress und emotionaler Dauerbelastung entstanden reihenweise Songs im beinahe klaustrophoben Verhältnis zwischen Schein und Sein. Auf „Kaos“ ist der Name Programm – und der dem Alternative Rock entstammende Sound breiter aufgestellt denn je.

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Here Lies Man – You Will Know Nothing

Was, wenn sich Black Sabbath-Riff-Großmeister Tony Iommi einst nicht von Blues, sondern von afrikanischer Musik hätte beeinflussen lassen? Dieser zugegebenermaßen bestenfalls bedingt naheliegenden Frage gehen aktuell Here Lies Man nach und vermischen psychedelisch angehauchten Hard Rock mit Afrobeat. Das gelang vergangenes Jahr auf ihrem Debütalbum bereits hervorragend, wird nun jedoch intensiviert. „You Will Know Nothing“ taucht noch tiefer in dieses ungewöhnliche Kontrastprogramm zweier musikalischer Welten ein.

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