Kategorie: Reviews & Previews

Empire Of Sound – Out Of The Norm

The Roots, Robert Glasper Experiment und nun Empire Of Sound – die Kombination von HipHop und Jazz entlockt dem guten, alten Sprechgesang neue Facetten zwischen Feuilleton und Massenkompatibilität. Hinter dem internationalen Imperium stecken unter anderem der US-amerikanische MC Mattic und Komponist / Keyboarder Juke aus Frankreich, die gemeinsam mit einer Jazz-Band und zahlreichen Gästen den Erstling „Out Of The Norm“ – nomen est omen – auf die Beine stellen.

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Le Very – V

Le Very wollen nicht nur „larger than life“ sein, sie sind bereits auf dem besten Weg dazu. Drei Musiker und zwei Tänzerinnen konnten sich auf eine große Pop-Bandbreite einigen, die von Electro über RnB bis zu Jazz reicht. Cheesiness trifft auf Tiefgang und brachte dem deutschen Quintett unter anderem bereits eine gemeinsame Tour mit Zoot Woman ein. Nun erscheint das Debütalbum „V“ und versucht die komplexe wie eingängige Mischung aus Musik, Licht und Tanz auf Platte zu bannen.

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Frank Turner – Positive Songs For Negative People

Frank Turner, das ist der gute Kumpel, mit dem man gerne ein Bierchen zischen geht. Nach dem Ende seiner Band Million Dead wurde der Brite zum geschätzten Singer/Songwriter, der mit seiner nunmehrigen Band The Sleeping Souls weit über die gängige Wahrnehmung als Folk-Punker hinausschießt. Tatsächlich war das 2013 erschienene „Tape Deck Heart“ Turners Bandplatte mit Radioformat. Für „Positive Songs For Negative People“ hingegen arbeitete er unter Live-Bedingungen, weicht aber keineswegs vom überlebensgroßen Indie-Pub-Sound ab.

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Deaf Wish – Pain

„Sollten wir nur zwei gemeinsame Shows spielen, dann ist das eben so.“ – acht Jahre später veröffentlichen Deaf Wish aus Australien ihr erstes Album bei Sub Pop und zeigen, dass sie überleben können, auch wenn nichts für die Ewigkeit geschaffen werden sollte. Der laute, kratzbürstige Ansatz von „Pain“ bewegt sich irgendwo zwischen Punk, Noise, Shoegaze und Alternative Rock mit einem Hauch Neo-Grunge.

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Herrenmagazin – Sippenhaft

Seit zehn Jahren schwimmen Herrenmagazin in der durchaus weiten deutschsprachigen Indie-Rock-Welt mit, warten aber nach wie vor auf den großen Wurf. Sie sind Söhne prominenter Eltern, beackern die Bühnen des Landes und spüren langsam den eigenen Wechsel in die Elterngenerationen. ‚Druck‘ ist somit ein Schlagwort für den Nachfolger von „Das Ergebnis wäre Stille“; Druck, den man sich selbst macht; Druck, der „Sippenhaft“ zu einer weiteren starken Platte reifen lässt.

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Monday Tramps – When Days Turn Hollow

Ist 2015 das Jahr des großen Britpop-Revivals? So ganz war der Sound eigentlich nie weg, mit dem Comeback von Blur und The Libertines sind aber mehr Augen denn je auf harmonische Gitarren und Beatles-Twangs gerichtet. Nicht nur in Swinging London, auch in München wird die Zeitreise gewagt. Die Newcomer Monday Tramps konnten bereits einen Track am Soundtrack zum neuen Heike Makatsch-Film „About A Girl“ platzieren und veröffentlichen zeitgleich mit der Kinopremiere ihr Debütalbum „When Days Turn Hollow“.

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Gloria – Geister

Helden-Zeit ist aktuell leider nur mehr in diversen Solo- und Bandprojekten, welche die kreative Energie einer der besten deutschsprachigen Bands der letzten Jahre eigenwillig aufsplitten. Als vor zwei Jahren das Projekt Gloria vorgestellt wurde, gab es im Vorfeld durchaus verwunderte Stimmen. Kann Comedian und Moderator Klaas Heufer-Umlauf tatsächlich singen? Gemeinsam mit Held Mark Tavassol entstand ein sympathisches Debüt auf dem Grönemeyer-Label, nun folgt „Geister“.

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Grave Pleasures – Crying Wolves

Nach der Implosion der Post-Punk-Hoffnungsträger Beastmilk war Frontmann Mat McNerney aka Kvohst darum bemüht, schnell ein Nachfolgeprojekt auf die Beine zu stellen. Neben Gründungsmitglied Valtteri Arino und der bereits live aktiven Linnéa Olsson (ex-The Oath) kamen noch Uno Bruniusson der aufgelösten In Soltiude sowie, semi-offiziell, Oranssi Pazuzus Juho Vahanen hinzu. Als Grave Pleasures verarbeiten sie ab 4. September den Trennungsschmerz auf „Dreamcrash“ und veröffentlichen mit „Crying Wolves“ schon jetzt einen ersten Vorgeschmack.

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Ivan & The Parazol – Mode Bizarre

Ivan & The Parazol sind mittlerweile gern gesehene Festival-Dauergäste, steuerten unter anderem die Veranstaltungshymnen für das SXSW und das Sziget bei. In hiesigen Gefilden fristen die Ungarn mit ihrem zackigen Gitarren-Sound von klassischem 70s-Rock bis zur hibbeligen Garage-Bombe allerdings noch ein Randgruppendasein. Folglich spät schafft es ihr zweites Album „Mode Bizarre“ nach Deutschland und entpuppt sich sogleich als Indie-Wundertüte.

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Hippo Campus – Bashful Creatures

Vier junge Männer aus Minnesota wollten den Sommer mit ihren Indie-Klängen zum Zucken bringen. Hippo Campus gibt es erst seit zwei Jahren. In diesem Zeitraum wurde ein vorwitziger Sound zwischen Pop und Rock, Math und Art etabliert, der gleichermaßen tanzbar wie eingängig, verkopft wie geradlinig wirkt. Klingt sperrig, ergibt beim Anhören der ersten EP „Bashful Creatures“, die nun digital und auf Vinyl erhältlich ist, aber Sinn.

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