Kategorie: Reviews & Previews

Laing – Wechselt die Beleuchtung

Es ist schon erstaunlich, was das Quartett von Laing seit ihrer Teilnahme bei Stefan Raabs Bundesvision Song Contest erreicht hat. Zu diesem war das Gespann um Frontsängerin Nicola Rost im Jahr 2012 mit dem Trude Herr-Cover „Morgens immer müde“ angetreten. Nach Platz 2 im Wettbewerb, Edelmetall für die Single, dem Debüt-Album „Paradies Naiv„, ausverkauften Konzerten und einer Neubesetzung, präsentieren die Berliner Damen nun ihre zweite LP „Wechselt die Beleuchtung“. Anders als der Titel glauben lassen möchte, knüpfen Laing genau dort an, wo sie aufgehört haben.

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Combineharvester – Brikks

Vor 38 Jahren brachte der Parodiesong „Combine Harvester“ den Wurzels eine Nummer Eins in Großbritannien. Für den Schotten Marlon McNeill war es sein erstes Wort und ab 1998 auch Bandname, allerdings zusammengeschrieben. Der Wahlschweizer schrieb auf Ahnensuche vor einem Jahr „Brikks“, aufgenommen mit seinen beiden Mitstreitern aus der Schweiz. Hinter dem sperrigen Namen und verwirrenden Artwork steckt eine opulente Mischung aus Kraut-, Prog- und Art Rock – unkonventionell und faszinierend zu gleichen Teilen.

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Element Of Crime – Lieblingsfarben und Tiere

Das Warten hat ein Ende: Nach fünf Jahren Pausen gibt es endlich ein neues Lebenszeichen von Element Of Crime. Nachdem Bandkopf Sven Regener in der Zwischenzeit nicht untätig war, seinen „Herr Lehmann“-Zyklus überzeugend fortsetzte und auch noch an einem weniger gelungenen Filmprojekt namens „Hai-Alarm am Müggelsee“ mitwirkte, legt er seinen Schaffensschwerpunkt wenige Monate vor dem 30-jährigen Band-Jubiläum wieder auf die Musik. Angesichts der langen musikalischen Pause und des großen Erfolgs der letzten Veröffentlichung „Immer da wo du bist bin ich nie“ (immerhin Platz 2 der deutschen Albumcharts und mit zwei Goldenen Schallplatten ausgezeichnet) fallen die musikalischen Erwartungen an die neue Scheibe „Lieblingsfarben und Tiere“ natürlich nicht gerade klein aus. Doch Element Of Crime wären nicht Element Of Crime, würden sie die Hoffnungen ihrer Fans nicht irgendwie erfüllen und gleichzeitig doch noch für die eine oder andere Überraschung sorgen.

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Oasis – (What’s The Story) Morning Glory?

Im Rahmen der Serie „Oasis: Chasing The Sun“ veröffentlichen die längst aufgelösten Britpopper schrittweise ihre Alben komplett remastered sowie mit Bonusmaterial. Nach dem Debüt „Definitely Maybe“ ist nun „(What’s The Story) Morning Glory?“ an der Reihe, die legendäre Hitplatte mit 22 Millionen weltweit verkauften Exemplaren und zehn Wochen Nummer Eins in Großbritannien. Erhältlich ist die neue Version in den verschiedensten Auflagen, darunter die hier besprochene 3CD-Box mit einer Sammlung diverser B-Seiten sowie seltenem, bis dato unveröffentlichem Material.

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The Drums – Encyclopedia

Der Ausstieg von Connor Hanwick setzte ein dickes Fragezeichen hinter das Fort- und Überleben von The Drums. Jonny Pierce und Jacob Graham nahmen sich eine Auszeit, und machen jetzt als Duo weiter – so wie einst auf der Debüt-EP „Summertime!“. Dennoch ist ihr neues, drittes Album von einer gewissen Düsternis und Schwere umgeben. Auf „Encyclopedia“ kämpfen The Drums mit Verletzlichkeit, Sehnsucht, Verlust und Liebe, und wagen sich musikalisch gen neue Ufer.

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July Talk – July Talk

July Talk sind Kanadas Band der Stunde – und das, obwohl die erste Version ihres Debütalbum in der Heimat bereits 2012, zugleich Gründungsjahr des Quintetts, erschien. An vorderster Front stehen zwei Stimmen, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Leah Fey ist die besonnene, selbstbewusste Voice of Reason, setzt (oberflächlich) liebliche Akzente, während Peter Dreimanis in bester Tom Waits meets Krümelmonster-Manier grummelt. Das Ergebnis, „July Talk“, lebt vom Spannungsverhältnis der beiden zwischen Indie-Gitarren, schwerem Blues und leichtfüßigem Pop.

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alt-J – This Is All Yours

Das ∆ ist gelandet. Mercury Prize, Ivor Novello Album Award, drei Brits-Nominierungen: alt-J räumten mit ihrem Debütalbum „An Awesome Wave“ so ziemlich alles ab. Als es zurück ins Studio ging, kam den Briten jedoch Bassist Gwil Sainsbury abhanden. Für alt-J sollte das kein Problem sein, man machte kurzerhand zu dritt weiter und erarbeitete sich „This Is All Yours“, eine Platte, die bereits vor Veröffentlichung mit dem Zweitling-Stigma zu kämpfen hat.

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The Flying Eyes – Leave It All Behind Sessions

Nach dem hochtrabenden, mächtigen „Lowlands“ zeigen The Flying Eyes eine andere Seite von sich. Auf Tour und im Rahmen diverser Radio-Sessions war vom mächtigen, wüsten Rock’n’Roll des Baltimore-Vierers nur noch wenig zu hören. Akustik-Gitarre, Blues, Country und Folk gehören ebenso zum Inventar wie die bleierne, getriebene Schwere des Nebenschauplatzes Black Lung. Die Idee zu den „Leave It All Behind Sessions“ eröffnete sich zwischen zwei Alben nach dem Einspielen von „Leave It All Behind“.

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Black Moth – Condemned To Hope

Wenn man von düsterer Gitarrenmusik spricht, richten sich die Augen automatisch nach Großbritannien. Schließlich hat die Insel keine Geringeren als Black Sabbath hervorgebracht, die Metal-Urväter. Auf gewisse Art und Weise zählen auch Black Moth zu jener jungen Generation, die das Erbe der auferstandenen Legenden verwalten. Das Quintett aus Leeds debütierte 2012 mit „The Killing Jar“, einem zu recht gefeierten Album, das sich prima zwischen Doom, Psychedelic und Garage Rock einnistete. „Condemned To Hope“ geht nun noch einen Schritt weiter und lässt die Briten gen Thron schielen.

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The Asteroids Galaxy Tour – Bring Us Together

Sind The Asteroids Galaxy Tour Hitlieferanten wider Willen? Charterfolg ist für die beiden Dänen eine sympathische Nebenerscheinung und letztlich keine Überraschung, konnte man auf „Fruit“ und „Out Of Frequency“ doch aus einer Unmenge an großartigen Songs wählen. Druck ist für die Mette Lindberg und Lars Iversen ebenso ein Fremdwort. „Bring Us Together“ nahm seine Anfänge auf großer Welttournee und zeugt letztlich vom geglückten Versuch nach dieser wieder zueinanderfinden. Das Ergebnis bricht abermals mit jeglichen musikalischen Erwartungen.

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