Kategorie: Reviews & Previews

St. Paul & The Broken Bones – Half The City

Aus den Südstaaten kommen neue Soul-Hoffnungsträger. St. Paul & The Broken Bones aus Birmingham, Alabama haben sich Motown-Klängen und klassischem RnB verschrieben, garniert mit einer Prise Rock und einem energiegeladenen Frontmann. Paul Janeway bzw. St. Paul sang in seiner Kindheit und Jugend im Kirchenchor vornehmlich Gospel-Songs, später in einer Led Zeppelin-Coverband und verliebte sich in die Musik Otis Reddings sowie Nick Caves. An „Half The City“, dem Debüt des Sextetts, arbeiteten sämtliche Bandmitglieder mit. In den USA mutierte das Album bereits zu einem absoluten Kritikerliebling, und das verdientermaßen.

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The Subways – My Heart Is Pumping To A Brand New Beat

The Subways sind mittlerweile eine typische Festival-Band. Ihre kleinen Indie-Hits gehen vor allem live besonders ab und brachten ihre beiden letzten Alben, „All Or Nothing“ und „Money And Celebrity“, in die deutschen Top 20. Neben diversen Auftritten im diesjährigen Festival-Sommer – Glastonbury, Hurricane, Southside und Taubertal stehen unter anderem auf dem Programm – arbeitet das Trio aktuell in Brüssel an einem neuen Album. Einen ersten Vorboten gibt es bereits jetzt: „My Heart Is Pumping To A Brand New Beat“.

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Strand Of Oaks – HEAL

Irgendetwas fühlt sich anders an, wenn man „HEAL“ einlegt. Rohes Understatement war lange Zeit das Markenzeichen von Strand Of Oaks, bevor Mastermind Tim Showalter mit einer schweren persönlichen Krise zu kämpfen hatte. Mitten in einer zwei Jahre andauernden Tour, in einer Herbstnacht im schwedischen Malmö, realisierte er die Beweggründe für seine Flucht: eine unter dem Musikerleben leidende Ehe, ein alles andere als perfektes Album und generelle Unzufriedenheit mit sich selbst. Der Heilungsprozess, den dieses Album nun mit sich bringt, bezieht sich ebenso auf einen schweren Autounfall vergangene Weihnachten, den Showalter und seine Frau mit Glück überlebten. Nun also „HEAL“, dieses überraschend bedrohliche, überbrandende und doch in sich gekehrte Monster.

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Barbarossa – Elevator EP

Mit „Bloodlines“ schoss Barbarossa vergangenes Jahr in die Electro-Soul-Champions-League. Hinter dem Pseudonym steckt der Londoner James Mathé, ein ausgezeichneter Klangschmied und Sänger. Gemeinsam mit Boy 8 Bit wurde nun die neue EP „Elevator“ erarbeitet, die zum Teil als Soundtrack für einen Kurzfilm von Montserrat Lombard und Sean Harris dienen wird. Entsprechend cineastisch und doch nicht minder eingängig, geradezu hitverdächtig klingt das Ergebnis.

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Madsen – 10 Jahre Madsen Live

Nach fünf Alben, darunter der Top-2-Erfolg „Wo es beginnt“, und mehr als zehn Jahren gemeinsamer Reise unter diesem Banner dürfen Madsen auch schon mal ein Live-Album veröffentlichen – und was für eins. Vergangenen Dezember wurde in Hamburg zu jeder Platte ein Konzert gegeben. Soll heißen: 5 Nächte – 5 Shows, und das mit zahlreichen B-Seiten, Cover-Versionen und Gästen. Eine Auswahl davon hat es nun auf „10 Jahre Madsen Live“ geschafft.

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Studio Rio Presents: The Brazil Connection

Die anstehende Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien birgt nicht nur gesellschaftspolitisch, sondern auch musikalisch einiges an Zündstoff. Neben so manchem mehr oder weniger gelungenen WM-Song gibt es aber auch echte Entdeckungen abseits der ausgelatschten Pfade. Eines der interessantesten Projekte der Saison kommt von den Berman Brothers, die bereits für die Rhythms Del Mundo-Serie verantwortlich war. Auf „The Brazil Connection“ hüllen sie die Original-Vocal-Tracks verschiedener Soul-Klassiker in brasilianisches Samba- und Bossa Nova-Gewand.

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The Antlers – Familiars

Musik für Tagträumer, Weltenbummler und Berufsheiler: Aus Peter Silbermans einstigem Soloprojekt The Antlers mit zwei im eigenen Schlafzimmer aufgenommenen Platten ist längst eine Band, ein Trio geworden. Gemeinsam mit Darby Cicci und Michael Lerner wurden „Hospice“ und „Burst Apart“ erarbeitet, zwei faszinierende Platten, die sich wie Balsam auf durch ihre Umwelt geschundene Seelen legt. Dream-Pop könnte man das nennen, Ambient, vielleicht sogar Relax-Electronica – und doch fühlt sich alles gewissermaßen vertraut an. Die New Yorker sind eben „Familiars“, so auch der Titel ihres neuen Albums.

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Ray Charles – King Of Cool

Was kann man über Ray Charles sagen, das bislang noch nicht gesagt wurde? Vermutlich nichts, und somit ist es viel besser, die Musik für sich sprechen lassen. Dass der 2004 verstorbene, unheimlich vielseitige Musiker ein beängstigend großes Repertoire hat, muss man der Film-Generation „Ray“ wohl extra erklären. Ray Charles, das ist wesentlich mehr als bloß „Hit The Road Jack“ und „Georgia On My Mind“, das ist Pionierarbeit auf den Gebieten Soul, Blues, Jazz und sogar Pop. Die 3CD-Compilation „King Of Cool – The Genius Of Ray Charles“ präsentiert das Beste der ersten Dekade seiner illustren Karriere in Form von Atlantic-, ABC- und Tangerine-Aufnahmen.

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First Aid Kit – Stay Gold

Meist sind es die kleinen Dinge, deren ergebener Zauber sie zu einer nachhaltigen Größe macht. „Emmylou“ vom schwedischen Duo First Aid Kit war vor zwei Jahren einer dieser Songs, den nicht nur das Rolling Stone Magazin als Top Ten-Single einstufte, sondern der auch sinnbildlich für den musikalischen Durchbruch der Folk-Schwestern auf „The Lion’s Roar“ stand. Ihre leidenschaftlichen Stimmen brachten wunderschöne Harmonien hervor, deren klarer Ausdruck perfekt zum leichtgängigen Indie-Country passte. Für „Stay Gold“ fasst man nun den Schritt in die erste Liga ins Auge.

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Chrissie Hynde – Stockholm

35 Jahre nach dem ersten Pretenders-Album bricht Chrissie Hynde mit der eigenen Regel, nie ein Soloalbum veröffentlichen zu wollen, wobei sich der Solo-Aspekt vornehmlich im Namen auf dem Plattencover äußert. Die 62jährige US-Amerikanerin arbeitet auf „Stockholm“ mit einer Reihe bekannter Künstler zusammen. Zu den Gästen zählen Neil Young und John McEnroe, an den Reglern saß Björn Yttling von Peter Björn And John. Auf große Experimente verzichtet Hynde – sie wollte schlicht und ergreifend ein kraftvolles Pop-Album aufnehmen.

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